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Gewandhausorchester & David Robertson
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester David Robertson, Dirigent Benjamin Beilman, Violine Steffen Schleiermacher: Zerronnenes Licht für Orchester (Uraufführung, Auftragswerk des Gewandhausorchesters) Sergej Prokofjew: 1. Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 19 Maurice Ravel: Ma mère l'oye (Bearbeitung für Orchester) Paul Dukas: L'apprenti sorcier ("Der Zauberlehrling") MIT DER TÜR INS HAUS Im Mai 1985 führte Kurt Masur mit dem Gewandhausorchester mein Stück »Musik für Pauken und Orchester« auf , berichtet Steffen Schleiermacher. Wie es eigentlich dazu kam, weiß ich nicht mehr, schließlich war es nicht alltäglich, dass das Prüfungsstück eines Kompositionsstudenten vom Gewandhausorchester uraufgeführt wurde. Aus diesem ersten Zusammentreffen entwickelte sich ein langjähriges freundliches Miteinander. Das Stück »Zerronnenes Licht« – komponiert zum Gedenken an Masur – nimmt einige Elemente dieses 40 Jahre alten Stückes (etwas ironisch) wieder auf, zum Beispiel fällt die Pauke zu Beginn gleich »mit der Tür ins Haus«. MIT DEM BESEN INS BAD Die Blechbläser halten die Luft an, die Pauken sind gespannt und die Streicher etwas verstimmt ob des bläserseligen Paradestücks, das Kurt Masur so gerne und oft dirigiert hat. Dann hebt sich auch schon der Zauberstab und zeigt den Auftakt zur tönenden Parabel vom übermütigen Gesellen, der seinem Meister nacheifert, ohne die eigenen Grenzen zu kennen und die Folgen seines Tuns abschätzen zu können. Goethe steuerte die Ballade in freundschaftlichem Dichterwettstreit zu Schillers »Musen-Almanach für das Jahr 1798« bei. Zu jeder Zeit hallt sie wider aus den Wirrungen der Wissen- und Wirtschaft, der Politik und Poesie. Auch privat hat gewiss jeder schon einmal gestöhnt: Die ich rief, die Geister, werd ich nun nicht los! Und vielleicht zog Dukas dieses Fazit, als schon zu Lebzeiten sein gesamtes übriges Schaffen in den Fluten des unbeherrschbar erfolgreichen Zauberlehrlings versank. Genau 100 Jahre lag die Entstehung der Ballade zurück, als er die französische Übersetzung für sein Scherzo L’apprenti sorcier aufgriff. MIT DEM FAGOTT INS VERDERBEN Nach einer viel zu kurzen Viertelstunde ist der Spuk vorüber: In die Ecke! Besen, Besen, seid’s gewesen! befiehlt der Hexenmeister von seinem Pult, und schon wird das großspurige Thema kleinlaut, die magischen Fagotte verwandeln sich glucksend zurück in grobe Holzklötze mit störrischer Mechanik, und eine Solo-Bratsche seufzt etwas von der Moral der Geschicht’, bis mit energischer Geste Märchenbuch und Partitur wieder zugeschlagen werden. Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck
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Gewandhausorchester & Cristian Măcelaru
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Cristian Măcelaru, Dirigent Riccardo Terzo, Fagott Arvo Pärt: 3. Sinfonie Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Fagott und Orchester B-Dur KV 191 Peter Tschaikowski: 4. Sinfonie f-Moll op. 36 KLARE LINIE Das Fagott mischt mit – vom Barock bis zur Gegenwart. Es zeichnet Basslinien oder singt ohne jedes Helden-Gebaren im Tenor. Sein Ausdrucksspektrum reicht von ergreifender Melancholie bis zum urkomischen Spaßvogelstaccato. Es tritt solistisch auf – Tschaikowski beschenkt es besonders reich –, zieht jedoch sinfonische oder kammermusikalische Einbettung virtuosen Alleingängen vor, wiewohl ihm allein Vivaldi über 30 Konzerte widmete. Mozarts Schüler Hummel, der bläserbeglückende Weber sowie Stamitz, Rosetti, Berwald, Ferdinand David und viele mehr trugen zum konzertanten Fagottrepertoire bei. Doch selbst das bekannteste dieser Werke, das Fagottkonzert des 18-jährigen Mozart, ist nur viermal mit dem Gewandhausorchester erklungen: gleich 1805, dann 1908 unter Nikisch mit Koussevitzky als Kontrabass-Solist, 1981 in der Kongresshalle dank Masurs Mozart- Zyklus und vor 20 Jahren ein erstes und letztes Mal im Neuen Gewandhaus. LEBENSLINIE Mozart-Bewunderer Tschaikowski war Intimfreund des Fagotts und legt dem Instrument auch in der 4. Sinfonie unwiderstehliche Liebesbeweise zu Füßen. Pate standen neben Mozart vornehmlich Mendelssohn und Schumann sowie Beethoven, dessen Schicksalssinfonie Tschaikowski als Vorbild seiner Vierten auswies. Er war so zufrieden mit dem Werk, dass er lange vor einer Fünften zurückschreckte – aus Sorge, nicht wieder dieses Niveau zu erreichen. Keine einzige Note fände sich in seiner 4. Sinfonie, die nicht tief empfunden und Widerhall innerster Regungen sei. SCHLANKE LINIE Pärts drittes Werk, das den Titel »Sinfonie« trägt, ist zugleich eines der ersten, mit denen er sein Schweigen brach und den neuen Stil erprobte. Weit gespannte Bläsermelodien, farblich fein abgemischt,ranken durch den 20-Minüter. Selbst wo das Orchester geschlossen auftritt, bestimmen Linien das Geschehen. Altes prägt zwar modellhaft Satzmuster und Klanglichkeit, doch das Tamtam wühlt den Wohlklang furchteinflößend auf, die Pauke poltert als Antipode der funkelnden Celesta, und im tiefen Blech rumort Strawinsky. Im zeitübergreifenden Zug sah Pärt die größte Errungenschaft seiner 3. Sinfonie, die am 21. September 1972 in Tallinn unter Widmungsträger Neeme Järvi erstmals erklang: Immer zahlreichere Zellen breiten sich aus, berühren und vereinen sich. Auch der harmonische Verlauf entwickelt sich aus kurzen Kadenzen. Daraus erwächst die polyphone Komplexität. Es war mir gelungen, eine Brücke zwischen einem Gestern, das mehrere Jahrhunderte alt ist, und dem Heute zu schlagen. Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck
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Gewandhausorchester & Santtu-Matias Rouvali
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Santtu-Matias Rouvali, Dirigent Frank Dupree, Klavier Nikolai Kapustin: 4. Konzert für Klavier und Orchester op. 56 Dmitri Schostakowitsch: 5. Sinfonie d-Moll op. 47 VOM JAZZ BEFLÜGELT Nikolai Kapustin, 31 Jahre jünger als Schostakowitsch, verbrachte sein Leben ab dem Studium in Moskau. Noch während er das Konservatorium absolvierte, entdeckte er den Jazz für sich, spielte und arrangierte für Big Bands, trat aber auch mit Sinfonieorchestern auf und begriff sich als Komponist im strengen, traditionellen Sinn. Seine Klangsprache ist wild und frei wie der Jazz – und geht doch perfekt in klassischen Formen auf. Höchster satztechnischer Anspruch, geschult an Bach und Beethoven, verbindet sich mit dem Geist der Improvisation. Akribisch notiert und präzise konstruiert ist seine Musik, und doch meint man, sie entstünde im Moment, in scheinbar spontaner Perfektion. Manchmal wünschte ich, ich könnte meine Vergangenheit neu schreiben und sie perfektionieren wie die Musik, die ich komponiere , sagte der Außenseiter, der am Liebsten zurückgezogen an Partituren tüftelte. Doch unser Leben ist Improvisation, immer spontan, immer im Moment und immer frei. NERVEN WIE BASSSAITEN Rhythmisch, harmonisch und pianistisch sind seine Werke höchst anspruchsvoll und fordern Solisten, die wie Kapustin klassisch ausgebildete Virtuosen und versierte Jazzer zugleich sind. Das vierte seiner sechs Klavierkonzerte aus dem Jahr 1989 rauscht ohne Unterbrechung Perkussions-befeuert dahin, halsbrecherisch energiegeladen, mit Spielfreude und Abenteuerlust. VIEL SCHEIN UND NOCH MEHR SEIN Schostakowitsch, der Alleskönner, schüttelte bei Gelegenheit auch Jazz aus dem Ärmel, war aber Stratege genug, nicht alles auf diese Karte zu setzen und den Flirt rasch wieder zu beenden, als es politisch nicht mehr opportun war. Die 5. Sinfonie aus Kapustins Geburtsjahr 1937 diente sich dem Stalin-Regime als gehorsamer Kniefall des abtrünnigen, scharf kritisierten Künstlers an. Nach der vernichtenden Kampagne gegen seine Lady Macbeth hatte Schostakowitsch die 4. Sinfonie vor der Uraufführung zurückgezogen, komponierte innerhalb kürzester Zeit um sein Leben die kurskorrigierende Fünfte und präsentierte sie der Öffentlichkeit als Werden einer Persönlichkeit, die durch Prüfungen gegangen ist . Die ersten Aufführungen ernteten tosenden Beifall, und die staatlich gelenkte Presse zeigte sich hocherfreut, dass der gemaßregelte Künstler wieder auf den rechten Weg zurückgefunden habe. Doch unter dramatischen Bedingungen ist ihm ein Werk gelungen, das akute Zwecke weit hinter sich lässt und über dessen Größe, Gehalt und Überwältigungspotenzial man nur staunen kann. Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck
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Gewandhausorchester & Ivan Repušić
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Ivan Repušić, Dirigent Alexander Malofeev, Klavier Modest Mussorgski: Eine Nacht auf dem kahlen Berge (Bearbeitung von Nikolai Rimski-Korsakow) Peter Tschaikowski: 1. Konzert für Klavier und Orchester b-Moll op. 23 Béla Bartók: Konzert für Orchester Sz 116 SCHAUERMÄRCHEN MIT HAPPY END Euphorisch berichtet der 28-jährige Modest Mussorgski dem fünf Jahre jüngeren Freund Nikolai Rimski-Korsakow von der Vollendung seines ersten großen Orchesterwerks: Am 23. Juni [1867], dem Vorabend des Johannistages, wurde mit Gottes Hilfe die »Johannisnacht auf dem Kahlen Berge« beendet – ein musikalisches Bild folgenden Inhalts: 1. Versammlung der Hexen, ihr Klatsch und Tratsch, 2. Der Zug des Satans, 3. Heidnische Verherrlichung des Satans und 4. Hexensabbat. Die Partitur ist ohne Skizzen direkt ins Reine geschrieben und Mili Balakirew zugeeignet. Ausgerechnet der vorgesehene Widmungsträger, Mussorgskis Mentor, reagierte mit Ablehnung. Rimski-Korsakow hingegen wurde nach Mussorgskis frühem Tod zum Retter. Seine Bearbeitung verhalf der Tondichtung zum Durchbruch, griff jedoch tief in die Werksubstanz ein. Von Mussorgskis Wurf blieb weder Form noch Instrumentierung, weder Tonartenfolge noch Dramaturgie. Harmonische Härten wurden ausgebügelt, mit denen Mussorgski bewusst provoziert hatte: Dafür würde man mich aus dem Konservatorium jagen! Erhalten blieb, worauf Mussorgski besonders stolz gewesen war: feuriger Charakter ohne Längen. TASTENDONNER MIT SONNIGEN AUSSICHTEN Tschaikowskis 1. Klavierkonzert – heute eines der beliebtesten Klavierkonzerte überhaupt – traf ein ähnliches Schicksal. Nachdem es innerhalb weniger November- und Dezemberwochen des Jahres 1874 komponiert und in den Folgemonaten instrumentiert worden war, machte niederschmetternde Kritik von unerwarteter Seite die Freude des Komponisten über seinen Geniestreich zunichte. Wieder kam sie vom vorgesehenen Widmungsträger, hier dem Pianisten und Leiter des Moskauer Konservatoriums Nikolai Rubinstein. Der Solopart sei unspielbar, etliche Passagen abgedroschen und ungeschickt, die Musik insgesamt trivial. Tatsächlich beruhen viele der einprägsamen Themen auf Volksliedern und trugen letztlich zum Erfolg bei. Entscheidend war wiederum ein Retter: Tschaikowski erkor Hans von Bülow zum neuen Widmungsträger, der die Komposition im Zuge seiner unmittelbar bevorstehenden Amerika-Tournee in Boston – 70 Jahre später Premierenschauplatz von Bartóks Konzert für Orchester – zur Uraufführung brachte. Umjubelte Darbietungen in den USA und Europa folgten. Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann
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Großes Concert zur Eröffnung des Beethoven-Jahres
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Chor der Oper Leipzig GewandhausChor GewandhausKinderchor Andris Nelsons, Dirigent Christiane Karg, Sopran Gerhild Romberger, Alt Klaus Florian Vogt, Tenor Alexander Roslavets, Bass Ludwig van Beethoven: 9. Sinfonie d-Moll op. 125 HORIZONTERWEITERND Epochal ist diese Sinfonie: Ein Werk, das die Welt erobert, bewegt – und vielleicht verändert. Beethovens Neunte bündelt die Errungenschaften seiner Sinfonik und weitet den Horizont in die Tiefe der Tradition und in die Breite musikalischer Phänomene seiner Gegenwart. Zugleich weist sie visionär in die Zukunft. Kein Weg führt fortan für Komponisten an diesem Schlüsselwerk vorbei. Mendelssohn, Brahms, Strauss, Mahler – alle haben Beethovens Neunter die Reverenz erwiesen. Sie stand Modell – etwa für Wagners Musikdrama – und provozierte Gegenpositionen, darunter Berlioz’ Symphonie fantastique . ALLUMFASSEND Die Neunte beginnt beim musikalischen Ur-Ereignis leerer Quinten und Oktaven um den Stimmton a. Ihr Scherzo an zweiter Stelle strotzt vor rhythmischer Vitalität, und der 3. Satz, ein inniges Adagio, beschwört instrumental das Ideal der Harmonie und des Gesangs, lange bevor sich menschliche Stimmen im Schlusssatz zu Wort melden. Der finale Freudentaumel vereint ideell »alle Menschen« – und musikalisch alle Gattungen: Rezitativ und Arie, Fuge und Marsch, Solo, Ensemble und Chor. Selbst das Instrumentarium ist umfassend vertreten: Von der höchsten Lage der Piccoloflöte bis in die Abgründe von Kontrafagott und Großer Trommel. VISIONÄR Vor 200 Jahren erklang die Neunte erstmals im Gewandhaus – als Teil einer zyklischen Darbietung aller Sinfonien Beethovens. Kurz zuvor hatte das Werk in Wien seine Uraufführung erlebt. Mehr als 100 Jahre alt ist die in Leipzig begründete Tradition, die Neunte zu Silvester aufzuführen. Doch die Sinfonie will allzeit neu gehört und neu interpretiert werden. Jeder Generation, jeder persönlichen Situation und jeder Weltlage hat sie Bedeutsames mitzuteilen. Unvermindert entsendet das Wunderwerk auch an der Schwelle zu Beethovens 200. Todesjahr seine fulminanten Freudentöne, seinen Zauber und seine verbindende Botschaft. Bezwingende Harmonie dringt in die dissonante Welt, vereinte Instrumental- und Vokalstimmen singen gegen Spaltung, Zerstörung und Vernichtung an. Das fatale Crescendo von Konflikt, Krise und Krieg, von Klimawandel und Katastrophen wird durch das geheimnisvolle Pianissimo zu Beginn unterbrochen. Die Musik schwört ein aufs Staunen und überwältigt mit Klängen und Ideen, die über unseren beschränkten Horizont und über das Sternenzelt hinausweisen. Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann
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Gewandhausorchester & Rudolf Buchbinder
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Fabio Luisi, Dirigent Rudolf Buchbinder, Klavier Carl Maria von Weber: Ouvertüre zur Oper "Oberon" J 306 Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester B-Dur KV 595 Richard Straus: Ein Heldenleben – Tondichtung für großes Orchester op. 40 SACHSENDERBY: ELBFLORENZ & K LEINPARIS Im jahrhundertealten Wettstreit der sächsischen Musikmetropolen um die bedeutendsten Meister der Tonkunst werden Weber und Strauss meist Elbflorenz zugeschlagen. Dabei kann auch Kleinparis mit deren Besuchen und frühen Darbietungen ihrer Werke punkten. Oberon etwa, die Feenoper auf ein »romantisches Heldengedicht« Christoph Martin Wielands, gelangte vor genau 200 Jahren, am 23. Dezember 1826, in Leipzig zur deutschen Erstaufführung. Da lebte freilich der Dresdner Hofkapellmeister bereits nicht mehr: Seine angeschlagene Gesundheit verzieh ihm die Strapazen der Reise zur Premiere nach London nicht. GEMISCHTES DOPPEL: OBERON & TITANIA VS. RICHARD & PAULINE Elfenkönig Oberon und seine streitlustige Gattin Titania machen den Zauberhorn-bewehrten Hüon und dessen Klarinetten-Liebschaft zum Spielball ihres Zwists, was die Ouvertüre mit herrlichen Bläser-Soli und hinreißenden Melodien spoilert. Gleich acht Hörner huldigen dem Helden des Heldenleben – Alter Ego seines Schöpfers Strauss, der als Sohn eines bedeutenden Hornisten innige Liebe zu diesem Instrument hegte. Gemahlin Pauline, der eine Solo-Violine kapriziöse Züge verleiht, steht im Kampf gegen beckmesserische Widersacher bei. Die Siegesfeier gibt Anlass zur großen Richard-Retrospektive: »Des Helden Friedenswerke« zitieren sein bisheriges Schaffen herbei. Auch Strauss hatte Leipzig übrigens mit seiner f-Moll-Sinfonie längst erobert, als Ernst von Schuch 1899 in Dresden mit dem Heldenleben die goldene StraussÄra einläutete, die in Uraufführungen von Feuersnot, Salome, Elektra und Rosenkavalier gipfelte. KEIN AUSWÄRTSERFOLG: WINTERWEHMUT & FRÜHLINGSSEHNEN Für Mozart waren Dresden und Leipzig 1789 nur Durchgangsstationen auf dem Weg zum Preußischen Hof in Berlin. Er besuchte Gesellschaften und Sehenswürdigkeiten, knüpfte Kontakte, bestritt musikalische Wettkämpfe und gab ein Gewandhaus- Konzert – ohne nennenswerte Einnahmen oder attraktive Aufträge zu verbuchen. Kurz vor seinem 35. Geburtstag im Januar 1791 trug Mozart sein sanftmütig-tiefgründiges letztes Klavierkonzert ins Werkverzeichnis ein. Ob er das innige, bläserselige, äußerer Brillanz entsagende Konzert je öffentlich spielte, ist unklar. Wenige Tage nach der Vollendung entsprang dem Thema des Finalsatzes das Lied Sehnsucht nach dem Frühling . Der winterliche Kinderwunsch: Komm, lieber Mai, und mache die Bäume wieder grün offenbart mit Mozarts Musik in träumerisch verspielter Leichtigkeit ein unstillbares, existenzielles Bedürfnis. Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck
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Gewandhausorchester & Marek Janowski
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Marek Janowski, Dirigent Michael Schönheit, Orgel Gabriel Fauré: Suite aus der Bühnenmusik zu "Pelléas et Mélisande" op. 80 Francis Poulenc: Konzert für Orgel, Streichorchester und Pauken g-Moll FP 93 Robert Schumann: 3. Sinfonie Es-Dur op. 97 ("Rheinische") Zwischen Schweigen und Jubel Gabriel Faurés Suite zu »Pelléas et Mélisande« eröffnet den Abend mit schimmernden, fast schwebenden Klangbildern voller Geheimnisse, Zwischentönen und leiser Melancholie. Die Musik entstand ursprünglich für ein Schauspiel nach Maurice Maeterlinck, dessen Figuren oft mehr verschweigen als aussprechen. Auch Francis Poulencs Orgelkonzert lebt von starken Stimmungen und überraschenden Wendungen. Nach dem Tod eines engen Freundes wandte sich Poulenc wieder stärker geistlichen Themen zu und schuf eine Hommage an die großen religiösen Orgelwerke der Barockzeit. Gemeinsam mit Gewandhausorganist Michael Schönheit bringen Marek Janowski und das Gewandhausorchester diese vielschichtige Musik zum Leuchten. Schumanns euphorische »Rheinische« Sinfonie knüpft daran an: Inspiriert von seiner neuen Heimat Düsseldorf schrieb er eine Musik voller Aufbruch und Lebensfreude. Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck, um 10.15 Uhr am 6. Dez
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Gewandhausorchester & Marek Janowski
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Marek Janowski, Dirigent Anton Bruckner: 8. Sinfonie c-Moll WAB 108 (2. Fassung von 1890, neu herausgegeben von Paul Hawkshaw) MUT UND WANDEL Bruckners 8. Sinfonie bekommt eine neue Wendung: Aus gesundheitlichen Gründen muss Ehrendirigent Herbert Blomstedt die Großen Concerte am 17., 18. und 20. September 2026 leider absagen. Für ihn übernimmt Marek Janowski das Pult des Gewandhausorchesters. Seine Einspielung ebendieser 8. Sinfonie mit dem Orchestre de la Suisse Romande wurde von der Kritik als Meilenstein der Bruckner-Interpretation gefeiert. Nun bringt er die zweite Fassung von 1888/1890 in der Edition Leopold Nowaks nach Leipzig – jene Fassung, die erst entstand, nachdem der Münchner Kapellmeister Hermann Levi 1887 die Uraufführung der Urfassung verweigerte und Bruckner zur Überarbeitung riet. Aus Zweifel wurde Größe: Von einem einzigen gehaltenen Ton wächst die Sinfonie zu einem der gewaltigsten Sätze der sinfonischen Literatur heran. Erleben Sie Bruckners Achte Sinfonie mit dem Gewandhausorchester – ein Höhepunkt der Großen Concerte 2026/2027. Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck
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ConFusion - Klassik trifft Club
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Andris Nelsons, Dirigent Antonín Dvořák: 9. Sinfonie e-Moll op. 95 ("Aus der Neuen Welt") Manche Dinge im Leben haben ihre Regeln – Ananas kommt nicht auf die Pizza, klassische Konzerte sind steif und richtig tanzen geht nur im Club. Oder? Bei der DanceConfusion geht der Abend nach einem intensiven Konzerterlebnis im Großen Saal noch weiter – mit der Live Electronic Band Karakum im Foyer. Euer Ticket berechtigt euch zum Weitertanzen im Hauptfoyer! Der Abend beginnt im Großen Saal – mit Dvoraks 9. Sinfonie gespielt vom Gewandhausorchester und der Leitung von Andris Nelsons. Und danach? Erwartet euch die Neue Welt im Foyer. Euer Ticket berechtigt zum Weitertanzen im Hauptfoyer!
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Gewandhausorchester & Andris Nelsons
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Andris Nelsons, Dirigent Ethel Smyth: Ouvertüre und Vorspiel zum 2. Akt ("On the Cliffs of Cornwall") aus der Oper "The Wreckers" Peter Tschaikowski: Fantasie-Ouvertüre "Romeo und Julia" Antonín Dvořák: 9. Sinfonie e-Moll op. 95 ("Aus der Neuen Welt") Veranstaltung: Gewandhausorchester & Andris Nelsons Gewandhausorchester, Andris Nelsons Dirigent Ethel Smyth — Ouvertüre und Vorspiel zum 2. Akt ("On the Cliffs of Cornwall") aus der Oper "The Wreckers" Peter Tschaikowski — Fantasie-Ouvertüre "Romeo und Julia" Pause Antonín Dvořák — 9. Sinfonie e-Moll op. 95 ("Aus der Neuen Welt") Kurz Reinhören! Smyth »On the Cliffs of Cornwall« Kurz Reinhören! Tschaikowski »Romeo und Julia« Kurz Reinhören! Dvořák »9. Sinfonie« Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck Preise: 89/68/54/40/25/6 EUR Flexpreise: 98/75/59/44/28/7 EUR Ermäßigung für Berechtigte Abos: VARIO, Serie I Präsentiert von (Link öffnet einen neuen Tab) Veranstalter: Gewandhaus zu Leipzig Heiter bis wolkig Von friedlich bis düster wechseln die Lichtstimmungen: Geheimnisvoll und ein Aufbrausen vorausahnend beginnt Ethel Smyths Vorspiel zum zweiten Akt ihrer Oper »The Wreckers«. Lautmalerisch peitscht der Wind die Wellen vor der Küste auf, um über die Klippen der südwestlichen Spitze Englands zu entschwinden. Gleich darauf verdichtet sich bei Tschaikowski alles zu einer der bekanntesten Liebesgeschichten. In der Fantasie-Ouvertüre »Romeo und Julia« stehen zarte, weit gespannte Melodien neben plötzlichen Ausbrüchen und scharf gezeichneten Konflikten. Auch Antonín Dvořák erzählt in seiner 9. Sinfonie von Sehnsucht und Fremdheit, Heimat und Ferne zugleich. Vertraute, fast liedhafte Themen treffen auf neue Klangfarben, Rhythmen und Weite – inspiriert durch seine Ankunft in der »Neuen Welt« oder doch unverkennbar böhmisch? Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck
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Gewandhausorchester & Andris Nelsons
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Andris Nelsons, Dirigent Augustin Hadelich, Violine Felix Mendelssohn Bartholdy: 6. Sinfonie C-Dur MWV N 19 – 1. und 2. Satz, vervollständigt von Luukas Hiltunen (Deutsche Erstaufführung, Auftragswerk des Gewandhausorchesters) Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64 MWV O 14 Robert Schumann: 4. Sinfonie d-Moll op. 120 Was für ein Konzertprogramm: ein Violinkonzert mit dem Weltstar Augustin Hadelich sowie eine halbe und eine ganze Sinfonie! Das 1845 mit dem Gewandhausorchester in Leipzig uraufgeführte Konzert für Violine und Orchester von Felix Mendelssohn Bartholdy perlt mit seinen wunderschönen Läufen und ineinander übergehenden Sätzen nur so vor sich hin. Auch Schumanns 4. Sinfonie strömt über die Satzgrenzen hinweg, sodass sich alle vier Sätze zu einem einzigen sinfonischen Fluss vereinen. Aufhorchen lassen sollte uns die deutsche Erstaufführung der vom finnischen Komponisten Luukas Hiltunen vervollständigten Fragmente des ersten und zweiten Satzes der 6. Sinfonie von Mendelssohn, die dieser noch in seinem Todesjahr 1847 in Leipzig konzipierte. Das Konzert ist einer der Höhepunkte der diesjährigen Mendelssohn-Festtage, die im Zeichen des Jahres der jüdischen Kultur in Sachsen stehen. Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck
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Gewandhausorchester & Andris Nelsons
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Andris Nelsons, Dirigent Gautier Capuçon, Violoncello Antonín Dvořák: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104 Johannes Brahms: 1. Sinfonie c-Moll op. 68 Gautier Capuçon lässt sein Cello in Antonín Dvořáks Cellokonzert mit menschlicher Stimme erzählen: Mal zart und sehnsüchtig, mal kraftvoll und spielerisch. Das Orchester begleitet wie ein farbenreiches Bühnenbild, das jede Wendung des Soloinstruments lebendig macht. Im warmen Streicherklang und Anklängen an böhmische Volksmusik findet auch die Sehnsucht Dvořáks nach seiner Heimat während der Entstehungszeit in Amerika Eingang in diese Musik. »Warum habe ich nicht gewusst, dass man ein Cellokonzert wie dieses schreiben kann? Hätte ich es gewusst, hätte ich schon vor langer Zeit eines geschrieben!«, bewunderte Johannes Brahms dieses Werk. Aber auch seine 1. Sinfonie kann sich hören lassen: Dichte Streicher, kraftvolle Bläser und markante Pauken entfalten eine dramatische Spannung, die mitreißend zwischen strenger Form und emotionalem Reichtum balanciert. Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck
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Gewandhausorchester & HK Gruber
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester MDR-Rundfunkchor, Mädchen und Männer von Mahagonny HK Gruber, Dirigent Wallis Giunta, Mezzosopran (Leokadja Begbick) Michael Laurenz, Tenor (Fatty) Florian Boesch, Bariton (Dreieinigkeitsmoses) Lauren Michelle, Sopran (Jenny Hill) Mirko Roschkowski, Tenor (Jim Mahoney) Philipp Kapeller, Tenor (Jakob Schmidt) Markus Butter, Bariton (Bill) Tilmann Rönnebeck, Bass (Joe) Gideon Poppe, Tenor (Toby Higgins) Kurt Weill — Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny – Oper in drei Akten auf einen Text von Bertolt Brecht (Konzertante Aufführung) Alle Publikationen des Librettos, die von Bertolt Brecht und seinen Buchverlagen autorisiert wurden, führen Elisabeth Hauptmann, Caspar Neher und Kurt Weill als Co-Autoren an. Fast 100 Jahre nach der Premiere der Brecht-Weill-Oper »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« in Leipzig ist das Uraufführungsorchester nun mit zwei konzertanten Aufführungen eines der größten Skandalstücke der Weimarer Republik zu erleben. Als »unverhohlen übelste kommunistische Propaganda« wurde die Oper kurz nach ihrer Uraufführung 1930 in Leipzig verschrien, nachdem Anhänger der NSDAP mit einer geplanten Störaktion für Tumulte sorgten, die die Fortführung der Vorstellung fast unmöglich machten. Den »Alabama Song« daraus (»Oh, moon of Alabama, we now must say good-bye ...«) kennt jeder, und sei es in der Coverversion von »The Doors«. Gefördert durch die New Yorker Kurt Weill Foundation for Music ist dieses Konzert sicherlich ein absolutes Highlight der Saison und führt zudem den »Tacheles«-Schwerpunkt zum Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026 fort. Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck Die Aufführungen werden ermöglicht durch die großzügige Unterstützung der Kurt Weill Foundation for Music, New York.
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Gewandhausorchester & Daniel Barenboim
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Daniel Barenboim, Dirigent Felix Mendelssohn Bartholdy: 4. Sinfonie A-Dur MWV N 16 ("Italienische") Ludwig van Beethoven: 7. Sinfonie A-Dur op. 92 Mendelssohn schrieb seine »Italienische« 1830 als junger Mann unter dem Eindruck seiner Südreise. Ein Werk, das die Wärme des Mittelmeers, den Übermut römischer Karnevalsnächte und das Leuchten einer Welt voller Schönheit in Musik verwandelt. Wer könnte das authentischer dirigieren als Daniel Barenboim, der mit Mendelssohn eine besondere Verbindung teilt: Als jüdischer Künstler steht er in direkter Nachfolge eines Komponisten, dem das Gewandhaus zur zweiten Heimat wurde. Nach der Pause erklingt Beethovens Siebte. Die Sinfonie, die Richard Wagner einmal als »Apotheose des Tanzes« bezeichnete, ist ein rhythmisches Naturereignis, das über vier Sätze hinweg einen eigenständigen Spannungsbogen erzeugt. Zusammen bieten die beiden Werke einen Einblick in unterschiedliche Herangehensweisen an Form, Dynamik und Orchestrierung im frühen 19. Jahrhundert, vom heiteren, klar gegliederten Klang Mendelssohns bis zur kraftvollen, treibenden Energie Beethovens. Konzerteinführung mit Niklas Schächner um 18.45 Uhr - Schumann-Eck
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Gewandhausorchester & Tugan Sokhiev
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Tugan Sokhiev, Dirigent Nikolaj Szeps-Znaider, Violine Jean Sibelius: Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47 César Franck: Sinfonie d-Moll Sibelius’ Violinkonzert entstand in einer Phase persönlicher Unsicherheit und zeichnet sich durch dichte motivische Arbeit sowie präzise instrumentale Dialoge aus. Die Solovioline wird in jedem Satz vor neue technische und expressive Herausforderungen gestellt und tritt mit den orchestralen Strukturen in Beziehung, die mit dramatischen Spannungsbögen eine bisweilen filmische Wirkung entfalten. Der Solist Nikolaj Szeps-Znaider zeichnet sich dabei durch seinen bemerkenswerten Umgang mit der Balance zwischen Detail und dramatischem Bogen aus. Francks Sinfonie wiederum spannt ein organisches Motivnetz über vier Sätze hinweg, in dem Themen wieder aufgegriffen, verdichtet und transformiert werden. Beide Werke teilen die Tonart d-Moll als tragenden Rahmen. Sie erkunden darin mit packender Wucht und musikalischem Sog Konflikt, innere Spannung und den Weg zu Auflösung. Konzerteinführung mit Niklas Schächner um 18.45 Uhr - Schumann-Eck
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Gewandhausorchester & Semyon Bychkov
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Semyon Bychkov, Dirigent Midori, Violine Renaud Capuçon, Violine Bedřich Smetana: Die Moldau - 2. Sinfonische Dichtung aus dem Zyklus "Mein Vaterland" Detlev Glanert: Konzert für zwei Violinen und Orchester (Uraufführung, Auftragswerk des Gewandhausorchesters und des Bruckner Orchesters Linz) Modest Mussorgski: Bilder einer Ausstellung (Bearbeitung für Orchester von Maurice Ravel) In Bedřich Smetanas Werk »Die Moldau« wird der Verlauf des Flusses durch Böhmen zur musikalischen Gestaltungsidee. Smetana nutzt Themen, Motive und Orchesterfarben, um Landschaften, Wasserbewegungen, die Natur und menschliche Aktivitäten hörbar zu machen. Ein ähnliches Prinzip verfolgt Modest Mussorgski in seinem Zyklus »Bilder einer Ausstellung«. Hier wird eine Sammlung von Bildern eines verstorbenen Künstlers musikalisch nachgezeichnet. Jedes Stück repräsentiert ein bestimmtes Bild, eine bestimmte Stimmung oder Szene. Die immer wiederkehrende musikalische Promenade, die den Hörer von Bild zu Bild führt, bindet die Stücke zu einem Ganzen. Beide Werke sind klassische Beispiele für Programmmusik mit außermusikalischem Bezug. Ob das auch auf das Uraufführungswerk des zeitgenössischen Komponisten Detlev Glanert zutrifft? Konzerteinführung mit Ann-Katrin Zimmermann um 18.45 Uhr - Schumann-Eck
Konzerte
| Konzert
Gloria
MDR Klassik
MDR-Rundfunkchor MDR-Sinfonieorchester Josep Vila i Casañas | Dirigent Samantha Gaul | Sopran Xavier Montsalvatge: Calidoscopi simfònic Op.61 Francis Poulenc: Gloria für Sopran, gemischten Chor und Orchester FP 177 Giuseppe Verdi: Quattro pezzi sacri (Vier geistliche Stücke) Das virtuose, humorvolle »Sinfonische Kaleidoskop« des Katalanen Montsalvatge setzt perfekt den Ton für diesen Morgen, denn auch in Poulencs Gloria gehen Erhabenheit und Humor Hand in Hand. Der spielerische und ausgelassene Charakter missfiel bei der Uraufführung, schließlich vertonte Poulenc einen liturgischen Text. Dagegen atmen Verdis Quattro pezzi sacri den Geist der Andacht und des Glaubens. Tauchen Sie ein in berührende Melodien eines musikalischen Gebets. 56€ | 50€ | 43€ | 35€ | 23€ Kinder, Azubis und Studierende 9 €
Konzerte
| Kammerkonzert
Die Geschichte vom Soldaten
MDR Klassik
Mitglieder des MDR-Sinfonieorchesters Johannes Winkler | Sprecher Igor Strawinsky: Histoire du Soldat (Geschichte vom Soldaten) StWV 29 Die Geschichte vom Soldaten stellt den bekannten Topos des Teufelspaktes in den Mittelpunkt. Strawinsky überführt die Handlung von Verlockung, Abenteuer und moralischer Prüfung aus der ursprünglichen Märchenvorlage in ein philosophisches Bühnenwerk, das mit Anklängen an Jazz, Ragtime und Volkstänzen einen spannungsreichen musikalischen Bogen schafft. Der Kampf zwischen Gut und Böse, die Versuchung durch Macht und Geld machen das Werk auch heute zu einem zeitlosen Märchen. 25 € Kinder, Azubis und Studierende 9 €
Konzerte
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