Konzerte / Konzert
Gewandhaus zu Leipzig
Leipzig, Augustusplatz 8
- Eröffnung der 246. Saison : Gewandhausorchester & Andris Nelsons
- Schulkonzert - Musik entdecken
- Gewandhausorchester & Sol Gabetta
- Gewandhausorchester & Herbert Blomstedt
- Gewandhausorchester & Semyon Bychkov
- Gewandhausorchester & Tugan Sokhiev
- Gewandhausorchester & Daniel Barenboim
- Gewandhausorchester & HK Gruber
- Schulkonzert - Musik entdecken
- Gewandhausorchester & Andris Nelsons
- Gewandhausorchester & Andris Nelsons
- Gewandhausorchester & Andris Nelsons
- ConFusion - Klassik trifft Club
- Gewandhausorchester & Lucas & Arthur Jussen
- Das Gewandhausorchester: Von der Kapelle zur Weltmarke.
Ereignisse / Festival
SommerMusikAkademie Schloss Hundisburg
31.7. bis 16.8.2026
- Meisterkonzert
- Stummfilmkonzert
- Dunkelkonzert
- Tag der Stimme: Gemeinsames Singen
- Mittagsmusik I
- Meisterkurs Podium
- Serenade in den Gärten
- Mittagsmusik II
- Konzert bei Kerzenschein
- Glanzlichter der Oper - Open Air
- a cappella-Konzert
- Whiskys & Voices
- Gesprächskonzert
- Mittagsmusik III
- Jazznacht Open Air
- Das Besondere Konzert
- Sinfoniekonzerte
- Sinfoniekonzert - Gastkonzert Helmstedt
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ConFusion - Klassik trifft Club
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Andris Nelsons, Dirigent Antonín Dvořák: 9. Sinfonie e-Moll op. 95 ("Aus der Neuen Welt") Manche Dinge im Leben haben ihre Regeln – Ananas kommt nicht auf die Pizza, klassische Konzerte sind steif und richtig tanzen geht nur im Club. Oder? Bei der DanceConfusion geht der Abend nach einem intensiven Konzerterlebnis im Großen Saal noch weiter – mit der Live Electronic Band Karakum im Foyer. Zum zweiten Mal lädt das Gewandhaus zur »DanceConfusion«, die Grenzen sprengt. Am 14. November 2026 beginnt der Abend im Großen Saal – mit Dvoraks 9. Sinfonie mit dem Gewandhausorchester und der Leitung von Andris Nelsons. Und danach? Erwartet uns die Neue Welt im Foyer. Wir schlagen die Brücke zwischen Klassik und Club, wenn E-Geige und Band die Musik von Dvorak mit in die Nacht nehmen und wir zu unvergesslichen Beats tanzen. Musik ohne Dresscode – nur mit Neugier. Ein Abend für alle, die Klassik nicht nur hören, sondern fühlen wollen.
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Gewandhausorchester & Andris Nelsons
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Andris Nelsons, Dirigent Ethel Smyth: Ouvertüre und Vorspiel zum 2. Akt ("On the Cliffs of Cornwall") aus der Oper "The Wreckers" Peter Tschaikowski: Fantasie-Ouvertüre "Romeo und Julia" Antonín Dvořák: 9. Sinfonie e-Moll op. 95 ("Aus der Neuen Welt") AUS DER ALTEN STADT . . . Leipzig!! Here I am!!, triumphierte Ethel Smyth, als alle Widerstände überwunden waren und sie 1877 zum Studium in der Musikstadt ihrer Träume eintraf. Ganz so traumhaft wie erträumt waren Leipzig und sein Konservatorium nicht. Blitzschnell lernte die Engländerin wesentliche Merkmale deutscher Kultur kennen, schätzen und fürchten – etwa das omnipräsente Schild mit der Aufschrift »VERBOTEN«. Erlaubt war das Studium eines für Frauen sonst verschlossenen Fachs: Komposition. Ergänzender Privatunterricht bei Heinrich von Herzogenberg machte Smyth nicht nur mit Bach- und Schachspiel vertraut, sondern auch mit dessen Frau Elisabeth, die Smyth, Hals über Kopf verliebt, die glücklichsten Jahre ihres Lebens bescherte. Im Salon der Herzogenbergs lernte sie durchreisende Künstler wie Dvořák und Tschaikowski kennen, der von Leipzig zur ersten internationalen Tournee aufbrach. . . . AUF WILDEM WEG . . . Tschaikowski blieb die Begegnung in lebhafter Erinnerung: Wir saßen um den Teetisch, als plötzlich ein Bernhardiner-Mischling hereinstürmte und alle freudig begrüßte. »Das bedeutet, dass Miss Smyth jeden Moment eintreffen wird!« riefen alle zugleich, und tatsächlich stand eine große Engländerin in der Tür, die mir als professionelle Kollegin vorgestellt wurde. [Sie hat] Potenzial, eine ernsthafte Komponistin zu werden. Da natürlich keine Engländerin ohne exzentrische Spleens auskommt, setzte Smyth dem Leipziger Premieren- Erfolg ihrer Oper The Wreckers ein jähes Ende, indem sie – über Kürzungen zürnend – bei Nacht und Nebel im Orchestergraben alle Noten samt Partitur von den Pulten einsammelte und sich damit in den nächsten Zug setzte. Günstiger wurde ihr künstlerischer Eigensinn aufgenommen: Sie ist keine Wagnerianerin, sie ist keine Brahmsianerin, sie ist keine Straussianerin [...]. Sie geht ihren eigenen Weg. Den säumen berückende Momente kammermusikalischer Intimität mit Harfen-umgarnten Soli der Bläser ebenso wie machtvolle Gesten und hymnisches Pathos des groß besetzten Orchesters. . . . IN DIE NEUE WELT Als die Neue Welt noch nicht alt aussah, lockte sie Dvořák mit dem Auftrag, als Komponist und Lehrkraft Fundamente eines nationalen Tons zu legen. Doch so alt wie die Sinfonie »aus der Neuen Welt« ist die Diskussion, was daran tatsächlich »aus der Neuen Welt« stamme. Für die New Yorker Hörerschaft war der Fall klar: »Dr. Dvoraks American Symphony« war dem Rhythmen- und Melodienschatz der »negros« und »indians« verbunden und darum durch und durch »amerikanisch«. Seinen Landsleuten zuhause war sie böhmisch gefärbter Beweis seiner Heimatverbundenheit. Mit anderen Worten: Die Qualität von Dvořáks scheinbar nationaler Musiksprache liegt in ihrer tatsächlichen Universalität. (Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann)
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Gewandhausorchester & Andris Nelsons
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Andris Nelsons, Dirigent Augustin Hadelich, Violine Felix Mendelssohn Bartholdy: 6. Sinfonie C-Dur MWV N 19 – 1. und 2. Satz, vervollständigt von Luukas Hiltunen (Deutsche Erstaufführung, Auftragswerk des Gewandhausorchesters) Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine und Orchester e-Moll op. 64 MWV O 14 Robert Schumann: 4. Sinfonie d-Moll op. 120 VOM KONJUNKTIV BEHÜTET Hoch droben im Nordosten Schottlands, wo keiner mehr mit menschlichen Lebenszeichen rechnet, lagern in der Bibliothek von Thunderthrole die unkomponierten Werke zu früh verstorbener Komponisten. Sie füllen 96.969 Regalmeter auf drei Etagen des verwinkelten Granitgebäudes aus dem 14. Jahrhundert. Pergolesis Ubi erat Pater lagert hier, Mozarts La Vendetta di Cherubino, Mendelssohns Loreleis Abgrund, oder: Der Fluch der Nachtigall, Schuberts Sturmbeschwörung für Chor, Soli und Gespenster, Schumanns Situationen für stummen Sopran, Posaune, Pauke und Harfe sowie Chopins Grande Sonate Sableuse (Sandsonate). Einen kühlen Saal im Südflügel füllen Rockballaden des Club 27. DEM POTENZIALIS ENTRISSEN Ungewöhnliche Umstände führten dazu, dass ein Manuskript 545 Meilen südwärts in Oxfords Bodleian Library seine Heimstatt fand. Mendelssohns älteste Tochter Marie überließ der Bibliothek kryptische Partiturseiten eines ersten Sinfoniesatzes, samt 42 Skizzentakten eines zweiten. Über den Mendelssohn-Forscher R. Larry Todd wurde der finnische Komponist Luukas Hiltunen 2020 auf den Torso aufmerksam, rekonstruierte aus dem dürftigen Material in vierjähriger Arbeit die aufführbare Version einer halben Großen C-Dur- Sinfonie, entfernt erinnernd an Schuberts Pendant und die Ruy-Blas-Ouvertüre. ZUM IRREALIS ZURÜCKGEBRACHT 1845 hatte Mendelssohn Freunden und Geschwistern erstmals von Entwürfen zu einer neuen Sinfonie berichtet, offenbar veranlasst von Erfolgen in Paris. Die Arbeit zog sich. Dirigier- und Konzertreisen, Leipzig und Berlin, Elias und Christus nahmen ihn in Beschlag, gesundheitliche Probleme bremsten ihn aus. Nach dem Tod seiner Schwester Fanny war an schöpferische Arbeit – zumal an einer strahlenden C-Dur-Sinfonie – kaum zu denken. Was wäre wohl noch gekommen, hätte nicht am 4. November 1847 der Tod Künftiges verhindert? Auf diese schmerzhafte Frage wissen auch die beiden Sätze einer Sechsten keine Antwort. Man suche sie hoch droben im Nordosten Schottlands. (Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann)
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Gewandhausorchester & Andris Nelsons
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Gewandhausorchester Andris Nelsons, Dirigent Gautier Capuçon, Violoncello Antonín Dvořák: Konzert für Violoncello und Orchester h-Moll op. 104 Johannes Brahms: 1. Sinfonie c-Moll op. 68 LAUES LEIPZIG Warum habe ich nicht gewusst, dass man ein Cellokonzert wie dieses schreiben kann?, soll Johannes Brahms ausgerufen haben, als ihm Antonín Dvořák seinen Beitrag vorlegte. Wenn ich das geahnt hätte, hätte ich längst eines geschrieben! Die Präsentation des Soloinstruments, das lyrischem Ton und tiefen Registern zuneigt, ist im Kontext opulenter Orchesterbesetzung nicht trivial. Dvořák hatte lange damit gerungen, bevor er den Cellisten mit seinem letzten Solokonzert ein Prunkstück ihres Repertoires schenkte. Die zufriedenen Zeilen an seinen Verleger dienten nebenbei dazu, selbstbewusste Honorarforderungen zu unterstreichen: Ich versichere Ihnen, dass dieses Konzert mein Violin- und Klavierkonzert bei Weitem übertrifft. Ich freue mich gewaltig über das Werk und glaube, dass ich mich nicht täusche. Bei der Londoner Uraufführung sprang mit Leo Stern ein junger Virtuos ein, der gerade vom legendären Gewandhauscellisten Julius Klengel letzten Feinschliff erhielt. Publikum und Presse feierten die Premiere in seltener Einmütigkeit, und bereits am 3. Dezember des Uraufführungsjahres 1896 zog das Werk unter Arthur Nikisch ins Gewandhaus ein. Die laue Leipziger Reaktion wertete Stern als Erfolg, galt doch die hiesige Hörerschaft als besonders kritisch. HITZIGES HÄUSCHEN Davon konnte Johannes Brahms seit dem Gewandhaus-Fiasko seines 1. Klavierkonzerts ein mehrstrophiges Lied singen. Die 1. Sinfonie wurde am 18. Januar 1877, zwei Monate nach der Karlsruher Uraufführung, in Leipzig mit verhaltenem Wohlwollen empfangen, obwohl laut Presse ein förmliches Brahms-Partei-Meeting hiesiger und auswärtiger Verehrer organisiert worden war. Der Consum in Enthusiasmus war ein ganz enormer, doch aufgrund der Länge des Programms verharrte ein Theil der Zuhörerschaft keineswegs bis zum Schluß. Gewandhauskapellmeister Carl Reinecke überließ dem Komponisten das Dirigierpult: Neu. Manuscript, unter Direction des Componisten vermerkt der Programmzettel. Als Hans von Bülow das Werk fünf Jahre später mit der Meininger Hofkapelle in Leipzig präsentierte, konnten selbst die Leipziger ihre Begeisterung nicht länger verbergen und gerieten ob der Sinfonie ganz aus dem Gewandhäuschen. (Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann)
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Gewandhausorchester & HK Gruber
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester MDR-Rundfunkchor, Mädchen und Männer von Mahagonny HK Gruber, Dirigent Wallis Giunta, Mezzosopran (Leokadja Begbick) Michael Laurenz, Tenor (Fatty) Florian Boesch, Bariton (Dreieinigkeitsmoses) Lauren Michelle, Sopran (Jenny Hill) Mirko Roschkowski, Tenor (Jim Mahoney) Jörg Schneider, Tenor (Jakob Schmidt) Markus Butter, Bariton (Bill) Tilmann Rönnebeck, Bass (Joe) Gideon Poppe, Tenor (Toby Higgins) Kurt Weill: Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny Oper in drei Akten auf einen Text von Bertolt Brecht »KRACH IN LEIPZIG« titelte der Bericht zur Leipziger Uraufführung: Zwischen der Stadt Leipzig und der Stadt Mahagonny [...] sind Zwistigkeiten entstanden. Leipzig neidet der Stadt Mahagonny den Aufstieg. [...] In Leipzig bekommt man Bücher, Pelze, Fluchtgedanken und zur Messezeit kein Zimmer, in Mahagonny Whiskey, sangbare Ironien, Huren, einschmeichelnd formulierte Hinweise auf die Niederträchtigkeit der menschlichen Natur und Ordnung, sowie Bitterkeiten mit Füllung von verschiedenem Geschmack, der in keinem Fall jener der Leipziger Bürgerschaft ist. »DASS MAN HIER ALLES DÜRFEN DARF«? Mit anderen Worten: Die Leipziger Premiere der Brecht-Weill-Oper "Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny" am 9. März 1930 unter der Regie von Walther Brügmann und dem Dirigat Gustav Brechers geriet zum größten Theaterskandal der Weimarer Republik, wurde von der Lokalpresse als "unverhohlen übelste kommunistische Propaganda" diffamiert und löste heftige Stadtratsdebatten aus. Die Tumulte im Zuschauerraum waren von randalierenden NSDAP-Mitgliedern gezielt befeuert worden. "Das Haus tobte derart, daß man auf der Bühne vom Orchester buchstäblich nichts mehr zu hören bekam", berichtet ein Korrepetitor. "Brecher dirigierte die Oper kalkbleich zu Ende". Drei Jahre später musste der Opernkapellmeister während einer massiv von der SA gestörten Aufführung von Weills Silbersee das Dirigierpodium verlassen und schließlich aus dem Amt weichen. Auf der Flucht nahm sich Gustav Brecher 1940 gemeinsam mit seiner Frau das Leben. Weill, ebenfalls jüdischer Herkunft, emigrierte über Paris und London in die USA. »VERMEIDEN SIE ANSTÖSSIGE GESÄNGE!« Im März 1927 hatten sich der 29-jährige Brecht und der zwei Jahre jüngere Weill in Berlin kennengelernt. Das später zur dreiaktigen Oper erweiterte Mahagonny-Songspiel markiert den Beginn ihrer Zusammenarbeit. Verbrecher gründen die Fantasiestadt, in der man alles dürfen darf. Bald stellt die ausschweifende Gesellschaft fest: "Schlimm ist der Hurrikan, schlimmer der Taifun, doch am schlimmsten ist der Mensch", verurteilt den Protagonisten "wegen des Singens verbotener Lieder bei Hurrikan" und ähnlicher Vergehen zum Tode, und torkelt vom Erfolgsrausch in den Katastrophenkater. Die lockere Form aneinandergereihter Sittenbilder des 20. Jahrhunderts fügt sich laut Weill zu einem "Gleichnis vom heutigen Leben" – ein Heute, das leider nie gestrig wird. (Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann)
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Gewandhausorchester & Daniel Barenboim
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Daniel Barenboim, Dirigent Felix Mendelssohn Bartholdy: 4. Sinfonie A-Dur MWV N 16 ("Italienische") Ludwig van Beethoven: 7. Sinfonie A-Dur op. 92 DAS A UND O Eine leuchtende Dur-Tonart, vitale Rhythmen zwischen Beschwingtheit und Obsession, feuriges Temperament zwischen Lebensfreude und Rausch, Vivace als unaufhaltsames, durchgehend nervös vibrierendes Grundtempo, unterbrochen und aufs Schärfste kontrastiert durch intensive Zeitstauung im dunklen Trauermarsch- und Romanzen-Moll, das am Ende Zerfall zelebriert: Die Rede ist von – Beethovens Siebter? Mendelssohns Italienischer? Von dem, was beide verbindet? Von Universalien der Musik, die das Wesen dieser Werke bestimmen? VON A BIS Z Der unvermittelte Sprung in den reißenden Strom pulsierender Bewegung – oder eine riesenhafte langsame Einleitung mit behutsamem Übergang ins rasche Tempo? Rhapsodischer Gesang – oder episodischer Gang durch Doppelvariationen? Ein galant-tänzerischer Gegenakzent in der lichten Grundtonart – oder die impulsiv-resolute Antithese im provokant fernen F-Dur? Das erst in letzter Sekunde verhinderte Versiegen im Pianissimo – oder eine Sforzato-Fortissimo-Orgie zum Beschluss? Die Rede ist immer noch von den beiden Werken, im Abstand von 20 Jahren in London und Wien uraufgeführt, die verwandter und unterschiedlicher kaum sein könnten – verbunden und getrennt durch komplementäre Extreme und fundamentale Gemeinsamkeiten. Was auch immer wir in Musik suchen, was auch immer Musik mit uns zu tun haben mag: Hier ist es wirkmächtig und sinnhaft präsent. (Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann)
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Gewandhausorchester & Tugan Sokhiev
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Tugan Sokhiev, Dirigent Nikolaj Szeps-Znaider, Violine Jean Sibelius: Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47 César Franck: Sinfonie d-Moll FRAGEN ÜBER FRAGEN César Franck beginnt mit einer Frage. Nicht mit irgendeiner Frage, sondern mit dem Prototyp aller musikalischen Fragen. Jener Frage, die Beethoven an den Beginn des Finalsatzes seines letzten Streichquartetts stellt. Man hat diese instrumentale Frage textiert mit den Worten: Muss es sein? Es muss sein. Zwischen all den Sinfonien des 19. Jahrhunderts, die an Beethovens Eroica anknüpfen, dessen Fünfte fortschreiben oder sich auf die Neunte berufen, verblüfft Francks d-Moll-Sinfonie mit dem Verweis auf Beethovens späte Quartett- Experimente. Seinem Vorbild folgend durchmisst Franck uferlose harmonische Weiten und wagt im Mittelsatz ein kühnes Konstrukt: ein kantables Allegretto mit Harfen-begleitetem Englischhorn-Solo und ein leichtfüßig dahinhuschendes Scherzo in zwei Taktarten und Tempi erklingen zunächst nacheinander und dann: gleichzeitig! Von irritierten Reaktionen auf die Premiere im Februar 1889 ließ sich der Organist, Pianist und legendäre Lehrer César-Auguste-Jean-Guillaume-Hubert Franck nicht beirren: Ich habe viel gewagt; aber das nächste Mal werde ich noch mehr wagen. Leider gab es mit Blick auf Sinfonik kein nächstes Mal. Die einzige vollendete Sinfonie blieb sein letztes großes Orchesterwerk. IDEEN ÜBER IDEEN Der berühmte Geiger und Brahms-Freund Joseph Joachim, der Dvořáks und Brahms’ Violinkonzert erst an- und dann beinahe umgestoßen hatte, adelte Sibelius’ Gattungsbeitrag mit dem Prädikat scheußlich und langweilig und riet seinen Schülern ausdrücklich davon ab, dieses Werk einzustudieren. Zumindest ein ehemaliger Student setzte sich wagemutig über die Weisung seines Professors und Quartett-Partners hinweg: Kárel Halír brachte die revidierte Endgestalt von Sibelius’ Violinkonzert am 19. Oktober 1905 in Berlin zur Uraufführung. Am Dirigentenpult stand kein Geringerer als Richard Strauss. Die Arbeit daran hatte geigerische Ambitionen in Sibelius wieder wachgerufen. Eine Ellbogen-Verletzung hatte seine Hoffnungen auf eine Profi-Laufbahn einst zunichte gemacht. Doch während der Komposition des Konzerts erging sich Sibelius tage- und nächtelang in freier Phantasie auf dem Instrument. Janne ist die ganze Zeit in Hochstimmung (und ich auch!), berichtet seine Frau Aino zur Entstehungszeit. Die Überfülle musikalischer Ideen macht ihn förmlich wirr im Kopf. Die Nächte hindurch wacht er, spielt wunderbar schön und kann sich von den verzaubernden Tönen nicht losreißen. Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann
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Gewandhausorchester & Semyon Bychkov
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Semyon Bychkov, Dirigent Midori, Violine Renaud Capuçon, Violine Bedřich Smetana: Die Moldau - 2. Sinfonische Dichtung aus dem Zyklus "Mein Vaterland" Detlev Glanert: Konzert für zwei Violinen und Orchester (Uraufführung, Auftragswerk des Gewandhausorchesters und des Bruckner Orchesters Linz) Modest Mussorgski: Bilder einer Ausstellung (Bearbeitung für Orchester von Maurice Ravel) IM FLUSS Am Wasser, so berichten Mythen vieler Kulturen, entspringt Musik. Verführerisch singende Sirenen und tanzende Quellnymphen sind dort in ihrem Element, Liebeslieder und Seesinfonien sind Bächen und Ozeanen abgelauscht. Eine tiefe Verwandtschaft verbindet Wasser und Musik: Sie strömen, sind fortwährend in Bewegung, durch nichts zu greifen, treiben oder reißen mit sich fort, murmeln geheimnisvoll oder brausen ohrenbetäubend. Für Smetana fließen in der Moldau Natur- und Heimatliebe zusammen. Klein und klar aus Flöten und Klarinetten perlend passiert sie Wälder und ländliche Szenen, bricht das Mondlicht, schwillt an zum Felsen flutenden Fluss, spiegelt als Strom die Silhouette bedeutender Bauwerke. Immer im Wandel und doch dieselbe, musikalisch sinnfällig als Rondo mit gleichbleibendem, variiertem Grundthema und wechselnden Episoden ist die Moldau Nationalsymbol und zugleich Projektionsfläche für Lebens-Läufe. IM BILD Wer durch eine Ausstellung wandelt, erlebt Wandel und Verwandlung auf unterschiedliche Weise. Den Wandel von Werk zu Werk, das Voranschreiten und Verharren, formt Mussorgski zum Klavierzyklus. Die Idee ist genial: Hier nimmt die musikalische Rondo-Folge Bilder einer Ausstellung auf, zusammengehalten vom Refrain, der das Wandeln von Bild zu Bild verbindet. Die Kunstwerke, konkret inspiriert von einer Gedächtnisschau für den früh verstorbenen Malerfreund Viktor Hartmann, wandeln sich zu kleinen Szenen unterschiedlicher Stimmung. Farbe verleiht ihnen der kongeniale Orchestersatz von Maurice Ravel, 1922 im Auftrag von Serge Koussevitzky entstanden. Die reglosen Gemälde geraten in Bewegung, Farben und Formen werden zu Klang und wirken zurück auf die Promenade des Betrachters. Auch sein Refrain verwandelt sich, wie der Betrachter im Spiegel der Gemälde, und der Gang durch die Ausstellung wird zum Gang durch ein ganzes Leben – zum Lebens-Wandel. (Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann)
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Eröffnung der 246. Saison :
Eröffnung der 246. Saison :
Gewandhausorchester & Andris Nelsons
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Andris Nelsons, Dirigent Mao Fujita, Klavier Sergej Rachmaninoff: 3. Konzert für Klavier und Orchester d-Moll op. 30 Antonín Dvořák: 7. Sinfonie d-Moll op. 70 SINNLICHKEIT UND SINNENRAUSCH Aufbruchsstimmung herrscht im 3. Klavierkonzert: Das Werk begleitete Rachmaninoff in die Neue Welt. Er komponierte es mit Blick auf seine bevorstehende USA-Tournee. Während der Atlantik-Überfahrt studierte er den sagenhaft schweren Solopart auf einer stummen Klaviatur ein. Dank rasanter Tempi mit fast permanent vollgriffigem Spiel gilt dieses Konzert als Rekordhalter einer fragwürdigen Disziplin: Es mutet dem Solisten die meisten Noten pro Sekunde zu. Rachmaninoffs musikalische Ausdrucksgewalt, die aus unendlich vielen Stimmungs- und Klangfarben-Schattierungen sowie enormer dynamischer und agogischer Flexibilität erwächst, jedoch nie aus Athletik, Pose oder sentimentaler Romantisierung, macht quantitative Statistiken und qualitative Klischees gleichermaßen hinfällig. Die Premiere bestritt er in New York unter Leitung von Walter Damrosch, die unmittelbar folgende zweite Aufführung dirigierte Gustav Mahler. SINNBILD UND SINNSUCHE Die düstere Tonart d-Moll eint beide Werke. Rachmaninoffs Moll-Faible ist legendär. Dvořáks Sinfonie lockt mit finsterem Raunen der Bässe und Pauke in eine zerfurchte, schroffe Klanglandschaft, durch die freilich jene beseelten Melodien fliegen, die ihn so beliebt machen. Noch das fantastische Finale, strotzend vor vitaler Energie, weiß um gespenstisch-nachttrunkene Gegenwelten. Sind es nicht gerade die dunklen Klangräume, die uns magisch anziehen? SECHSTER SINN UND SIEBTE IM SINN Die 7. Sinfonie bescherte Dvořák einen der größten Erfolge seines Lebens. Die London Philharmonic Society hatte ihn eingeladen – eine Ehre, die zuvor Mendelssohn, Berlioz und Wagner zuteil geworden war – und reihte ihn schon beim ersten Aufenthalt nach Liszt, Brahms und Verdi unter ihre Ehrenmitglieder, gefolgt von Grieg, Tschaikowski und Rachmaninoff. Ferner trug man Dvořák die Komposition einer neuen Sinfonie an, deren Uraufführung er am 22. April 1885 im Zuge seines dritten Englandaufenthalts leitete. Mit Feuereifer hatte er daran gearbeitet: Auf Schritt und Tritt habe ich nichts anderes im Sinn als meine Siebte, die so werden soll, dass die Welt aufhorcht. Dvořáks Wunsch ging in Erfüllung. Die Welt horchte auf – insbesondere auch die Neue Welt. (Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann)
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Gewandhausorchester & Sol Gabetta
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Petr Popelka, Dirigent Sol Gabetta, Violoncello Arvo Pärt: These Words ... Dmitri Schostakowitsch: 2. Konzert für Violoncello und Orchester op. 126 Johannes Brahms: 4. Sinfonie e-Moll op. 98 HAT SEINEN PREIS Als Festmusik zur Verleihung des renommierten Léonie Sonning Music Prize 2008 in Kopenhagen gab die dänische Sonning Music Foundation beim Preisträger Arvo Pärt ein Werk in Auftrag, das Dänemark mit einem Hamlet-Zitat im Titel huldigt. Gertrude heißt ihren Sohn Hamlet im 3. Akt schweigen: These words, like daggers, enter in mine ears – Wie Dolche dringen diese Worte in meine Ohren. Furchteinflößend rumort die Große Trommel in diesem ungewohnt dramatisch-theatralischen Orchesterstück des Gewandhauskomponisten. Verzweifelt stammeln die Streicher ein Gebet und rufen mit den Perkussionisten wortlos einen russisch-orthodoxen Schutzengel an. HAT SEINE HÖHEN UND TIEFEN Ein trockener Fortissimo-Schlag der Großen Trommel fährt mit verstörender Wucht mitten in Schostakowitschs 2. Violoncellokonzert. Jäh verstummt das Orchester. Beängstigende Abgründe tun sich auf und verleiten dazu, Erklärungen jenseits der Musik zu suchen. Ebenso das Zitat eines Gassenhauers, von dem Schostakowitsch behauptet, er könne sich nicht erklären, wie es hineingeraten sei. Schostakowitschs Exegeten wissen wie immer mehr und spekulieren wild. Wenig Deutungsspielraum lässt das Ende. Die Musik verwandelt sich wie in der 4. und 15. Sinfonie in ein Uhrwerk, das die Zählzeiten mechanischherunterticken lässt, bis die Batterie keine Energie mehr hat. HAT SEINEN HELDEN Auch Schostakowitsch ließ sich zu diesen Klängen einen Preis umhängen. Die zentrale Feier zu seinem 60. Geburtstag am 25. September 1966 in Moskau verband sich mit der Uraufführung des 2. Violoncellokonzerts. Nachdem das Jubeljahr dem Künstler bereits hymnische Aufsätze, ein Filmportrait, Festivals und Konzerte zu seinen Ehren sowie etliche Preise – darunter ein Lenin-Orden und eine Hammer-und-Sichel-Medaille – eingetragen hatte, dekorierte man ihn am Premierenabend mit einem Titel, der nie zuvor an einen Musiker vergeben worden war. Der von einem Schlaganfall gezeichnete »Held der sozialistischen Arbeit« musste allerdings bangen, ob seine angegriffene Gesundheit überhaupt den Besuch des Konzerts zulassen würde, zumal solche Ereignisse den notorisch nervösen Komponisten enorm erregten. (Text: Dr. Ann-Katrin Zimmermann)
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Gewandhausorchester & Herbert Blomstedt
Gewandhausorchester
Gewandhausorchester Herbert Blomstedt, Dirigent Anton Bruckner: 8. Sinfonie c-Moll WAB 108 (2. Fassung von 1890, neu herausgegeben von Paul Hawkshaw) WAGEMUT UND WANKELMUT Er habe nicht den Muth sie aufzuführen. Orchester und Publikum würden, deßen bin ich sicher, den größten Widerstand leisten, bekannte der mit allen Wagner-Wassern gewaschene Münchner Kapellmeister Hermann Levi, dem Bruckner 1887 die Premiere seiner 8. Sinfonie antrug, und riet dem Komponisten: Verlieren Sie nicht den Muth, nehmen Sie Ihr Werk noch einmal vor, beraten Sie sich mit Ihren Freunden, vielleicht läßt sich durch eine Umarbeitung viel erreichen. Bruckner war hart getroffen und überarbeitete die Achte grundlegend. Blomstedt legt nun neu ediert Bruckners Zweitfassung aufs Pult. Und resümiert: Das ist eine Wundersinfonie! ANMUT UND ÜBERMUT Wir spüren es: hier beginnt nicht ein Musikstück, sondern die Musik selbst hebt an, sinnierte August Halm, der erste Musikforscher, der Bruckners Sinfonik zum Gegenstand wissenschaftlicher Auseinandersetzung machte. Von einem einzigen Ton der Hörner und tremolierenden Violinen expandiert die Achte. Zwei Beckenschläge heben den Höhepunkt im Zentrum des Adagio wie eine heilige Handlung hervor. Zum Ziel wird am Ende des Finales die simultane Vereinigung der zuvor entfalteten Gedanken. In atemberaubender Gleichzeitigkeit ertönen anderthalb Stunden Musik verdichtet zu 15 Sekunden. Nach dem gewaltigsten Sinfoniesatz, den Bruckner je komponiert hat, konzentriert sich die räumliche und zeitliche Weite wieder auf einen Ton und ein gemeinsam vom ganzen Orchester formuliertes Schlussstatement. Wir spüren es: Hier gipfelt nicht ein Musikstück, sondern die Musik selbst ist an einen Gipfel gelangt. DEMUT UND GROSSMUT Als Mensch war Bruno Walter der feinste. Ich habe ihn bedingungslos bewundert. Herbert Blomstedt zählt den 13. Gewandhauskapellmeister, dessen Geburtstag sich am 15. September zum 150. Mal jährt, zu seinen wichtigsten Vorbildern. Walter hat nicht nur als Mahler-, sondern auch als Bruckner-Dirigent Interpretationsgeschichte geschrieben und Referenzaufnahmen mit amerikanischen Orchestern vorgelegt. Hätte der jüdische Künstler nicht auf politischen Druck viel zu früh aus seinem Leipziger Amt weichen müssen, wäre aus den Aufführungen der Sinfonien 4, 5, 6, 8 und 9 mit dem Gewandhausorchester gewiss ein kompletter Zyklus geworden. Er hat intensiv Musik gemacht, war aber sehr rücksichtvoll gegenüber seinen Mitspielern, berichtet Blomstedt, der Walter persönlich kennenlernte und dessen Haltung teilt: Als Walter 1929 Furtwänglers Nachfolge als Gewandhauskapellmeister antrat, sagte er zum Orchester: »Ich werde es Ihnen musikalisch möglichst schwer machen, aber im Leben möglichst leicht.« Für diese Philosophie braucht man große musikalische Ambitionen, aber auch viel Verständnis und Geduld. (Text: Dr. Ann-Kathrin Zimmermann)
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Eröffnungskonzert 2026/27
Oper Leipzig
Chor der Oper Leipzig Kinderchor der Oper Leipzig Gewandhausorchester Musikalische Leitung: Ivan Repušić Solisten Der krönende Abschluss unseres Tags der offenen Tür: Genießen Sie wunderbare musikalische Ausblicke auf die Neuproduktionen und Wiederaufnahmen der neuen Spielzeit! Mit dem Opernchor, dem Gewandhausorchester, Mitgliedern des Ensembles und Gastsängerinnen und -sänger, die in dieser Spielzeit regelmäßig in Leipzig singen werden, wie Elbenita Kajtazi, Martin Muehle und Lucio Gallo.
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Sinfoniekonzerte
SommerMusikAkademie Schloss Hundisburg
Internationales Akademieorchester Schloss Hundisburg Patrick Grahl, Tenor Friedrich Praetorius, Dirigent Claude Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune Richard Strauss: Orchesterlieder Modest Mussorgski: Bilder einer Ausstellung Die Sinfoniekonzerte des Internationalen Akademieorchesters sind der unbestrittene Höhepunkt der SMA. Nach einer intensiven Arbeitswoche präsentiert das Orchester nicht nur musikalisch Beeindruckendes: Innerhalb weniger Tage sind Fremde aus unterschiedlichen Kulturen zu einem homogenen Klangkörper gewachsen, in dem gemeinsam geatmet, gefühlt und musiziert wird. Der international gefragte Tenor Patrick Grahl kehrt zur SommerMusikAkademie zurück. Nachdem er vor zwei Jahren erstmals als Dozent im Meisterkurs für Deutsches Lied und Liedbegleitung zu Gast war, steht er nun erneut im Mittelpunkt des Festivalgeschehens – diesmal als Solist auf der Konzertbühne. Gemeinsam mit dem Internationalen Akademieorchester der 34. SMA bringt er Orchesterlieder von Richard Strauss zur Aufführung und verspricht damit ein besonderes musikalisches Highlight im diesjährigen Programm. Die Sinfoniekonzerte in der Schlossscheune werden unterstützt von der Stiftung Kreissparkasse Börde.
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Sinfoniekonzert - Gastkonzert Helmstedt
SommerMusikAkademie Schloss Hundisburg
Internationales Akademieorchester Schloss Hundisburg Patrick Grahl, Tenor Friedrich Praetorius, Dirigent Claude Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune Richard Strauss: Orchesterlieder Modest Mussorgski: Bilder einer Ausstellung Die Sinfoniekonzerte des Internationalen Akademieorchesters sind der unbestrittene Höhepunkt der SMA. Nach einer intensiven Arbeitswoche präsentiert das Orchester nicht nur musikalisch Beeindruckendes: Innerhalb weniger Tage sind Fremde aus unterschiedlichen Kulturen zu einem homogenen Klangkörper gewachsen, in dem gemeinsam geatmet, gefühlt und musiziert wird. Der international gefragte Tenor Patrick Grahl kehrt zur SommerMusikAkademie zurück. Nachdem er vor zwei Jahren erstmals als Dozent im Meisterkurs für Deutsches Lied und Liedbegleitung zu Gast war, steht er nun erneut im Mittelpunkt des Festivalgeschehens – diesmal als Solist auf der Konzertbühne. Gemeinsam mit dem Internationalen Akademieorchester der 34. SMA bringt er Orchesterlieder von Richard Strauss zur Aufführung und verspricht damit ein besonderes musikalisches Highlight im diesjährigen Programm. Die Sinfoniekonzerte in der Schlossscheune werden unterstützt von der Stiftung Kreissparkasse Börde.
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Das Besondere Konzert
SommerMusikAkademie Schloss Hundisburg
Ensemble NEUE KAMMER Murals & Music Graffiti und klassische Musik scheinen sich auf den ersten Blick höchstens eine gemeinsame Stadtgrenze zu teilen. Opern, Sinfonien oder Kammermusik werden meist für die geschulten Ohren eines still staunenden Publikums in akustisch perfektionierten, mondänen Räumen aufgeführt, die Alltagsgeräusche aussperren; Streetart- und Graffitikünstlerinnen und -künstlern suchen dagegen bewusst die lärmende Ästhetik der Straße und lassen zwischen Asphalt und Späti ein Gewebe aus individuellen Codes und universeller Symbolik entstehen, das sich den Augen der Masse provokativ aufdrängt. MURALS und MUSIC zusammenzubringen entspringt dem Wunsch, klare Grenzen zu verwischen: sich gegenseitig aus dem Konzept zu bringen, das eigene künstlerische Handeln zu hinterfragen und Genres neu zu entdecken. Wandmalerei und Musik, Künstlerinnen und Musikerinnen, Farbe und Klang stehen dabei nicht nebeneinander, sondern suchen bewusst Reibungspunkte einer interdisziplinären Performance, in der das Arbeiten im unbekannten Terrain eine neue Form gemeinsamen Ausdrucks entstehen lässt. Das Ensemble NEUE KAMMER entwickelt seit 2019 Programme, die Alte und Neue Musik verbinden und Brücken zum Performativen und Visuellen schlagen. Uwe Arnold und Robert Aust sind freischaffende Graffiti- und Wandmalereikünstler, deren Werke an zahlreichen Fassaden in und außerhalb Leipzigs sowie auf Leinwand zu sehen sind. Das Besondere Konzert wird unterstützt von Familie Prüße
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Gesprächskonzert
SommerMusikAkademie Schloss Hundisburg
Internationales Akademieorchester Friedrich Praetorius, Dirigent & Moderation Auszüge aus dem sinfonischen Programm Jedes Jahr geht die Ausschreibung zur Mitwirkung im Internationalen Akademieorchester Schloss Hundisburg an zahlreiche Musikhochschulen weltweit. Aus der Vielzahl der eintreffenden Bewerbungen wird ein neues Orchester gebildet. Die jungen Musikerinnen und Musiker proben in Hundisburg eine Woche lang unter der Leitung von Friedrich Praetorius und bestreiten die Höhepunkte der SMA. Innerhalb kürzester Zeit entwickeln sich die internationalen Studierenden zu einem Klangkörper, dessen Markenzeichen Können, Hingabe und Begeisterung sind – Völkerverständigung durch Kultur in Deutschlands Mitte. Das Gesprächskonzert ist eine außergewöhnliche Gelegenheit zur Begegnung mit dem jungen, neu formierten Orchester und seit seinen Anfängen der Geheimtipp unter den Veranstaltungen der SMA. Die Musik des Abschlusskonzerts ist hier erstmals zu hören, ausführlich wie kurzweilig erläutert von Dirigent Friedrich Praetorius. Mit dieser »Brille für die Ohren« ausgestattet, kann sich das Publikum aller Generationen auf eine musikalische Reise ins Innere der Stücke begeben. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Wir bitten am Ausgang um eine Spende zur Finanzierung der SMA.
Konzerte
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Glanzlichter der Oper - Open Air
SommerMusikAkademie Schloss Hundisburg
Internationales Akademieorchester Schloss Hundisburg Sängerinnen und Sänger der Lotte-Lehmann-Akademie Perleberg Friedrich Praetorius, Leitung In dieser Operngala kooperieren mit Hundisburg und Perleberg erstmals zwei herausragende Sommermusikakademien, die seit Jahrzehnten den Klassiknachwuchs des 21. Jahrhunderts auf höchstem Niveau fördern. Das abwechslungsreiche Programm aus mitreißenden Ouvertüren, Duetten und Ensembles unter der Leitung von Friedrich Praetorius präsentieren die jungen Sängerinnen und Sänger der Akademie in halbszenischer Umsetzung – kein Bühnenbild, keine Kostüme, aber voller szenischer Aktion! Beide Akademien vereint die Begeisterung für einzigartige Spielstätten und Konzerterlebnisse, die Überzeugung, dass gerade ländliche Regionen ein idealer Schmelztiegel für eine neue internationale Künstlergeneration sind, und natürlich die kompromisslose Exzellenz sowohl des Dozententeams der Lotte Lehmann Akademie wie von Friedrich Praetorius als musikalischem Leiter der SMA Hundisburg. Diese erste gemeinsame Operngala wird ein unvergessliches Erlebnis und hoffentlich auch der Auftakt für eine zukunftsweisende länderübergreifende Kooperation im Zeichen der Oper als Weltkulturerbe und nach dem Motto der SMA Hundisburg: Hier wird Europa gelebt! Die Lotte Lehmann Akademie Perleberg ist einer der weltweit führenden Sommerkurse für angehende Opernsängerinnen und -sänger. Hervorgegangen aus der seit 1998 bestehenden Lotte Lehmann Woche, verbindet sie internationale Spitzenförderung mit starker regionaler Verankerung. Junge Opernstars arbeiten hier mit mit Dozentinnen und Dozenten von Weltrang und präsentieren ihre Ergebnisse in Konzerten in der gesamten Prignitz. Die jährlich stattfindenden Sommerkonzerte bringen Klassik dorthin, wo sie zunächst keiner erwartet – und doch bestens hinpasst: Kirchen, Festscheunen, Schlosssäle, -höfe und -parks werden zur Opernbühne. Seit vielen Jahren engagieren sich Akademie und Woche zudem in der musikalischen Nachwuchsarbeit und in Kooperationen, u.a. mit Schulen und den Elblandfestspielen Wittenberge.
Konzerte
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Mittagsmusik I
SommerMusikAkademie Schloss Hundisburg
Stipendiat:innen-Duo des Meisterkurses Mit dem Format der Mittagsmusiken bietet die SMA in diesem Jahr wieder ein barrierefreies Angebot, in dem das Publikum die Vielfalt des Konzertangebotes in ungezwungener Atmosphäre in der Stadt Haldensleben erleben kann. In kurzen, ca. 15-minütigen Konzerten um die Mittagszeit präsentieren die Künstlerinnen und Künstler der Abendkonzerte einen Vorgeschmack und stellen sich, ihre Instrumente und ihre Programme vor. Ob als erste Begegnung mit der SMA, finale Überzeugung zum Besuch des Abendkonzertes oder einfach nur ein kurzer Musikgenuss in der Mittagspause – die Mittagsmusiken stellen vor jedem Hintergrund eine Bereicherung dar. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei. Wir bitten am Ausgang um eine Spende zur Finanzierung der SMA.
Konzerte
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