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Ausstellungen | Museum

Reinventing GRASSI.SKD

GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Mit unserem Zukunftsprogramm REINVENTING GRASSI.SKD, gefördert durch die „Initiative für ethnologische Sammlungen der Kulturstiftung des Bundes", werden wir in den kommenden Jahren unser Museum weitreichend umgestalten. Schritt für Schritt wollen wir uns zu einem Netzwerkmuseum wandeln, in dem verschiedene Stimmen zu Wort kommen und sich unterschiedliche Orte miteinander verbinden. Gemeinsam werfen wir kritische Perspektiven auf die ethnologischen Sammlungen, deren Erwerbs- und Ausstellungsgeschichte. REINVENTING GRASSI.SKD Mit der dritten Teileröffnung im Rahmen des Zukunftsprogrammes REINVENTING GRASSI.SKD gibt das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig neue Einblicke in seine fortlaufende Umgestaltung.
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Heinrich-Schütz-Haus

Ausstellungen | Ausstellung

Quantensprünge - Von Leibniz zu Qubits

Kustodie Kunstsammlung der Universität Leipzig

Zum 60. Jubiläum des Universitätsrechenzentrums in diesem Jahr bereiten die Kustodie und das URZ gemeinsam eine Ausstellung vor, die am 19. Oktober eröffnet wird. Vom 20.10. bis 20.12.2022 und vom 04. bis 28.01.2023 ist diese dann in der Galerie im Neuen Augusteum zu sehen. Sechs Jahrzehnte IT für Forschung und Lehre – gegründet 1962, feiert das Universitätsrechenzentrum (URZ) Leipzig in diesem Jahr 60-jähriges Bestehen. Die Ausstellung soll nicht nur die verschiedenen Etappen der Entwicklung der IT in Erinnerung rufen, sondern auch durch ausgewählte Kunstwerke den Zeitgeist der Dekaden anklingen lassen. Beginnend bei der Leibniz'schen Rechenmaschine wird in die Entwicklung der Rechenmaschinen eingeführt, über die mechanischen Geräte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts hin zu jener Maschine, die von zentraler Bedeutung für die Gründung des Rechenzentrums war: der Zeiss Rechenautomat 1. Die Zeit der Großrechner beginnend in den 1970er Jahren wird repräsentiert durch Werner Tübkes Gemälde „Arbeiterklasse und Intelligenz“ (1970–1973), in welchem er auch damalige Mitarbeiter:innen des URZ verewigt hat. In den 1980iger Jahren eroberten Computer die Schreibtische im Büro und zu Hause, ob PC 1715, Sinclair Spectrum oder KC 84/85. Das Internet trat seinen Siegeszug in den 90ern an, anfangs noch textbasiert unter Nutzung der heimischen Telefonleitung, später dann mit Browser und DSL. Die zweite Hälfte der Ausstellung ist aktuellen Forschungsschwerpunkten der Universität gewidmet: den Power Usern der Scientific-Computing-Infrastruktur des URZ. Hier erwartet die Besucher:innen ein Einblick in die Technologien des aktuellen Jahrzehnts mit einem Ausblick auf die Zukunft: das KI-Rechenzentrum und Quantencomputing. Eine Illustration des Künstlers P.M. Hoffmann visualisiert das bis 2026 entstehende KI-Rechenzentrum, welches eine leistungsfähige Infrastruktur für Forschung, Lehre und Transfer in Mitteldeutschland etablieren und dadurch in der Region zu einem erfolgreichen Strukturwandel beitragen wird.
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Heinrich-Schütz-Haus

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Dialog unter Gästen – Das Damaskuszimmer in Dresden lädt ein!

Museum für Völkerkunde Dresden

Ob zum Tee trinken, lesen, zuhören, verweilen, diskutieren und staunen: Die neue Präsentation des Damaskuszimmers gewährt Einblicke in Damaszener Gastfreundschaft im 19. Jahrhundert sowie unterschiedliche öffentliche und private Formen der Gastfreundschaft weltweit. Ihr seid eingeladen die Räumlichkeiten für Eure Angebote und Projekte zu nutzen: Ein offener Ort des Austausches und gelebter Gastfreundschaft entsteht! Gestaltet mit – kommt vorbei, nehmt Euch einen Tee und macht es Euch bequem bei uns! Du hast Interesse unsere Räume regelmäßig zu nutzen? Melde Dich bei Barbara Höffer unter voelkerkunde.dresden@skd.museum Zum ersten Mal wird das Damaskuszimmer in seiner Farbigkeit und ornamentalen Komplexität in Dresden komplett aufgebaut zu sehen sein. Die aktuelle Präsentation gewährt nach 25 Jahren der Restaurierung Einblicke in die reich verzierte Vertäfelung mit ihren Stadtlandschaften, Blumensträußen, Obstschalen und arabischen Innschriften. Neben der Damaszener Gastfreundschaft des 19. Jahrhunderts, zeigt die begleitende Ausstellung auch unterschiedliche öffentliche und private Formen der Gastfreundschaft weltweit auf und hinterfragt dabei ihre Bedingungslosigkeit.
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GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Seit vielen Jahren ist die ethnologische Museumslandschaft in Europa stark in Bewegung: Umbenennungen, Neukonzeptionen der Dauerausstellungen, interdisziplinäre Kooperationen, Zusammenarbeit mit sogenannten Herkunftsgemeinschaften, künstlerische Interventionen und andere Experimente zeigen diese Veränderungen deutlich. Auch das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig reagiert auf diese komplexen Diskurse und bietet Raum für kritische Auseinandersetzungen. Das Museum ist auf dem Weg zu einem Ort des Dialoges, der Multiperspektivität und Diversität, an dem nicht über Andere, sondern miteinander gesprochen wird. In den nächsten Jahren erfolgt ein schrittweiser Umbau der Ausstellungen. Mit mehr Veranstaltungsräumen, Leseinseln, Schaudepots, Musiksalons und neuen Präsentationen wird das Museum zu einem noch lebendigeren Ort für Begegnungen und Diskussionen. Die Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsens, mit ihren Völkerkundemuseen in Leipzig, Dresden und Herrnhut, haben einen Bestand von mehr als 300.000 Objekten. Damit befindet sich nun in Sachsen das zweitgrößte Völkerkundemuseum Deutschlands, das nach Umfang und Qualität der Sammlungen zu den weltweit bedeutendsten Museen seiner Art gehört. Um den Einblick in diese bedeutenden Sammlung zu erweitern, ist auch eine Reise nach Dresden und Herrnhut empfehlenswert. Das Grassimuseum Leipzig beherberg das Völkerkundemuseum seit seiner Eröffnung im Jahr 1929. Es ist mit seinen zwei großen Innenhöfen und dem angeschlossenen Johannisfriedhof ist bau- und stadtgeschichtlich ein Unikum in der Stadt-Architektur. Das von den Leipzigern kurz „GRASSI“ genannte Haus war eines der letzten großen BAUHAUS-Architekturen in Deutschland. Das im Stil des Art Decó errichtete Gebäude beherbergt heute drei Museen, ein Museumsshop und ein Kaffee.
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Völkerkundemuseum Herrnhut

Das Museum vereint Ethnographie und Missionsgeschichte. Die Grundlage der Sammlung bilden Objekte, welche Missionare der Herrnhuter Brüder-Unität von ihren Reisen nach Afrika, Australien, Südamerika und in die Arktis seit 1732 mitbrachten. Handschriftliche Aufzeichnungen und Publikationen der Missionare vervollständigen die Präsentation. Zu den Höhepunkten der Sammlung zählen Objekte, die während der dritten Reise des englischen Entdeckers James Cook (1728-1779) gesammelt worden sind. Die Dauerausstellung wird nun fast unverändert seit 2003 präsentiert. Währenddessen sind jedoch neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Fragestellungen hinzugekommen. Politische, soziale und kulturelle Themen werden heute kontroverser diskutiert als vor ca. 20 Jahren. Diesen veränderten Bedingungen will sich das Museumsteam stellen, kreative Wege gehen und dabei gesellschaftliche Prozesse wie Dekolonisierung, Klimawandel und Migration in einer globalisierten Welt ansprechen. Das Museum lädt seine Besucher dazu ein, Anregungen und Fragen zu stellen und fordert sie auf: Erfinden, diskutieren und denken Sie mit uns zusammen ein neues Museum!
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Kunstbesitz der Universität Leipzig

Kustodie Kunstsammlung der Universität Leipzig

Unsere Kunstsammlung umfasst ca. 10.000 Objekte – Gemälde, Plastik, Grafik und Kunsthandwerk vom 14. bis zum 21. Jahrhundert. Einen Teil der Kunstwerke zeigen wir dauerhaft oder temporär in Ausstellungen, andere Objekte lagern wir in unseren Depots. Die Kustodie verwaltet zudem auch alle Kunstgüter in den Einrichtungen, Fakultäten und Instituten der Universität, ob beweglich oder baugebunden. Auch das Gemälde im Büro des Professors oder ein Denkmal im öffentlichen Raum gehören beispielsweise dazu – wir verwalten den gesamten Kunstbesitz unserer Universität. (Bild: Ausstellungsraum mit Insignien und Werken aus der Frühzeit der Universität)
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Heinrich-Schütz-Haus

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BLÜTENLESE - Ausgewählte Neuerwerbungen 2002–2022

Kustodie Kunstsammlung der Universität Leipzig

Anlässlich des 50jährigen Bestehens der Kustodie im Herbst 2021 zeigt die – pandemiebedingt um ein halbes Jahr verschobene – Ausstellung ausgewählte Neuerwerbungen seit 2002. Die Werke gelangten durch Ankauf, Auftrag, Schenkung, Beauftragung oder auch als Dauerleihgabe in die Sammlung. Gemeinsam ist ihnen die Ausrichtung auf das Sammlungsprofil der universitären Kunstsammlung, d. h. ein Bezug zur Geschichte der Universität Leipzig, verbunden mit kunst- und wissenschaftsgeschichtlichem Schwerpunkten. Die facettenreiche Ausstellung vereint Kunstobjekte unterschiedlichster Gattungen und Epochen. Der erste Abschnitt ist architektonischen Themen gewidmet und zeigt Architekturzeichungen, Stadtansichten mit Universitätsgebäuden sowie Stadtpläne, welche die bauliche Entwicklung der Universität veranschaulichen. Mit Unterstützung der damaligen Vereinigung von Förderern und Freunden der Universität Leipzig, nunmehr Universitätsgesellschaft, konnten 2005 der Stadtplan des Johannes Frenzel von 1665 sowie die Ansicht der neuerrichteten Universitätsgebäude am Augustusplatz von Gerald Müller-Simon von 2015 erworben werden. Daran schließen sich Studien und Entwürfe für baugebundene Kunst an, wobei insbesondere für das Gemälde Arbeiterklasse und Intelligenz von Werner Tübke (1929–2004) jüngst einige Vorstudien und zugehörige Grafiken erworben werden konnten. Einen weiteren Komplex bilden die Neuerwerbungen im Bereich Porträt, der in der Ausstellung wie auch in der Sammlung insgesamt eine zentrale Rolle spielt: Ein 2015 geschenktes umfängliches Konvolut an Grafiken des Kupferstechers Johann Friedrich Bause (1738–1814) stellt zahlreiche Geistesgrößen des 18. Jahrhunderts vor, von denen nicht wenige auf den originalen Ölgemälden Anton Graffs aus der bereits 1809 geschenkten Freundschaftsgalerie des Philip Erasmus Reich fußen. Unter den das 19. Jahrhundert betreffenden Erwerbungen ist das 2016 mit Unterstützung des Freundeskreises der Fakultät für Chemie und Mineralogie angekaufte Bildnis des Chemikers Hermann Kolbe (1818–1884) aus dem späten Biedermeier besonders bemerkenswert. Bedeutend ist auch der maßgeblich durch die Universitätsgesellschaft finanzierte Ankauf des Bildnisses des Hans Georg Conon von der Gabelentz (1840–1893) von 1883, einem Pionier der Sinologie. Als Auftraggeberin betätigt sich die Universität im Bereich ihrer Rektorengalerie, welche in der Ausstellung durch die Bildnisse der Altmagnifizienzen Prof. Dr. Volker Bigl, gemalt von Arno Rink, und Prof. Dr. Franz Häuser, gemalt von Wolfgang Böttcher, vertreten ist. Den letzten Ausstellungskomplex bilden Schenkungen von der Universität nahestehenden Künstlern. Die Schau zeichnet sich durch eine große Vielfalt der Gattungen und Themen aus. Da ist bestimmt für jeden Kunstliebhaber etwas dabei. Wir freuen uns, dass die Sammlung trotz nicht einfacher Zeitläufe weiter gewachsen ist! Öffnungszeiten: Di–Fr 11–14:30 Uhr und 15-18 Uhr, Sa 11-14 Uhr An Sonn- und Feiertagen geschlossen.
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Aufbruch. Netz. Erinnerung - 300 Jahre Herrnhut

Völkerkundemuseum Herrnhut

2022 feiert die Stadt Herrnhut seinen 300. Gründungstag. Begründet 1722 als Siedlung für protestantische Glaubensflüchtlinge, entwickelte sie sich einerseits rasch zu einem bedeutenden Ort für Handwerk und Handel, aber auch zum Zentrum einer global vernetzten, kirchlichen Erneuerungsbewegung. In ihrer Sonderausstellung zum Jubiläum präsentieren die Brüdergemeine Herrnhut, das Unitätsarchiv der Evangelischen Brüder-Unität, das Heimatmuseum der Stadt Herrnhut und das Völkerkundemuseum Herrnhut, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Ein- und Ausblicke in 300 Jahre Geschichte(n) der Herrnhuter und ihrer Stadt. Zahlreiche Dokumente und Objekte erzählen den Besuchern vom vielschichtigen Erbe, der regionalen und weltweiten Wirkungsgeschichte des Ortes und seinen Einwohnern. Öffnungszeiten: täglich 9—17 Uhr, Montag geschlossen Eintrittspreise: regulär 3 €, ermäßigt 2 €, unter 17 frei, ab 10 Pers. 2,50 €
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Kloster Berge - Pädagogium - Klosterbergegarten - Gesellschaftshaus

Magdeburger Telemann-Festtage

Ausstellung zur Geschichte eines Magdeburger Areals Eine Ausstellung führt Besucherinnen und Besucher in die bewegte Geschichte des historischen Geländes ein, in dem sich heute der Klosterbergegarten und das Gesellschaftshaus befinden. Die Ausstellung läuft vom 13. Februar bis zum 31. August. Öffnungszeiten: Jeweils ab 1 Std. vor Veranstaltungen im Gesellschaftshaus Magdeburg Während der 25. Magdeburger Telemann-Festtage (18. bis 27. März 2022): tgl. 13.00-17.00 Uhr Eintritt frei
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Schau mal, Telemanns Festtage

Magdeburger Telemann-Festtage

Ausstellung anlässlich 60 Jahre Magdeburger Telemann-Festtage Seit 60 Jahren veranstaltet die Stadt Magdeburg zu Ehren ihres größten Komponisten „Telemann-Festtage“. Die 25. Ausgabe des Festivals findet unter dem Motto „Klangfarben“ vom 18. bis 27. März in Telemanns Geburtsstadt statt. Neben den zahlreichen, exzellent besetzten Konzerten gibt es auch eine liebevoll zusammengestellte Ausstellung, die vom 14. bis 26. März im Untergeschoss des Allee-Centers zu sehen sein wird. Die dreiteilige Exposition unter dem Titel „Schau mal, Telemanns Festtage“ zeigt die Festivalgeschichte im Bild: mit Fotos des ehemaligen Theaterfotografen Jürgen Banse aus den Jahren 1972 bis 1998, Impressionen aus der jüngeren Festivalgeschichte von Viktoria Kühne und Ronny Hartmann sowie einer Auswahl an Festtage-Plakaten von 1962 bis heute. Für Fans (nicht nur) der Alten Musik ein Muss! Eintritt frei!
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At the Threshold / An der Schwelle

Museum für Völkerkunde Dresden

Intervention des Künstlers mit dem Museum für Völkerkunde Dresden und dem Albertinum Der Intervention des Künstlers Emeka Ogboh (*1977 in Enugu, Nigeria) geht die Plakat-Aktion „Vermisst in Benin“ im Dresdner Stadtgebiet im Januar 2021 voraus. Die Aktion verfolgte das Ziel die Abwesenheit der Benin-Bronzen an ihrem Ursprungsort Benin, im heutigen Nigeria, zu thematisieren und die Bedeutsamkeit von Restitutionen in der öffentlichen Wahrnehmung zu verankern. Die Poster bildeten fünf Bronzen ab, die Teil der Sammlung des Museums für Völkerkunde Dresden sind und die im Jahr 1897 dem Könighaus Benin im Rahmen einer gewaltsamen Plünderung durch das britische Militär enteignet wurden. Die neu von Emeka Ogboh entwickelte Arbeit bringt das Porträt einer Benin-Bronze der Serie „At the Threshold“ („An der Schwelle“) in das Albertinum. Diese Bronze ist aktuell Teil der Sammlung des Museums für Völkerkunde Dresden. Mit der Aktion lenkt der Künstler Aufmerksamkeit auf einen umstrittenen Sammlungsteil der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Er thematisiert die An- und Abwesenheit der Bronzen an ihrem Ursprungsort und in den Sammlungen deutscher Museen. Zugleich stellt er die gegenseitige Bedingtheit europäischer und außereuropäischer Kunst zur Disposition. Emeka Ogboh greift in die chronologisch-inszenierte Sammlungspräsentation des Museums ein: Die großformatige Fotografie scheint exakt an der Stelle auf, an dem der Raub der Bronzen durch die britische Kolonialmacht erfolgte – im Jahr 1897. Die begleitende Grafik, von Emeka Ogboh initiiert und von dem Museum für Völkerkunde Dresden entwickelt, verweist auf die unterschiedlichen, vielzähligen und weit zurückreichenden Forderungen der Restitution afrikanischer Kulturgüter, darunter besonders die des historischen Königreichs Benin. Es werden einige Beispiele künstlerischer, kuratorischer und aktivistischer Kampagnen anhand des dazugehörigen Bildmaterials gezeigt. Die Poster, Broschüren und Magazincover zeugen von lang andauernden und kreativen Bemühungen, um ein Recht auf Kulturerbe und um Restitutionen sowie Reparationen. Die Intervention Die Intervention von Emeka Ogboh wurde gemeinsam vom Museum für Völkerkunde Dresden und dem Albertinum initiiert. Ab dem 3. Dezember 2021 werden parallel zur Intervention im Albertinum weitere künstlerische Arbeiten seiner Serie „At the Threshold“ („An der Schwelle“) im GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig zu sehen sein. Das Leipziger Museum eröffnet im Rahmen des Projekts REINVENTING GRASSI.SKD den ersten Teil seiner neuen Ausstellungspräsentation. Emeka Ogboh Emeka Ogboh wurde 1977 in Enugu in Nigeria geboren und lebt heute in Berlin. Der Sound- und Installationskünstler bedient sich eines sinnlichen Zugangs wie Hören und Schmecken, wenn er Beziehungen zu Orten herstellt. In seinen Arbeiten erforscht er wie private, öffentliche oder kollektive Erinnerungen und Geschichten in Bild, Klang und Geschmack übersetzt werden können, und setzt sich mit Fragen zu Migration, Globalisierung und Postkolonialismus auseinander. Ogboh hat an zahlreichen internationalen Ausstellungen teilgenommen, darunter die documenta 14 (2017), Skulptur Projekte Münster (2017), die 56. Ausgabe der La Biennale di Venezia (2015), und die Dakar Biennale (2014).
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Fotobücher

GRASSI - Museum für Angewandte Kunst

Die Definition zum Fotobuch ist so weitläufig wie die der Fotografie selbst: von handgemachten Unikaten bis zu kleineren und größeren Aufla­gen, von Self-Publishing und Zines bis zu seltenen, aufwändig gestalteten und gebundenen Ausgaben. Das GRASSI Museum für Angewandte Kunst zeigt in seiner aktuellen Ausstellung eine Auswahl von 45 Fotobüchern nationa­ler und internationaler Fotokünstler*innen der letzten Jahrzehnte mit dem Fokus auf außergewöhn­lichen Konzepten, Gestaltungen und Präsentations­formen. Das Zusammenspiel zwischen Fotografie, Material, Bindung, Form und Format bietet unendlich viele Möglichkeiten für Expe­rimente und zeigt das Potenzial des Fotobuches als künstlerisches Medium. Gezeigt werden Fotobücher von: Milou Abel, Am Projects, Arianna Arcara und/and Luca Santese, Israel Ariño, Mathieu Asselin, Eden Bernal, Goran Bertok, Julia Borissova, Simon Brugner, Alexandra Catiere, Alexine Chanel, Paul Cupido, Cristina de Middel, Peter Dekens, Rana El Nemr, Claudia Eschborn, Andreas Frei, Florian Glaubitz, Ivars Gravleis, Lucy Helton, Carina Hesper, Martina Ivanow Hoogland, Ng Hui Hsien, Oreo Jung Min Cho, Hajime Kimura, Katrin Koenning und/and Sarker Protick, Birgit Krause, Anouk Kruithof, Melissa Lazuka, Anais Lopez, Marco Marzocchi, Palíndromo Mészáros, Rafal Milach, Tito Mouraz, Jin Ohashi, Kosuke Okahara, Agnes Prammer und/and Johann Schiswohl, Robert Pufleb und/and Nadine Schlieper, Dayanita Singh, Thomas Sauvin, unofficial.pictures, Olaf Unverzart, Bruno van den Elshout, Sergej Vutuc, Xiaoxiao Xu Parallel zu FOTOBÜCHER. KUNST ZUM BLÄTTERN wird die Sonderausstellung ANALOG TOTAL. FOTOGRAFIE HEUTE präsentiert. In beiden Ausstellungen wird der vielschichtige Bezug zwischen Fotografie und angewandter Kunst sichtbar. Es stehen nicht nur hand­werkliche Aspekte der Produktion von Fotobüchern oder Prints im Fokus, sondern auch das transdisziplinäre Zusammenspiel im Herstel­lungs­prozess. Katalog zur Ausstellung: FOTOBÜCHER. KUNST ZUM BLÄTTERN, dienacht Publishing, Deutsch /Englisch, 172 Seiten inkl. Ausklappseiten, Umschlag aus Holz mit Lasergravur, offene Fadenbindung, 28 EURO
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Analog Total

GRASSI - Museum für Angewandte Kunst

Die Begeisterung für die analoge Fotografie erlebt derzeit ein Revival. Während die digitale Fotografie das Feld des Dokumentarischen und Alltäg­lichen dominiert, behauptet sich die analoge Fotografie immer stärker als Medium für das Künstlerische und Experimentelle. ANALOG TOTAL. FOTOGRAFIE HEUTE zeigt die Bandbreite der zeitgenössi­schen Entwicklung der analogen Fotografie anhand von Unikaten, Serien und fotografischen Installationen. Mit insgesamt 24 Künstler*innen aus dem deutschsprachigen Raum werden in vier Themengruppen verschie­dene Nuancen dieses Mediums beleuchtet. Ein klarer Fokus liegt auf der Materialität und dem Experimentellen im Umgang mit Licht, Chemie und Technik. Im Kapitel „Kameralose Fotografie“ werden zeitgenössische Interpretationen von Fotogrammen, Chemigrammen und Lumenprints gezeigt. Durch die Nutzung dieser Techniken, welche die Künstler*innen zitieren und neu interpretieren, nehmen sie Bezug auf die Anfänge der Fotografie. Bei der „Fotografischen Zeitreise“ wird deutlich, dass das fotografische Medium die Möglichkeit bietet, durch die Zeit zu reisen: Bilder aus der heutigen Welt als silberne Daguerreotypien oder Ambrotypien lösen ein Gefühl von Anachronismen aus. Hier werden Bilder von Fotograf*innen und Künstler*innen gezeigt, die sich alten fotografischen Techniken aus dem 19. Und 20. Jahrhundert annähern, sich diese aneignen oder durch die eigene fotografische Arbeit analysieren. Im Kapitel „Licht und Prozess“ werden verschiedene Formen des Fotografierens über die gewöhnliche Fotokamera hinaus gezeigt. Neben Fotopapier, das als Loch­kamera umgebaut und direkt belichtet wird, werden hier experimentelle und spielerische Kameras oder Formen des Belichtens vorgestellt. Dabei steht das Performative im Vordergrund sowie die Interaktion zwischen Mensch und Kamera bzw. zwischen Mensch und Fotografie. Im letzten Teil der Ausstellung „Analog trifft Digital“ wird die Begegnung zwischen analog und digital thematisiert. Sie kann viele Formen annehmen: eine Interaktion mit einer KI (Künstliche Intelligenz), die Zusammenarbeit mit einer digitalen Maschine oder auch die Übersetzung von digitalen Bildern ins Analoge. Beteiligte Künstler*innen: Sylvia Ballhause, Eun Sun Cho, Günter Derleth, Jana Dillo, Tine Edel, Alexander Gehring, Spiros Hadjidjanos, Alexander Kadow, georgia Krawiec, Martin Kreitl, Antje Kröger, Ute Lindner, Lilly Lulay, Harald Mairböck, Florian Merkel, Falk Messerschmidt, Elisabeth Moritz, Taiyo Onorato und Nico Krebs, Helena Petersen, René Schäffer, Karoline Schneider, Regina Stiegeler, Claus Stolz, Ria Wank Katalog zur Ausstellung: ANALOG TOTAL. FOTOGRAFIE HEUTE - Erscheint bei Verlag Kettler, Deutsch/Englisch, ca. 176 Seiten, 32 EURO Parallel zu dieser Ausstellung läuft die Sonderstellung FOTOBÜCHER. Kunst zum Blättern.
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Fragile Pracht

GRASSI - Museum für Angewandte Kunst

Das Museum besitzt eine herausragende Sammlung an Porzellanen des 18. und 19. Jahrhunderts. Dabei sind die bedeutendsten Manufakturen sowohl mit Geschirren als auch Figuren vertreten. Herausragende Porzellane des 18. und 19. Jahrhunderts aus der eigenen Sammlung werden in dieser Sonderausstellung präsentiert. Dabei sind die bedeutendsten Manufakturen sowohl mit Geschirren als auch Figuren vertreten – aus der Zeit des Barock, Rokoko, Klassizismus und Biedermeier. Schwerpunkte sind frühe Porzellane der Manufaktur Meissen, der ersten Porzellanmanufaktur Europas, aber auch der Thüringer Manufakturen Gera, Gotha, Limbach, Kloster Veilsdorf, Volkstedt und Wallendorf. Erstmals werden Porzellane der Meissener Manufaktur nach Pressglasvorlagen aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts vorgestellt. Bedeutende Schenkungen der letzten Jahre ergänzen die Präsentation. So wurde im Jahr 2015 eine 330 Positionen umfassende Sammlung an kostbaren frühen Meissener Porzellanen mit Hoeroldt-Malereien erworben. Vier Jahre später erhielt das Museum eine Kollektion von 36 außergewöhnlich detailliert bemalten Tellern der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin aus einem botanischen Service, das für Kaiserin Joséphine von Frankreich von Napoleon Bonaparte in Auftrag gegeben worden war.
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Sonderschau:
Sternensucher – Von der Himmelsscheibe bis zur Rosetta-Mission

Arche Nebra

Der Blick in den Sternenhimmel ist ein eindrucksvoller Moment, der die Menschen über Epochen und Kulturen hinweg verbindet. Mit der neuen Sonderschau "Sternensucher – Von der Himmelsscheibe bis zur Rosetta-Mission", die seit 3. Oktober 2020 zu sehen ist, richtet die Arche Nebra das Augenmerk auf die unendlichen Weiten des Weltalls und nimmt die Besucherinnen und Besucher mit auf eine spektakuläre Reise in die Geschichte der Astronomie. Getrieben von unstillbarem Wissensdurst, entwickelten die Menschen in den vergangenen knapp 4.000 Jahren immer neue Möglichkeiten, dem Universum Erkenntnisse zu abzuringen. Die Sonderschau widmet sich einigen dieser Sternstunden der Astronomie. Die ausgestellten Objekte sind dabei so vielfältig wie das Thema selbst: Originale und Repliken archäologischer Funde zeigen nicht nur die besondere Bedeutung der Sonne für die Menschen der Bronzezeit, sondern verdeutlichen auch die erstaunlichen Rechenkünste früher Hochkulturen. Historische astronomische Instrumente illustrieren den Erfindungsreichtum früher Astronomen auf der Jagd nach neuen Entdeckungen. In einer Animation wird dann ein besonderer Blick auf das erste internationale Forschungsprojekt der Menschheitsgeschichte geworfen – die Beobachtung des Venustransits in den Jahren 1761 und 1769. Zum Abschluss kann ein außergewöhnliches technisches Highlight präsentiert werden: ein 1:1-Modell der Landeeinheit "Philae" der Rosetta-Mission.
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Erlebnis Arche Nebra

Arche Nebra

Hier dreht sich alles um die Geschichte der Himmelsscheibe von Nebra. Auf gut 300m² enthüllt die außergewöhnlich gestaltete Präsentation in der Arche Nebra die Dimensionen dieses rätselhaften Fundes: Weitreichende Handelsbeziehungen, erstaunliche handwerkliche Fähigkeiten und faszinierende astronomische Kenntnisse lassen erahnen, wie hochentwickelt die Kulturen der Bronzezeit waren. Präsentiert wird all das mit Witz und Charme: Virtuelle Figuren, die durch die Vitrinen geistern, Filme, Comics und sogar ein Kasperltheater werden Sie für die Himmelsscheibe begeistern!

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