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Gewandhaus zu Leipzig
Leipzig, Augustusplatz 8
- Eröffnung der 246. Saison : Gewandhausorchester & Andris Nelsons
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- Das Gewandhausorchester: Von der Kapelle zur Weltmarke.
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Jugend überrascht!
Wittenberger Renaissance Musikfestival
Praetorius Consort Wittenberg & Gäste aus der Lutherstadt und Umgebung Überraschung, Überraschung: Das 21. Wittenberger Renaissance Musikfestival präsentiert mit »Jugend überrascht!« nicht nur ein neues Format, sondern gleich auch eine neue Patronanz: Christian Tylsch, Landrat des Landkreises Wittenberg, hat die Schirmherrschaft für das komplette Abschlusswochenende des Festivals übernommen. »Wittenberg singt« heißt es natürlich auch in diesem Jahr wieder – doch war in den zwei vorangegangenen Wittenberger Sängerfesten der Andrang so groß gewesen, dass das Programm nunmehr auf zwei Abende verteilt wird. Somit kann das Praetorius Consort Wittenberg als Gastgeber in der Schlosskirche sowohl Chöre als auch Instrumentalensembles begrüßen – das von Victor Bolgov geführte, rund 20-köpfige Akkordeon-Ensemble der Kreismusikschule Wittenberg sei zuerst genannt, denn das Akkordeon ist 2026 Instrument des Jahres. Klar, dass somit auch Tangos von Astor Piazzolla auf dem Programm stehen. Das Gymnasium Leucorea kommt mit seiner Big Band unter der Leitung von Michael Ketelaar – nicht weniger als etwa 60 Schülerinnen und Schüler spielen mit! Auch das virtuose Doppelkonzert für zwei Violinen a-Moll, Nummer acht in der Sammlung »L’Estro Armonico« von Antonio Vivaldi, erklingt: Johanna Ulbrich und Marlene Pfeifer spielen die Solopartien. Sie gehören der Violinklasse von Marin Marinov an der Kreismusikschule Wittenberg an. »Renaissance küsst Tango« heißt es auch an diesem vorletzten Konzertabend des Festivals – und alle Mitwirkenden schöpfen aus der Vielfalt, die der Festivaltitel bietet: der Kinderchor der Grundschule Bergwitz, Gesangssolistinnen und -solisten der Kreismusikschule Wittenberg und das Praetorius Consort mit eigenen Arrangements, in denen sich populäre Soundtracks mit Renaissancehits verbinden. Und das Beste: Der Eintritt ist frei! Interessiert? Anmeldungen für Mitwirkende sind per E-Mail bis 31. August 2026 möglich. Eintritt frei, Kollekte erbeten
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Wittenberg singt | Chortreffen
Wittenberger Renaissance Musikfestival
Chöre aus der Lutherstadt und Umgebung lautten compagney BERLIN Wittenberger Hofkapelle Auch beim 21. Wittenberger Renaissance Musikfestival darf das Chortreffen nicht fehlen! Nach den überwältigenden Erfolgen dieses Gemeinsinn stiftenden neuen Formats treffen sich auch dieses Jahr wieder Hunderte Sängerinnen und Sänger beim Sängerfest in der Schlosskirche. Eingeladen sind wiederum alle Chöre der Lutherstadt, die mit ihrer Sangesfreude und ihren musikalischen Beiträgen unter der Überschrift »Geh aus, mein Herz« dabei sein wollen. Das Programm rund um das Festivalthema »Renaissance küsst Tango« ist frei wählbar, sollte aber nach Möglichkeit eine Brücke zwischen den Musikstilen der Renaissance und der Gegenwart schlagen. Melodien von John Dowland – die Musikwelt würdigt in diesem Jahr seinen 400. Todestag – dürfen gern vorkommen. Und: Am 27. Mai 1676 starb Paul Gerhardt, der bedeutendste Kirchenlieddichter nach Martin Luther. Etliche seiner Texte, vertont beispielsweise von Johann Crüger, Johann Ebeling und Johann Sebastian Bach, finden sich im Evangelischen Gesangbuch. Auch im musikalischen Gedächtnis der Glaubenden gehören Lieder wie »Ich steh an deiner Krippen hier«, »Du meine Seele, singe« und »Die güldne Sonne« fest eingeschrieben. Die sprachliche Schönheit, Schlichtheit und Natürlichkeit seiner Dichtungen haben den Liederdichter Paul Gerhardt und sein Gottvertrauen unsterblich gemacht – und wo ließe sich seiner anlässlich des 350. Todestages besser gedenken als in Wittenberg, wo er Theologie studierte und fast 14 Jahre lebte? Ob Schul- oder Kirchenchor, Frauen- oder Männerensemble: Bei »Wittenberg singt« sind alle willkommen. Bereits zugesagt haben die Wittenberger Kantorei, die die Sängerinnen und Sänger der Stadtkirchengemeinde vereint, die Schola Cantorum Adam Rener, der liturgische Kammerchor der Schlosskirche, ebenso der Gospelchor der Schlosskirche, das Vokalensemble Torgau und der Volkschor Reinsdorf sowie – Luxus pur! – die lautten compagney BERLIN, deren Musikerinnen und Musiker die Chöre auch in diesem Jahr gemeinsam mit der Wittenberger Hofkapelle begleiten. In den Nachmittagsproben werden ein gemeinsames Eröffnungs- und ein Finalstück vorbereitet. Und wenn dann im festlichen Abendkonzert ganz »Wittenberg singt«, die teilnehmenden Chöre ihre stilistische Vielfalt zwischen Renaissance- und Kirchenlied, lateinamerikanischem Temperament, Gospel und Pop präsentieren, ist die Freude am gemeinsamen Musizieren gleich doppelt so groß! Christian Tylsch, der Landrat des Landeskreises Wittenberg, wird als neuer Schirmherr des zweiteiligen Chortreffens das Festivalfinale erstmals begleiten. Durch das Programm führt Festivalintendant Thomas Höhne, der sich auf zahlreiche Sangeslustige freut: Interessiert? Anmeldungen sind per E-Mail bis 31. August 2026 möglich. Eintritt frei, Kollekte erbeten
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Zu Besuch bei der Königin
Wittenberger Renaissance Musikfestival
Emma Kirkby, Florian Franke & Kursteilnehmende – Gesang Die von der internationalen Presse gefeierte »Queen des Barock« kommt wieder nach Wittenberg! Gemeinsam mit dem Bassbariton Florian Franke leitet die legendäre Sopranistin Dame Emma Kirkby auch in diesem Jahr einen renommierten Gesangskurs im Rahmen des Wittenberger Renaissance Festivals. Der Kurs zieht seit Jahren Teilnehmende aus ganz Deutschland – professionelle Musikerinnen und Musiker ebenso wie ambitionierte Laien – und darüber hinaus an, die ihre Leidenschaft für Musik und Sprache teilen, musikalische Grenzen ausloten und ihre stimmlichen Ausdrucksmöglichkeiten weiterentwickeln möchten. Zum ersten Mal wird die Kurswoche in diesem Jahr von einem festlichen Abschlusskonzert gekrönt: Neben den Teilnehmenden des Gesangskurses sind auch die beiden Dozierenden musikalisch zu erleben, begleitet von Hildegard Saretz am Cembalo sowie von Ulf Dressler an Laute und Theorbe. Das Programm steht im Zeichen der facettenreichen Klangwelt am Elisabethanischen Hof – und ist dabei ganz besonders John Dowland gewidmet, dessen 400. Todestag in diesem Jahr begangen wird. Das Publikum darf sich auf eine abwechslungsreiche musikalische Reise in die Welt der englischen Renaissance und des Frühbarock freuen – mit Werken auch von Henry Purcell, Georg Friedrich Händel und weiteren Komponisten ihrer Zeit. Ticket 25 Euro/ermäßigt 22 Euro
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Passion & Pracht
Wittenberger Renaissance Musikfestival
duo finesco – Geige/Akkordeon & Flamencogitarre Musik miteinander verknüpfen und verändern, mit verschiedenen Stilrichtungen spielen, eine neue, eigene Sprache finden: Das sind die Zutaten, aus denen das duo finesco seine ganz eigene Instrumentalpoesie kreiert. Unter dem Motto »Passion & Pracht« laden Juliane Winkler und Christof Schill zu einem außergewöhnlichen Programm ein, das die Grenzen von Zeit und Stil überschreitet – ein Abend voller Leidenschaft und Eleganz, der die Schönheiten der spanischen klassischen Musik mit der opulenten Pracht des Barock und dem feurigen Geist des Flamenco vereint. Dabei erklingen auf Meisterwerke unter anderem von Isaac Albéniz, Manuel de Falla, Henry Purcell und Barbara Strozzi, Tangos von Astor Piazzolla, aber auch verschiedene Formen Flamencomusik wie Bulerías, Fandangos und Guajiras. In stilübergreifenden Arrangements begegnen sich die ausdrucksstarken Klänge der Violine, die mitreißende Rhythmen der Gitarre und die gelegentlich sentimentalen Melodien des Akkordeons. Vielfalt und Abwechslung sind hier Prinzip – präsentiert mit Spielfreude und Experimentierlust. Ticket 25 Euro/ermäßigt 22 Euro
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Danzas
Wittenberger Renaissance Musikfestival
Ensemble La Ninfea Zunächst verpönt und verboten und schließlich doch gesellschaftlich akzeptiert und à la mode: In mehreren Wellen – um 1600 mit Sarabande und Ciaccona und um 1900 mit dem Tango – eroberten die ansteckenden Rhythmen von lateinamerikanischen Tänzen ganz Europa und führten zu einer Art Tanz-Fieber. Die einen feierten damit die Befreiung des Körpers, die anderen sahen darin den Untergang des Abendlandes. Doch die Verbote durch die Obrigkeit vermochten die Beliebtheit nicht zu schmälern: In diesem Crossover-Projekt von La Ninfea begegnen und vermischen sich Gattungen und Tänze. Historische Tänze verwandeln sich plötzlich in einen Tango, während ein Tango sich in barockem Kleid zeigt. Ein musikalischer Brückenschlag über Jahrhunderte und gesellschaftliche Konventionen hinweg! Somit inspiriert von einst verbotenen Tänzen, verbindet das Ensemble La Ninfea, was eigentlich nicht zusammengehört: Tango und Chaconne, Sarabande und Walzer. Das Spektrum reicht von Claudio Monteverdi bis Wolfgang Amadeus Mozart, von Georg Friedrich Händel bis Astor Piazzolla. »Gewagt, gekonnt, genial«, urteilte Radio Bremen, und das Onlineportal Klassik heute nannte das Programm »unkonventionell und sehr erfrischend«. Und damit trifft es doch genau den Nerv des 21. Wittenberger Renaissance Musikfestivals und dessen Idee »Renaissance küsst Tango«. So war diese Musik noch nie zu hören! Ticket 25 Euro/ermäßigt 22 Euro
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Melancholie & Milonga
Wittenberger Renaissance Musikfestival
Wittenberger Hofkapelle Angenommen, Astor Piazzolla sitzt beim Kaffee und sinniert über die Geschichte des Tangos – »L’Histoire du Tango«. Tatsächlich heißt einer der bekanntesten Zyklen des Tango-Altmeisters genau so! Entstanden ist er in den 1960er-Jahren und im Original für Flöte und Gitarre komponiert. In »Die Geschichte des Tangos« erzählt Piazzolla, wie sich der Tango ab 1900 über drei Generationen entwickelte. Das zweite der vier Stücke sollte eines seiner bekanntesten werden: »Café 1930«. Piazzolla beschreibt darin »…eine neue Epoche des Tango. Jetzt tanzt man ihn nicht mehr wie 1900; man beschränkt sich darauf, ihn anzuhören. Der Tango wird musikalischer, ja auch romantischer. Er verändert sich auf radikale Weise: die Bewegungen werden langsamer, neue Harmonien kommen hinzu, und das Ganze bekommt einen stark melancholischen Zug.« Ein stark melancholischer Zug bringt nun John Dowland ins Spiel – seine klaren, zu Herzen gehenden Weisen. Was sich nun zwischen den beiden Kaffeeliebhabern entspinnt, identifizieren Tangokenner sogleich als Milonga: ein Treffen, bei dem zu verschiedenen Tangostilen zwanglos getanzt wird. Unversehens werden John Dowland und Astor Piazzolla selbst zu Milongueros – und stellen mit großem Erstaunen fest, wie virtuos und anspruchsvoll ist, was so leicht klingt, wie gut sich die elegischen Melodien des Älteren im Tangostil zurechtfinden, und wie berührend sie in einer solchen konzertanten Milongo wirken – ruhig und fröhlich. Und als sich die Weisen aus dem 16. Jahrhundert mit dem wiegenden Tanzmodus der jüngeren Zeit verbinden, erkennen die Meister: Sehnsucht und Heimweh, Mut und Leidenschaften sind ein intensives Band, über alle Zeiten hinweg. Ticket 25 Euro/ermäßigt 22 Euro
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Der englische Orpheus
Wittenberger Renaissance Musikfestival
Orí Harmelin – Renaissancelaute & Theorbe John Dowland gehört zu den bedeutendsten Komponisten der Spätrenaissance – ein Lautenist mit außerordentlich umfangreichem Œuvre! Sein Vermächtnis, das sich über zahlreiche Handschriften in ganz Europa verstreute, und die von seinem Sohn Robert Dowland 1610 herausgegebene Sammlung »A Variety of Lute Lessons« trieben zu Dowlands Lebzeiten das Instrument selbst ebenso wie die Spielenden an ihre Grenzen. Daran hat sich bis heute nichts geändert. 2026 feiert die Musikwelt John Dowland anlässlich seines 400. Todestages – und das Wittenberger Renaissancemusik Festival zeigt, wie unsterblich Dowlands Melodien sind, die wir noch heute im Ohr haben. Dazu wurde der israelische Musiker Orí Harmelin eingeladen. Lautenist wie dereinst John Dowland, präsentiert Harmelin in seinem Soloprogramm »Der englische Orpheus« einen Querschnitt virtuoser Instrumentalformen, die im 16. Jahrhundert entstanden. Dabei erklingen Kompositionen für verschiedene adelige Gönner, unter anderem für König Christian IV. von Dänemark, der acht Jahre lang Dowlands Arbeitgeber war und seinen Diener sehr geschätzt haben muss, wofür nicht zuletzt eine ungewöhnlich gute Bezahlung spricht. Über Arrangements von mehrstimmigen Madrigalen – das in Musik gesetzte weltliche Gedicht war eines der beliebtesten Genres des Renaissance-Gesangs – spannt Orí Harmelin den Bogen zur freiesten Instrumentalform des 16. Jahrhunderts zu: dem Ricercar, einer Form des »Suchens« mit freiem, improvisationsartigen Charakter, die die polyfonen Möglichkeiten der Laute auslotet und Raum für extravagante instrumentale Virtuosenpassagen bietet. Ticket 25 Euro/ermäßigt 22 Euro
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Eröffnungskonzert: Misterioso
Wittenberger Renaissance Musikfestival
lautten compagney BERLIN Heinrich Ignaz Franz von Biber, einer der großen Violinmeister des 17. Jahrhunderts, erzählt in seinen 15 Sonaten die »Heiligen Mysterien« des Rosenkranzes in hochvirtuosen musikalischen Bildern. Die Sinnlichkeit und Ästhetik des Barock geht von der Verzückung durch den Glauben aus, der Verbindung zwischen Gott und Mensch, die damals noch stark mit der körperlichen Sinnlichkeit verbunden war – und dies ist die Parallele zum Tango, der ebenfalls eine fast religiöse Ernsthaftigkeit besitzt und die körperliche Sinnlichkeit zwischen Mann und Frau zelebriert. In den Mysteriensonaten erlebt man hörbar einen Akt der Liebe durch den Heiligen Geist, im Tango Nuevo Astor Piazzollas hört man die Herzen klopfen und das Blut rauschen. Beide Kompositionsstile erwecken Gefühle, die durch die Musik in Klänge verwandelt werden. So viele hundert Jahre liegen zwischen ihnen, und doch sind die Gefühle der Menschen die gleichen geblieben. Mit dem Instrumentarium der Barockzeit wird der Tango noch menschlicher und lebendiger. Schon bald verfließen die Grenzen – und schließlich ist es ganz egal, in welchem Stil und in welcher Zeit man sich gerade befindet. Ticket 25 Euro/ermäßigt 22 Euro
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Musikalischer Stadtspaziergang
Wittenberger Renaissance Musikfestival
Praetorius Consort Wittenberg, Wittenberger Hofkapelle & Blockflötenensemble der Musikschule Leipzig Wittenberg mit offenen Augen und Ohren zu historischen Klängen neu entdecken: Teilnehmende am musikalischen Stadtspaziergang können sich schon jetzt darauf freuen! Auch beim 21. Wittenberger Renaissance Musikfestival laden das Praetorius Consort Wittenberg, die Wittenberger Hofkapelle und ihre Gäste – diesmal von der Musikschule Leipzig – an die Originalschauplätze der Reformation ein und bieten außergewöhnliche Hörerlebnisse an repräsentativen Orten der Lutherstadt. Bei einer etwa halbstündigen Eröffnungsmusik in der Schlosskirche erklingen an diesem Samstagnachmittag populäre Kompositionen von damals und heute – Lieder und Tänze der Renaissance, in die musikalische Themen, Melodien und Motive aus den Filmmusiken moderner Kinohits dezent, aber unüberhörbar eingewoben werden. Vor allem Kinder und Jugendliche werden sich nicht nur über die Vorträge Gleichaltriger freuen, sondern auch viele Soundtracks aus ihren Lieblingsfilmen wiedererkennen. Das Leipziger Blockflötenensemble »Die vier Pfeifen« steuert stimmungsvolle Flötensätze von Giovanni Paolo Cima, Giovanni Cavaccio und Paul Leenhouts bei. Nach der Eröffnung können Interessierte in Gruppen am musikalischen Stadtspaziergang teilnehmen – wie immer begleitet von erfahrenen Stadtführern. Während sie durch Wittenberg wandeln, erfreuen sie sich unter anderem im Alten Rathaus, in der Fronleichnamskapelle neben der Stadtkirche und im Café Klatschmohn an weiteren musikalischen Darbietungen und erleben den eindrucksvollen Klang historischer Instrumente. Da die Kapazität begrenzt ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig Karten zu bestellen. Und ein wenig Zeit sollte man mitbringen: Zweieinhalb bis drei Stunden kann der klingende Besuch im »Traumland« schon dauern! Ticket 25 Euro/ermäßigt 22 Euro
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Staatskapelle Halle
Die Staatskapelle Halle gehört zu den größten Sinfonieorchestern Mitteldeutschlands.
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Eröffnungskonzert 2026/27
Oper Leipzig
Chor der Oper Leipzig Kinderchor der Oper Leipzig Gewandhausorchester Musikalische Leitung: Ivan Repušić Solisten Der krönende Abschluss unseres Tags der offenen Tür: Genießen Sie wunderbare musikalische Ausblicke auf die Neuproduktionen und Wiederaufnahmen der neuen Spielzeit! Mit dem Opernchor, dem Gewandhausorchester, Mitgliedern des Ensembles und Gastsängerinnen und -sänger, die in dieser Spielzeit regelmäßig in Leipzig singen werden, wie Elbenita Kajtazi, Martin Muehle und Lucio Gallo.
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Gewandhausorchester & Lucas & Arthur Jussen
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Andris Nelsons, Dirigent Lucas & Arthur Jussen, Klaviere Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für zwei Klaviere und Orchester Es-Dur KV 365 Johannes Brahms: 1. Sinfonie c-Moll op. 68 Am Vorabend des ersten Advents gestaltet das Gewandhausorchester unter der Leitung von Andris Nelsons ein festliches Konzert, das musikalische Exzellenz mit gelebter Solidarität verbindet. Der Erlös des Abends kommt Projekten zugute, die jungen Menschen in unserer Region neue Perspektiven eröffnen. Seit jenem ersten Konzert »Zum Wohle der Armen« im Jahr 1782 steht das Gewandhausorchester in einer lebendigen Tradition der Verantwortung. Heute engagiert es sich gemeinsam mit der Leipziger Volkszeitung, Porsche Leipzig, der Sparkasse Leipzig und der VNG AG in der Stiftung »Leipzig hilft Kindern« für die nachhaltige Unterstützung von Vereinen und Initiativen in und um Leipzig. Mehr als 1,8 Millionen Euro konnten so bereits in direkte Hilfe für Kinder und Jugendliche fließen. Die Brüder Lucas und Arthur Jussen sind die Solisten in Wolfgang Amadeus Mozarts Konzert für zwei Klaviere und Orchester Es-Dur KV 365, einem Werk voll Eleganz und heiterer Zwiesprache. In Johannes Brahms’ 1. Sinfonie c-Moll op. 68 entfaltet sich schließlich jene seelische Tiefe und Erhabenheit, die den Abend in den Geist der beginnenden Adventszeit tauchen lässt. Erleben Sie ein Konzert, das Herzen öffnet – für die Musik und für Kinder und Jugendliche, die unsere Unterstützung brauchen.
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ConFusion - Klassik trifft Club
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Gewandhausorchester Andris Nelsons, Dirigent Antonín Dvořák: 9. Sinfonie e-Moll op. 95 ("Aus der Neuen Welt") Manche Dinge im Leben haben ihre Regeln – Ananas kommt nicht auf die Pizza, klassische Konzerte sind steif und richtig tanzen geht nur im Club. Oder? Bei der DanceConfusion geht der Abend nach einem intensiven Konzerterlebnis im Großen Saal noch weiter – mit der Live Electronic Band Karakum im Foyer. Zum zweiten Mal lädt das Gewandhaus zur »DanceConfusion«, die Grenzen sprengt. Am 14. November 2026 beginnt der Abend im Großen Saal – mit Dvoraks 9. Sinfonie mit dem Gewandhausorchester und der Leitung von Andris Nelsons. Und danach? Erwartet uns die Neue Welt im Foyer. Wir schlagen die Brücke zwischen Klassik und Club, wenn E-Geige und Band die Musik von Dvorak mit in die Nacht nehmen und wir zu unvergesslichen Beats tanzen. Musik ohne Dresscode – nur mit Neugier. Ein Abend für alle, die Klassik nicht nur hören, sondern fühlen wollen.
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Gewandhausorchester & Andris Nelsons
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Andris Nelsons, Dirigent Ethel Smyth: Ouvertüre und Vorspiel zum 2. Akt ("On the Cliffs of Cornwall") aus der Oper "The Wreckers" Peter Tschaikowski: Fantasie-Ouvertüre "Romeo und Julia" Antonín Dvořák: 9. Sinfonie e-Moll op. 95 ("Aus der Neuen Welt") AUS DER ALTEN STADT . . . Leipzig!! Here I am!!, triumphierte Ethel Smyth, als alle Widerstände überwunden waren und sie 1877 zum Studium in der Musikstadt ihrer Träume eintraf. Ganz so traumhaft wie erträumt waren Leipzig und sein Konservatorium nicht. Blitzschnell lernte die Engländerin wesentliche Merkmale deutscher Kultur kennen, schätzen und fürchten – etwa das omnipräsente Schild mit der Aufschrift »VERBOTEN«. Erlaubt war das Studium eines für Frauen sonst verschlossenen Fachs: Komposition. Ergänzender Privatunterricht bei Heinrich von Herzogenberg machte Smyth nicht nur mit Bach- und Schachspiel vertraut, sondern auch mit dessen Frau Elisabeth, die Smyth, Hals über Kopf verliebt, die glücklichsten Jahre ihres Lebens bescherte. Im Salon der Herzogenbergs lernte sie durchreisende Künstler wie Dvořák und Tschaikowski kennen, der von Leipzig zur ersten internationalen Tournee aufbrach. . . . AUF WILDEM WEG . . . Tschaikowski blieb die Begegnung in lebhafter Erinnerung: Wir saßen um den Teetisch, als plötzlich ein Bernhardiner-Mischling hereinstürmte und alle freudig begrüßte. »Das bedeutet, dass Miss Smyth jeden Moment eintreffen wird!« riefen alle zugleich, und tatsächlich stand eine große Engländerin in der Tür, die mir als professionelle Kollegin vorgestellt wurde. [Sie hat] Potenzial, eine ernsthafte Komponistin zu werden. Da natürlich keine Engländerin ohne exzentrische Spleens auskommt, setzte Smyth dem Leipziger Premieren- Erfolg ihrer Oper The Wreckers ein jähes Ende, indem sie – über Kürzungen zürnend – bei Nacht und Nebel im Orchestergraben alle Noten samt Partitur von den Pulten einsammelte und sich damit in den nächsten Zug setzte. Günstiger wurde ihr künstlerischer Eigensinn aufgenommen: Sie ist keine Wagnerianerin, sie ist keine Brahmsianerin, sie ist keine Straussianerin [...]. Sie geht ihren eigenen Weg. Den säumen berückende Momente kammermusikalischer Intimität mit Harfen-umgarnten Soli der Bläser ebenso wie machtvolle Gesten und hymnisches Pathos des groß besetzten Orchesters. . . . IN DIE NEUE WELT Als die Neue Welt noch nicht alt aussah, lockte sie Dvořák mit dem Auftrag, als Komponist und Lehrkraft Fundamente eines nationalen Tons zu legen. Doch so alt wie die Sinfonie »aus der Neuen Welt« ist die Diskussion, was daran tatsächlich »aus der Neuen Welt« stamme. Für die New Yorker Hörerschaft war der Fall klar: »Dr. Dvoraks American Symphony« war dem Rhythmen- und Melodienschatz der »negros« und »indians« verbunden und darum durch und durch »amerikanisch«. Seinen Landsleuten zuhause war sie böhmisch gefärbter Beweis seiner Heimatverbundenheit. Mit anderen Worten: Die Qualität von Dvořáks scheinbar nationaler Musiksprache liegt in ihrer tatsächlichen Universalität. (Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann)
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Gewandhausorchester & Andris Nelsons
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Andris Nelsons, Dirigent Augustin Hadelich, Violine Felix Mendelssohn Bartholdy: 6. Sinfonie C-Dur MWV N 19 – 1. und 2. Satz, vervollständigt von Luukas Hiltunen (Deutsche Erstaufführung, Auftragswerk des Gewandhausorchesters) Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64 MWV O 14 Robert Schumann: 4. Sinfonie d-Moll op. 120 VOM KONJUNKTIV BEHÜTET Hoch droben im Nordosten Schottlands, wo keiner mehr mit menschlichen Lebenszeichen rechnet, lagern in der Bibliothek von Thunderthrole die unkomponierten Werke zu früh verstorbener Komponisten. Sie füllen 96.969 Regalmeter auf drei Etagen des verwinkelten Granitgebäudes aus dem 14. Jahrhundert. Pergolesis Ubi erat Pater lagert hier, Mozarts La Vendetta di Cherubino, Mendelssohns Loreleis Abgrund, oder: Der Fluch der Nachtigall, Schuberts Sturmbeschwörung für Chor, Soli und Gespenster, Schumanns Situationen für stummen Sopran, Posaune, Pauke und Harfe sowie Chopins Grande Sonate Sableuse (Sandsonate). Einen kühlen Saal im Südflügel füllen Rockballaden des Club 27. DEM POTENZIALIS ENTRISSEN Ungewöhnliche Umstände führten dazu, dass ein Manuskript 545 Meilen südwärts in Oxfords Bodleian Library seine Heimstatt fand. Mendelssohns älteste Tochter Marie überließ der Bibliothek kryptische Partiturseiten eines ersten Sinfoniesatzes, samt 42 Skizzentakten eines zweiten. Über den Mendelssohn-Forscher R. Larry Todd wurde der finnische Komponist Luukas Hiltunen 2020 auf den Torso aufmerksam, rekonstruierte aus dem dürftigen Material in vierjähriger Arbeit die aufführbare Version einer halben Großen C-Dur- Sinfonie, entfernt erinnernd an Schuberts Pendant und die Ruy-Blas-Ouvertüre. ZUM IRREALIS ZURÜCKGEBRACHT 1845 hatte Mendelssohn Freunden und Geschwistern erstmals von Entwürfen zu einer neuen Sinfonie berichtet, offenbar veranlasst von Erfolgen in Paris. Die Arbeit zog sich. Dirigier- und Konzertreisen, Leipzig und Berlin, Elias und Christus nahmen ihn in Beschlag, gesundheitliche Probleme bremsten ihn aus. Nach dem Tod seiner Schwester Fanny war an schöpferische Arbeit – zumal an einer strahlenden C-Dur-Sinfonie – kaum zu denken. Was wäre wohl noch gekommen, hätte nicht am 4. November 1847 der Tod Künftiges verhindert? Auf diese schmerzhafte Frage wissen auch die beiden Sätze einer Sechsten keine Antwort. Man suche sie hoch droben im Nordosten Schottlands. (Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann)
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Gewandhausorchester & Andris Nelsons
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Andris Nelsons, Dirigent Gautier Capuçon, Violoncello Antonín Dvořák: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104 Johannes Brahms: 1. Sinfonie c-Moll op. 68 LAUES LEIPZIG Warum habe ich nicht gewusst, dass man ein Cellokonzert wie dieses schreiben kann?, soll Johannes Brahms ausgerufen haben, als ihm Antonín Dvořák seinen Beitrag vorlegte. Wenn ich das geahnt hätte, hätte ich längst eines geschrieben! Die Präsentation des Soloinstruments, das lyrischem Ton und tiefen Registern zuneigt, ist im Kontext opulenter Orchesterbesetzung nicht trivial. Dvořák hatte lange damit gerungen, bevor er den Cellisten mit seinem letzten Solokonzert ein Prunkstück ihres Repertoires schenkte. Die zufriedenen Zeilen an seinen Verleger dienten nebenbei dazu, selbstbewusste Honorarforderungen zu unterstreichen: Ich versichere Ihnen, dass dieses Konzert mein Violin- und Klavierkonzert bei Weitem übertrifft. Ich freue mich gewaltig über das Werk und glaube, dass ich mich nicht täusche. Bei der Londoner Uraufführung sprang mit Leo Stern ein junger Virtuos ein, der gerade vom legendären Gewandhauscellisten Julius Klengel letzten Feinschliff erhielt. Publikum und Presse feierten die Premiere in seltener Einmütigkeit, und bereits am 3. Dezember des Uraufführungsjahres 1896 zog das Werk unter Arthur Nikisch ins Gewandhaus ein. Die laue Leipziger Reaktion wertete Stern als Erfolg, galt doch die hiesige Hörerschaft als besonders kritisch. HITZIGES HÄUSCHEN Davon konnte Johannes Brahms seit dem Gewandhaus-Fiasko seines 1. Klavierkonzerts ein mehrstrophiges Lied singen. Die 1. Sinfonie wurde am 18. Januar 1877, zwei Monate nach der Karlsruher Uraufführung, in Leipzig mit verhaltenem Wohlwollen empfangen, obwohl laut Presse ein förmliches Brahms-Partei-Meeting hiesiger und auswärtiger Verehrer organisiert worden war. Der Consum in Enthusiasmus war ein ganz enormer, doch aufgrund der Länge des Programms verharrte ein Theil der Zuhörerschaft keineswegs bis zum Schluß. Gewandhauskapellmeister Carl Reinecke überließ dem Komponisten das Dirigierpult: Neu. Manuscript, unter Direction des Componisten vermerkt der Programmzettel. Als Hans von Bülow das Werk fünf Jahre später mit der Meininger Hofkapelle in Leipzig präsentierte, konnten selbst die Leipziger ihre Begeisterung nicht länger verbergen und gerieten ob der Sinfonie ganz aus dem Gewandhäuschen. (Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann)
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Gewandhausorchester & HK Gruber
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Gewandhausorchester MDR-Rundfunkchor, Mädchen und Männer von Mahagonny HK Gruber, Dirigent Wallis Giunta, Mezzosopran (Leokadja Begbick) Michael Laurenz, Tenor (Fatty) Florian Boesch, Bariton (Dreieinigkeitsmoses) Lauren Michelle, Sopran (Jenny Hill) Mirko Roschkowski, Tenor (Jim Mahoney) Jörg Schneider, Tenor (Jakob Schmidt) Markus Butter, Bariton (Bill) Tilmann Rönnebeck, Bass (Joe) Gideon Poppe, Tenor (Toby Higgins) Kurt Weill: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny Oper in drei Akten auf einen Text von Bertolt Brecht »KRACH IN LEIPZIG« titelte der Bericht zur Leipziger Uraufführung: Zwischen der Stadt Leipzig und der Stadt Mahagonny [...] sind Zwistigkeiten entstanden. Leipzig neidet der Stadt Mahagonny den Aufstieg. [...] In Leipzig bekommt man Bücher, Pelze, Fluchtgedanken und zur Messezeit kein Zimmer, in Mahagonny Whiskey, sangbare Ironien, Huren, einschmeichelnd formulierte Hinweise auf die Niederträchtigkeit der menschlichen Natur und Ordnung, sowie Bitterkeiten mit Füllung von verschiedenem Geschmack, der in keinem Fall jener der Leipziger Bürgerschaft ist. »DASS MAN HIER ALLES DÜRFEN DARF«? Mit anderen Worten: Die Leipziger Premiere der Brecht-Weill-Oper "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" am 9. März 1930 unter der Regie von Walther Brügmann und dem Dirigat Gustav Brechers geriet zum größten Theaterskandal der Weimarer Republik, wurde von der Lokalpresse als "unverhohlen übelste kommunistische Propaganda" diffamiert und löste heftige Stadtratsdebatten aus. Die Tumulte im Zuschauerraum waren von randalierenden NSDAP-Mitgliedern gezielt befeuert worden. "Das Haus tobte derart, daß man auf der Bühne vom Orchester buchstäblich nichts mehr zu hören bekam", berichtet ein Korrepetitor. "Brecher dirigierte die Oper kalkbleich zu Ende". Drei Jahre später musste der Opernkapellmeister während einer massiv von der SA gestörten Aufführung von Weills Silbersee das Dirigierpodium verlassen und schließlich aus dem Amt weichen. Auf der Flucht nahm sich Gustav Brecher 1940 gemeinsam mit seiner Frau das Leben. Weill, ebenfalls jüdischer Herkunft, emigrierte über Paris und London in die USA. »VERMEIDEN SIE ANSTÖSSIGE GESÄNGE!« Im März 1927 hatten sich der 29-jährige Brecht und der zwei Jahre jüngere Weill in Berlin kennengelernt. Das später zur dreiaktigen Oper erweiterte Mahagonny-Songspiel markiert den Beginn ihrer Zusammenarbeit. Verbrecher gründen die Fantasiestadt, in der man alles dürfen darf. Bald stellt die ausschweifende Gesellschaft fest: "Schlimm ist der Hurrikan, schlimmer der Taifun, doch am schlimmsten ist der Mensch", verurteilt den Protagonisten "wegen des Singens verbotener Lieder bei Hurrikan" und ähnlicher Vergehen zum Tode, und torkelt vom Erfolgsrausch in den Katastrophenkater. Die lockere Form aneinandergereihter Sittenbilder des 20. Jahrhunderts fügt sich laut Weill zu einem "Gleichnis vom heutigen Leben" – ein Heute, das leider nie gestrig wird. (Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann)
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Gewandhausorchester & Daniel Barenboim
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Gewandhausorchester Daniel Barenboim, Dirigent Felix Mendelssohn Bartholdy: 4. Sinfonie A-Dur MWV N 16 ("Italienische") Ludwig van Beethoven: 7. Sinfonie A-Dur op. 92 DAS A UND O Eine leuchtende Dur-Tonart, vitale Rhythmen zwischen Beschwingtheit und Obsession, feuriges Temperament zwischen Lebensfreude und Rausch, Vivace als unaufhaltsames, durchgehend nervös vibrierendes Grundtempo, unterbrochen und aufs Schärfste kontrastiert durch intensive Zeitstauung im dunklen Trauermarsch- und Romanzen-Moll, das am Ende Zerfall zelebriert: Die Rede ist von – Beethovens Siebter? Mendelssohns Italienischer? Von dem, was beide verbindet? Von Universalien der Musik, die das Wesen dieser Werke bestimmen? VON A BIS Z Der unvermittelte Sprung in den reißenden Strom pulsierender Bewegung – oder eine riesenhafte langsame Einleitung mit behutsamem Übergang ins rasche Tempo? Rhapsodischer Gesang – oder episodischer Gang durch Doppelvariationen? Ein galant-tänzerischer Gegenakzent in der lichten Grundtonart – oder die impulsiv-resolute Antithese im provokant fernen F-Dur? Das erst in letzter Sekunde verhinderte Versiegen im Pianissimo – oder eine Sforzato-Fortissimo-Orgie zum Beschluss? Die Rede ist immer noch von den beiden Werken, im Abstand von 20 Jahren in London und Wien uraufgeführt, die verwandter und unterschiedlicher kaum sein könnten – verbunden und getrennt durch komplementäre Extreme und fundamentale Gemeinsamkeiten. Was auch immer wir in Musik suchen, was auch immer Musik mit uns zu tun haben mag: Hier ist es wirkmächtig und sinnhaft präsent. (Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann)
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