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Ereignisse / Festival Wittenberger Renaissance Musikfestival 18. bis 27.9.2026
Aufführungen / Theater Schauspiel Leipzig Leipzig, Bosestraße 1
Aufführungen / Theater Lofft Leipzig Leipzig, Spinnereistr. 7
Aufführungen | Ball

Historischer Tanzball

Wittenberger Renaissance Musikfestival

Ensemble The Playfords Der bei den Einheimischen und ihren Gästen seit jeher beliebte Historische Tanzball darf auch 2026 nicht fehlen im Programm des Wittenberger Renaissance Musikfestivals – erst recht nicht, weil das Festivalmotto »Renaissance küsst Tango« heißt! Durch das Ballvergnügen des führen wie gewohnt zwei Tanzmeister mit Charme, Glamour und Ideen: Mareike Greb und Mark Frenzel leiten vier gemeinsame Tanzrunden an. Unerlässlich am Wittenberger Ballabend ist die authentische Live-Musik, gespielt von Experten für historische Tanzweisen: The Playfords geben sich auch in diesem Jahr wieder die Ehre. Thematisch tragen alle Mitwirkenden ihre Sichtweisen zum Festivalmotto bei – mit einer tiefen Verneigung vor John Dowland, dessen Todestag sich im Februar zum 400. Mal gejährt hatte. Die Tänze sind auf diesen Themenkomplex abgestimmt, der auch jede Menge Raum für die Freude an der Bewegung lässt – und für die Freude an der Tanzbarkeit von John Dowlands Musik! Apropos Tanzen: Bei jeder Musik und für jedes historische Ensemble ist es essenziell, auf die Füße der Tanzenden zu sehen, um das Wesen der verschiedenen Tänze durchdringen und musikalisch darstellen zu können. The Playfords gründeten sich vor 25 Jahren als Tanzband und sammeln seitdem Inspirationen – auch beim alljährlich beim Wittenberger Renaissance-Tanzball! Die Tanzenden wiederum erleben von Jahr zu Jahr und von Strophe zu Strophe, wie facettenreich die Tänze sich anfühlen, wenn The Playfords unermüdlich affektieren und improvisieren: ein Feuerwerk der Wechselspiele. Spannend wird es in diesem Jahr, wenn The Playfords rhythmische Farben und Muster des Tangos ins Spiel bringt. Einige Elemente haben die Renaissance-Tänze mit dem Argentinischen Tango nämlich durchaus gemeinsam, etwa die Dissoziation vom aufrechten Oberkörper und den eleganten Beinen – oder anders ausgedrückt: ihre Unabhängigkeit voneinander. Beide Tanzstile, Renaissance und Tango, bestehen im Wesentlichen aus der Variation eines einzigen Schritts, bei John Playford »Singles« und bei Thoinot Arbeau »Simples« genannt. Das Caminar im Tango, also das Gehen, haben die italienischen Renaissance-Tanzmeister Fabritio Caroso und Cesare Negri mit »Passo grave« – hier so viel wie würdevolles Schreiten – und John Playford mit »Walking Step« bezeichnet. Bei anderen Tänzen wie Branlen und bei Boleos oder Ganchos vollziehen die Beine schwindelerregende Verzierungen. Zwischen den Tänzen lassen The Playfords unterhaltsame Melodien erklingen wie »Tango vivray« von Claudin de Sermisy, »Por una Cabeza« von Carlos Gardel und »Guck doch nicht immer nach dem Tangogeiger« von Friedrich Hollaender mit Björn Werner als Cantor de Tango, der als passionierter Tango-Tänzer die Mugre – den »Dreck« – und die Narben der Seele darzustellen weiß. Fantasievolle Gewänder und Vorkenntnisse im historischen Tanz sind wie immer erfreulich, aber keine Bedingung für die Teilnahme. Wer sein Debüt auf dem Tanzparkett längst hinter sich hat, wird sich über seine Lieblingstänze freuen und Gleichgesinnte treffen. Ebenso willkommen sind alle Gäste, die eine rauschende Ballnacht mit historischen Tänzen zum ersten Mal erleben. Ihnen wird empfohlen, die Tanzschritte des Abends tagsüber in den Kursen zu studieren, um sich anschließend perfekt vorbereitet ins Vergnügen zu stürzen. Ticket 44 Euro
Aufführungen | Ballett

Alice im Wunderland

Musikalische Komödie

Ballett von Mirko Mahr nach Lewis Carrolls »Alice’s Adventures in Wonderland« | Musik von Jacques Offenbach, Leroy Anderson und Igor Strawinsky Ob körperlose Grinsekatze, verrückter Hutmacher oder böse Herzkönigin – Lewis Carrolls Abenteuer­geschichte »Alice’s Adventures in Wonderland« steckt voller skurriler Einfälle und gehört längst zu den beliebtesten Erzählungen im Kinderzimmer. Mirko Mahr setzt den zeitlosen Kinderbuchklassiker in seiner Choreografie fantasievoll für alle Kinder und Kind gebliebene Erwachsene um. Alles beginnt mit dem weißen Kaninchen: ­Neugierig folgt ihm Alice und landet in einer wundersamen Welt voll sonderbarer Gestalten und absurder Situationen. Sie wohnt einer bizarren Tee-Gesellschaft bei und spielt mit einem Heer von Spielkarten Croquet, doch das größte Rätsel ist Alice selbst. Mal zu groß, mal zu klein, aber immer voller Mut stellt sie sich den aberwitzigen Prüfungen des Wunderlandes und geht ­dabei der alles entscheidenden Frage nach: »Wer in ­aller Welt bin ich?« Die Erzählung, die der verschrobene Mathematik­dozent Charles Lutwidge Dodgson während einer ­Bootsfahrt auf der Themse zur Unterhaltung der 10-jährigen Alice Liddell und ihrer Schwestern ersann und 1865 unter dem Pseudonym Lewis Carroll veröffentlichte, nimmt seine Leser mit in eine Nonsens-­Welt, in der die Gesetze der Sprache und Logik aufgehoben sind und die bis heute nicht nur Kinder zum Träumen anregt. Choreografie und Inszenierung: Mirko Mahr Bühne, Kostüme: Alexander J. Mudlagk Dramaturgie: Nele Winter Dauer: 2 1/4 Stunden ab 8 Jahren Hinweis: Bei dieser Veranstaltung werden Stroboskopeffekte verwendet. Bei bestimmten Blitzfrequenzen können unter Umständen epileptische Anfälle ausgelöst werden.
Aufführungen | Musical

My Fair Lady

Musikalische Komödie

Musical nach George Bernard Shaws »Pygmalion« und dem Film von Gabriel Pascal | Buch von Alan Jay Lerner | Musik von Frederick Loewe | Deutsch von Robert Gilbert Ist es möglich, einem einfachen Blumenmädchen aus den Londoner Slums innerhalb weniger Monate Sprache und Manieren einer Lady beizubringen? Top, die Wette gilt! Erfolgssicher setzt der Phonetikprofessor Henry Higgins auf dieses Experiment, degradiert Eliza Doolittle zum wissenschaftlichen Objekt und quält es mit abstrusen Sprachübungen. So wie einstmals der griechische Bildhauer Pygmalion die Statue einer vollkommenen Frau schuf, will auch Henry Higgins aus der Tochter eines Müllkutschers ein blendendes Kunstwerk formen und es auf dem Botschaftsball als Herzogin präsentieren. Doch hat der Professor dabei auch bemerkt, dass die Dame an seiner Seite keine Statue aus Stein, sondern eine selbstbewusste Frau mit eigenen Absichten und Träumen ist? Inszenierung: Karl Zugowski Bühne: Bernd Leistner Kostüme: Marlis Knoblauch Choreografie: Monika Geppert Choreinstudierung: Mathias Drechsler Leitung Komparserie: Esther Maria Rose Chor der Musikalischen Komödie Ballett der Musikalischen Komödie Komparserie der Oper Leipzig Orchester der Musikalischen Komödie Spieldauer ca. 3 Stunden | Eine Pause ab 12 Jahren
Aufführungen | Musical

The Addams Family

Musikalische Komödie

Buch von Marshall Brickman & Rick Elice | Musik und Songtexte von Andrew Lippa | Basierend auf Figuren erfunden von Charles Addams | Deutsch von Anja Hauptmann Wo die Liebe hinfällt … Die junge Erwachsene Wednesday Addams verliebt sich in Lucas Beineke. Das Problem: Familie Addams ist, sagen wir, etwas anders als so manche Musterfamilie. Vater Gomez verspricht Wednesday, der Mutter nichts davon zu erzählen. Doch Gomez kann seine über alles geliebte Morticia nicht anlügen, und so kommt es zur Enthüllung des Geheimnisses und zur Einladung der Familie Beineke ins düstere Haus Addams. Nun prallt die Welt der Addams mit ihrem Hang zum Absonderlichen und Morbiden auf die spießige Gutbürgerfamilienwelt der Beinekes. Ein ganz normaler Abend … Die berühmten Cartoon-Zeichnungen von Charles Addams mit den Figuren der Addams Family karikierten ab den 1930ern die konservative US-amerikanische Familie. Sie wurden später für mehrere Serien, Verfilmungen und 2009 für das Musical von Andrew Lippa aufgegriffen und adaptiert. Zuletzt sorgte vor allem die Netflix-Serie »Wednesday« mit Schauspielerin Jenna Ortegas skurrilem Tanz für Furore. Da unser MuKo Publikum neben humoresken auch horroreske Musicals wie »Sweeney Todd« oder »Jekyll & Hyde« liebt, wird es höchste Zeit, Familie Addams mit ihren wunderbaren Charakteren und Songs mal nach Leipzig einzuladen! Inszenierung und Lichtdesign: Till Kleine-Möller Choreographie: Timo Radünz Bühne: María Reyes Pérez Kostüme: Timo Radünz Videodesign: Grigory Shklyar Dramaturgie: Inken Meents Choreinstudierung: Mathias Drechsler Dauer: 2 3/4 Stunden | 1 Pause ab 13 Jahren Hinweis: Bei dieser Veranstaltung werden Stroboskopeffekte verwendet. Bei bestimmten Blitzfrequenzen können unter Umständen epileptische Anfälle ausgelöst werden.
Aufführungen | Musical

Die Fledermaus

Musikalische Komödie

Operette in drei Akten | Libretto von Richard Genée, nach der Komödie »Le Réveillon« von Henri Meilhac und Ludovik Halévy in der deutschen Bearbeitung von Karl Haffner »Die Fledermaus« gilt als die Operette überhaupt, voll von Walzer, Polka, Wer-mit-Wem, Champagner, von Verwechslung, Verkleidung und Verbrüderung. Wie erfrischend, dass Gabriel von Eisenstein, der sich vor einer Gefängnisstrafe noch schnell mit jungen Damen amüsieren will, von seiner Frau Rosalinde Gleiches mit Gleichem vergolten wird: mit ihrem alten Gesangslehrer Alfred. Nur ein Tenor kann so dreist sein! Adele, das Stubenmädchen, strebt nach Höherem, aber zunächst als Fräulein Olga im Kleid ihrer Gnädigsten zum Ball. Und so laufen alle liebenswerten Charaktere, die es mit der Wahrheit nicht so genau nehmen, beim Ball des Prinzen Orlofsky ein. Er ist jung, reich, gelangweilt – da kommt ihm eine Vergeltungsaktion des Dr. Falke gerade recht. Dieser hat mit Eisenstein noch eine Rechnung offen: »So rächt sich die Fledermaus!« Orlofskys Ball wird zur Bühne. Und am Schluss treffen sich alle im Gefängnis wieder. Herr von Eisenstein erfährt hier, wer sein Duzbruder, der Chevalier Chargrin, wirklich ist und was es mit dem Doppelgänger in seinem Schlafrock auf sich hat. Eisensteins Freispruch wird mit Champagner begossen, denn schließlich hat es der allein verschuldet, oder etwa nicht? Inszenierung: Peter Lund Bühne: Ulrike Reinhard Kostüme: Daria Kornysheva Choreinstudierung: Mathias Drechsler Chor der Musikalischen Komödie Extrachor Orchester der Musikalischen Komödie Empfohlen für Kinder und Jugendliche ab 14 Jahren Dauer: 2 3/4 Stunden ab 14 Jahren
Aufführungen | Musical

Der Hase mit den Bernsteinaugen

Musikalische Komödie

Premiere: 17.10.2026 Musical nach dem gleichnamigen Buch von Edmund de Waal | Musik von Thomas Zaufke | Text von Henry Mason Der Familienvater Edmund de Waal erbt eine kleine, kunstvoll geschnitzte Figur aus Japan: einen Hasen mit Bernsteinaugen. Dieses scheinbar unscheinbare Objekt wird zum Ausgangspunkt einer abenteuerlichen, aufwühlenden und berührenden Spurensuche durch 150 Jahre Familien- und Weltgeschichte: Gemeinsam mit Edmund begibt sich das Publikum auf eine Reise in die Vergangenheit, von Odessa über Paris nach Wien: Das Familienunternehmen seiner Vorfahren steigt zu einem der reichsten Finanzimperien Europas auf – bis die Familie in der Zeit des Nationalsozialismus auf dramatische Weise alles verliert. Verfolgung und Enteignung zwingen sie zur Flucht, und die Familie wird über die ganze Welt zerstreut. Nach der umjubelten, ergreifenden und preisgekrönten Uraufführung am Landestheater Linz erlebt dieses Musical nun seine deutsche Erstaufführung an der Musikalischen Komödie. Komponist Thomas Zaufke orientiert sich an den jeweiligen Epochen und schöpft dabei aus dem Vollen: traditionelle jüdische Musik, patriotische Hymnen, Charleston, eine Marschparodie – eingerahmt von modernen Klangwelten, die begeistern. Inszenierung: Henry Mason Choreografie: Francesc Abós Associate Choreographer: Lorna Dawson Bühne & Kostüme: Jan Meier Dramaturgie: Marlene Hahn Dauer: 3 Stunden | eine Pause ab 14 Jahren
Aufführungen | Ballett

Der Nussknacker

Oper Leipzig

Ballett von Kaloyan Boyadjiev nach »Nussknacker und Mäusekönig« von E.T.A. Hoffmann | Musik von Peter I. Tschaikowski | Koproduktion Opéra national de Bordeaux Ein geheimnisvoller Weihnachtsabend, ein funkelnder Tannenbaum und ein besonderes Geschenk: Für Clara beginnt eine Nacht, wie sie nur im Märchen vorkommt. Der Nussknacker, den sie zu Weihnachten bekommt, wird zum Tor in eine magische Welt, in der Spielzeuge erwachen, Mäuse kämpfen, Schneeflocken tanzen und Träume wahr werden. Kaloyan Boyadjiev haucht dem geliebten Klassiker neues Leben ein. In einer behutsam modernisierten Choreographie und einer funkelnden Neuausstattung voller Liebe zum Detail entfaltet sich ein Ballett, das den Zauber und die Fantasie der Weihnachtszeit zum Leuchten bringt. Mit Tschaikowskis unvergänglicher Musik und einer märchenhaften Bühnenwelt, die Jung und Alt gleichermaßen verzaubert, wird »Der Nussknacker« zu einer Reise durch Wünsche, Träume und die Magie des Unbekannten – ein zeitloses Märchen, das immer wieder aufs Neue Staunen weckt. Choreographie & Dramaturgie: Kaloyan Boyadjiev Bühne, Kostüme & Dramaturgie: Jon Bausor Kostüme: Bregje van Balen Licht: Paul Keogan Video: Dan Light Leipziger Ballett Kinderchor der Oper Leipzig Komparserie der Oper Leipzig Gewandhausorchester Dauer: 2 Stunden | 1 Pause ab 6 Jahren Einführung 30 Min. vor Vorstellungsbeginn im Konzertfoyer
Aufführungen | Oper

Figaros Hochzeit

Oper Leipzig

Premiere: 29.11.2026 Opera buffa in vier Akten von Wolfgang Amadeus Mozart | Libretto von Lorenzo Da Ponte Mit Revolutionen kennt man sich in Leipzig ja aus. In »Figaros Hochzeit« vermischen sich Revolutionäres und Amouröses auf turbulente Art an einem wahrhaft tollen Tag – im Sinne von »Tollheit« und im Sinne von »Meisterwerk«. Wolfgang Amadeus Mozart und Lorenzo Da Ponte trafen gleich mit ihrer ersten Zusammenarbeit ins Schwarze. Der brisanten Vorlage »Der tolle Tag« von Beaumarchais mussten sie zwar vordergründig die revolutionären Zähne ziehen, aber die Oper brachte die Revolution dennoch auf die Bühne. Auch für uns ist der Sinn heute noch zugänglich: Die Hierarchien werden neu verhandelt. Der Graf, dem Figaro einst alle Hindernisse aus dem Weg räumte, hat ein Auge auf Figaros Verlobte, die Zofe Susanna geworfen und möchte nun ein altes feudales Recht wiederbeleben. Aber da hat er die Rechnung ohne Figaro und erst recht ohne Susanna gemacht, die den Verlobten an List und Charme noch überflügelt. Sie verbündet sich zudem mit ihrer Herrin, der Gräfin, und knüpft so ein Band zwischen Personal und Herrschaft. Bleibt es bei der klassenübergreifenden Solidarität? Kann Susanna sich dem Grafen entziehen? Regisseurin Ilaria Lanzino wurde für »Mary, Queen of Scots« (Oper Leipzig 2023) von Kritik und Publikum gefeiert und versteht sich bestens auf Mozarts Meisterwerk, das Liebe, Umsturz und Politik in eine funkelnde Komödie fasst, auf einer Bühne, die so wandelbar ist wie die Handlung. Inszenierung: Ilaria Lanzino Bühne: Dirk Becker Kostüme: Annette Braun Dramaturgie: Kara McKechnie In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer: 3 1/4 Stunden | 1 Pause ab 14 Jahren
Aufführungen | Ballett

Ein Sommernachtstraum

Oper Leipzig

Premiere: 7.11.2026 Musik von Felix Mendelssohn Bartholdy, Samuel Barber u. a. Am athenischen Hof regiert das Gesetz. Väter bestimmen über Töchter. Vernunft über Gefühl. Doch jenseits der Palastmauern beginnt der Wald – und mit ihm eine andere Wirklichkeit. Shakespeares Komödie erforscht seit über 400 Jahren, was geschieht, wenn Ordnung auf Chaos trifft. Liebe als irrationale Kraft. Identität als fluides Spiel. Die Natur als Spiegel innerer Abgründe. Wie tief trauen wir uns in den Wald? Je weiter die Liebenden vordringen, desto mehr löst sich auf, was fest schien. Der Wald wird zum Unbewussten. Es ist das Reich von Puck, Oberon, Titania – ihre Schatten verschwinden zwischen den Bäumen. Begehren. Rausch. Verwandlung – was in Palästen gebändigt scheint, ist hier frei. Die Grenze zwischen Traum und Wirklichkeit verschwindet. Die Fehde der Feenmonarchie bricht als innerer Konflikt durch die menschliche Fassade. Was verborgen lag, wird sichtbar. Was kontrolliert schien, entgleitet. Juliano Nunes, bekannt für seine Arbeiten am Royal Ballet London, am Mariinsky Theater, am American Ballet Theatre und am Nederlands Dans Theater, verwandelt Shakespeares Stück in eine Reise durch Bewusstseinsschichten. Gemeinsam mit Ausstatter Youssef Hotait schafft er einen Raum, in dem apollinische Ordnung und dionysisches Chaos aufeinanderprallen. Was wartet im Dunkel? Und was muss ans Licht, damit wir am Morgen erwachen können? Musikalische Leitung: Matthias Foremny Choreographie: Juliano Nunes Bühne und Kostüme: Youssef Hotait Licht: Michael Röger Dramaturgie: Anna Diepold Ballett Leipziger Ballett Orchester Gewandhausorchester Dauer: 2 Stunden | eine Pause ab 14 Jahren
Aufführungen | Oper

La bohème

Oper Leipzig

Oper in vier Bildern nach Henri Murgers »Scènes de la vie de bohème« | Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica Peter Konwitschnys Inszenierung von Giacomo Puccinis Oper »La Bohème« genießt heute Kultstatus. Der Star-Regisseur bringt die Geschichte um die Sehnsucht nach Liebe und Wärme in der klirrenden Winterkälte ohne jeden Kitsch und ohne Pathetik auf die Bühne. Ein ehrlicher Regieansatz, der auch nach über 100 Aufführungen wie zur ersten Stunde zu begeistern weiß. Musikalische Leitung: Friedrich Praetorius Inszenierung: Peter Konwitschny Bühne, Kostüme: Johannes Leiacker Licht: Steffen Böttcher Dramaturgie: Marita Müller Einstudierung Kinderchor: Sophie Bauer In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Spieldauer ca. 2 1/4 Stunden | Eine Pause ab 15 Jahren
Aufführungen | Oper

Eugen Onegin

Oper Leipzig

Premiere: 10.10.2026 Lyrische Szenen in drei Akten von Peter I. Tschaikowski | Libretto von Peter I. Tschaikowski und Konstantin S.Schilowsky nach dem Versroman von Alexander Puschkin »Wie war einst das Glück so nahe!« Wir kennen alle diese »Ach, hätte ich doch …«-Momente. Hier nehmen sich Puschkin und Tschaikowski dieser Gefühle an und fassen sie in lyrische Szenen; mitreißend, tragisch und auch humorvoll. »Eugen Onegin« vereint viele Facetten und steht so auch für die Leidenschaft und Zerrissenheit des Komponisten Tschaikowski: einerseits große Choroper, andererseits beklemmendes Kammerspiel von zerbrochener Freundschaft und jugendlichem Leichtsinn. Das junge Mädchen Tatjana fasst sich ein Herz und erklärt gegen die Konvention einem erfahrenen Mann ihre Liebe. Er weist sie kalt ab und zerstört in der Folge sowohl ein anderes junges Leben als auch eine andere erblühende Liebesbeziehung. Jahrzehnte später und trotz Wehmut erweist sich Tatjana dann als die Erwachsenere von beiden … Der Liebesbrief, den Tatjana an Onegin verfasst, befeuert am meisten Tschaikowskis Vorstellungskraft und wird so Gegenstand der ersten Szene, die er komponiert. »Wenn der Zuhörer allein einen winzigen Teil davon empf inden würde, was ich beim Komponieren empfand, wäre ich äußerst glücklich.« In dieser Produktion, einer Übernahme von der Oper Bonn, folgt Vasily Barkhatov akribisch den musikalischen Ideen, die die Partitur enthält, und erlaubt es dem Publikum, sich mit den Opernfiguren sofort zu identifizieren und mitzufühlen. Dieser »Eugen Onegin« ist ein Abend voller emotionaler Erschütterung und traumhaft schöner Bilder. Musikalische Leitung: Ivan Repušić / Yura Yang Inszenierung: Vasily Barkhatov Bühne: Zinovy Margolin Kostüme: Olga Shaishmelashvili Licht: Alexander Sivaev Dramaturgie: Kara McKechnie In russischer Sprache mit deutschen & englischen Übertiteln Dauer: 3 Stunden | eine Pause ab 14 Jahre
Aufführungen | Gala

Gala zum Saisonauftakt

Musikalische Komödie

Wir sind zurück! Immer noch kultig, herzlich, original und vielleicht ein bisschen meschugge präsentieren wir mit dem gesamten Ensemble der Musikalischen Komödie die Highlights unserer neuen Saison und spannende Hintergründe zur jüdischen Tradition unseres Hauses im Rahmen des jüdischen Jahres »Tacheles«. Musikalische Leitung und Dirigent: Michael Nündel Dirigent: Tobias Engeli / Christoph-Johannes Eichhorn Choreinstudierung: Mathias Drechsler Dauer: 2 1/2 Stunden ab 12 Jahren
Aufführungen | Aufführung

Venusnächte

Musikalische Komödie

Freuen Sie sich bei unseren Venusnächten auf eine stimmlich-emotionale Karussellfahrt unter dem Motto »Diva auf Umwegen« mit Ensemblemitglied Friederike Meinke, im November auf die musikalische Interpretation der Texte von Erich Kästner durch Lasarah Sattler und Lennart Jahn mit ihrem Liederabend »KÄSTNER. vertont« sowie im Mai auf den Abend »Vivre debout« mit den Chansons von Jacques Brel gesungen von Tobias Licht. Dauer: ca. 2 Stunden | 1 Pause
Aufführungen | Oper

La Traviata

Oper Leipzig

Melodramma in drei Akten | Text von Francesco Maria Piave nach dem Roman »Die Kameliendame« von Alexandre Dumas Liebe, Eifersucht und Tod. Was braucht es mehr zu einem gelungenen Opernabend? Nicht viel, sagen Andreas Homoki und sein Bühnenbildner Frank Philipp Schlößmann. Ihre Inszenierung von Giuseppe Verdis Kultoper ist auf das Wesentliche reduziert, sodass in den Vordergrund tritt, was wirklich zählt: große Gefühle und große Musik. Musikalische Leitung: Yura Yang / Christoph Gedschold / Friedrich Praetorius Inszenierung: Andreas Homoki Bühne: Frank Philipp Schlößmann Kostüme: Gabriele Jaenecke Licht: Michael Röger Chor der Oper Leipzig Gewandhausorchester In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer: 2 1/2 Stunden | 1 Pause ab 15 Jahren
Aufführungen | Oper

Tosca

Oper Leipzig

Melodramma in drei Akten | Text von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem gleichnamigen Drama von Victorien Sardou Floria Tosca liebt Mario Cavaradossi. Als er vom durch und durch bösen Polizeichef Scarpia verhaftet wird und Tosca diesen aufsucht, um Cavaradossis Freiheit zu erwirken, nimmt das Unheil seinen Lauf. Keiner der drei wird das Abendrot des nächsten Tages erblicken. Eine düsteres Stück Operngeschichte, das seine Nähe zum Verismo nicht verleugnet. Musikalische Leitung: Ivan Repušić Inszenierung: Michiel Dijkema Bühne: Michiel Dijkema Kostüme: Claudia Damm Licht: Michael Münster Einstudierung Chor: Alexander Stessin Dramaturgie: Christian Geltinger Chor der Oper Leipzig Kinderchor der Oper Leipzig Gewandhausorchester In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer: ca. 2 1/2 Stunden | Eine Pause ab 15 Jahren
Aufführungen | Oper

Die Zauberflöte

Oper Leipzig

Große Oper in zwei Aufzügen | Libretto von Emanuel Schikaneder Willkommen in der rätselhaften Märchenwelt der »Zauberflöte«! Schon die Namen der Charaktere klingen magisch und erinnern uns an unsere ersten Opernbesuche: Tamino, Pamina, Papageno, Sarastro … Kaum ein Werk der Opernliteratur enthält so viel Gegensätzliches, durch Mozarts Musik so harmonisch zu einem Ganzen gefügt. Ist seine wohl beliebteste Oper eine abenteuerliche Geschichte vom Erwachsenwerden? Eine Parabel von Weisheit, Philosophie und Freundschaft? Geht es darum, einfach man selber zu bleiben, so wie der Vogelfänger Papageno? Er begleitet Prinz Tamino, der sich in ein Bild der entführten Pamina verliebt hat und sie befreien will. Wir werden daran erinnert, dass sich die Welt nicht immer in Gut und Böse einteilen lässt: Die Königin der Nacht und Sarastro zeigen uns dies durch ihren Streit um Pamina. Auf unserer Reise begleiten uns auch drei Damen, drei Knaben, ein Glockenspiel, eine Flöte, die selbst wilde Tiere zähmt. Und was hat es mit den drei Prüfungen auf sich, die Tamino und Pamina bestehen müssen, um zu den Eingeweihten zu gehören? Findet sich für Papageno auch eine Papagena? Fragen über Fragen, die in unserer ersten Neuproduktion der Spielzeit mit viel Witz und Zauber beantwortet werden! Musikalische Leitung: Yura Yang / Ivan Repušić / Christoph Gedschold / Sebastian Camaño Saavedra Inszenierung: Matthias Davids Bühne und Video: Mathias Fischer-Dieskau Kostüme: Susanne Hubrich Licht: Guido Petzold Dramaturgie: Kara McKechnie In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer: 3 Stunden ab 12 Jahren Hinweis: Enthält Abfolge von blinkenden Lichtern und Mustern. Dauer: 3 h
Aufführungen | Oper

Der fliegende Holländer

Oper Leipzig

Romantische Oper in drei Aufzügen | Text vom Komponisten Bis in alle Ewigkeit ist der fliegende Holländer dazu verdammt, auf seinem Geisterschiff die Weltmeere zu durchsegeln, ohne Rast, ohne Ziel. Nur einmal alle sieben Jahre darf er an Land, um dort Erlösung zu ­suchen: in einem »Weib, das bis in den Tod getreu ihm auf Erden«. Die Kapitänstochter Senta, die an den ­gesellschaftlichen Konventionen und der Enge der dörflichen Gemeinschaft zu ersticken droht, glaubt sich auserkoren, diesen Fluch zu brechen. Als ihr ­Vater ­Daland mit einem geheimnisvollen Fremden an ­seiner Seite von See zurückkehrt, erkennt sie sofort den Verdammten aus jener düsteren Seemanns­ballade, die ihr schon die Amme vorsang, und bricht auch die letzten Brücken zum vorgezeichneten Leben mit ihrem Verehrer Erik ab. Nach seinen drei Frühwerken betrachtete Richard Wagner den 1843 uraufgeführten »Fliegenden ­Holländer« als sein erstes gültiges Werk überhaupt. Mit dem Einbruch des Übersinnlichen und der ­dämonischen Naturgewalten in die Realität knüpfte er an die Tradition der schauerromantischen Oper an und beschritt mit dem Erlösungsmotiv einen Weg, der für seine folgenden Musikdramen bestimmend werden sollte. Das stürmische Wogen des Meeres, wilde Seemannschöre und die zentrale Ballade Sentas ­ver­dichtet Wagner zu einem atmosphärischen ­Thriller, der vom ersten Ton an in Bann zieht. Michiel Dijkema, der in ­Leipzig zuletzt mit seiner bewegenden Interpre­ta­tion von »­Rusalka« begeisterte, erzählt in seiner Inszenierung von der Suche nach Heimat, aber auch von der Sehnsucht nach dem Anderen. Musikalische Leitung:Ivan Repušić / Yura Yang / Christoph Gedschold Inszenierung, Bühne: Michiel Dijkema Kostüme: Jula Reindell Licht: Michael Fischer Dramaturgie: Elisabeth Kühne In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: 2 3/4 Stunden | 1 Pause ab 13 Jahren
Aufführungen | Show

Strangers in the Night

Musikalische Komödie

Eine Tanzshow von Mirko Mahr zu Songs von Frank Sinatra | Konzept und Sprechtexte von Philipp J. Neumann Mitten in der Nacht in einer Bar. Die Party hat ihren Höhepunkt bereits vor Stunden erreicht – Zeit nach Hause zu gehen, oder? Nein, jetzt geht’s erst richtig los! Irgendwo zwischen Sonnenuntergang und Morgengrauen entspinnt sich eine elektrisierende, surreal-nostalgische Atmosphäre, angeleitet vom Entertainer Frank – ist es etwa Frank Sinatra höchstpersönlich? Über die angestimmten Sinatra-Songs durchleben die Partygäste in dieser Nacht die unterschiedlichsten Situationen, von Showeinlagen über romantische Erinnerungen, von Rausch bis hin zu Streit. In »Strangers in the Night« beleuchtet Choreograph Mirko Mahr über die sinnliche Sprache des Tanzes nicht nur eine Party-Nacht mit den weltbekannten Songs von Frank Sinatra, sondern auch das Leben des legendären Künstlers. Die Inspiration dafür: Sinatra blieb aus Angst vor der Dunkelheit meist die ganze Nacht wach und lud sich nicht selten Gäste ein, um mit ihnen ausufernd zu feiern. Aufbauend auf einem Konzept von Philipp J. Neumann, umrahmt die Produktion vor allem der Song »My Way« so deutlich wie das Sonnenlicht die Party-Nacht und deutet die Unsterblichkeit von Sinatras Musik an. Musikalische Leitung: Tobias Engeli Inszenierung: Mirko Mahr Choreografie: Mirko Mahr Bühne: Frank Schmutzler Kostüme: Vanessa Raths Dramaturgie: Anna Diepold / Inken Meents Franks Gäste: Ballett der Musikalischen Komödie Dauer: 1 1/2 Stunden | keine Pause ab 14 Jahren
Aufführungen | Ballett

Eurydike

Oper Leipzig

Ballett von Fran Díaz | Musik von Krzysztof Penderecki, Henryk Mikołaj Górecki u.a. Eurydike bleibt zurück. Ihre Geschichte, oft erzählt im Schatten von Orpheus’ Gesang, zeichnet Fran Díaz für das Leipziger Ballett neu nach. Eurydike ist keine Randfigur, keine Muse, keine Gefangene einer Liebe, die für sie bestimmt wurde. Sie ist eine Frau, die ihren Weg sucht – in einer Welt, die ihre Wünsche formt und verweigert zugleich. Eurydikes Mythos entfaltet sich in einer Gesellschaft, die ständig nach vorne strebt und dennoch oft im Zurückblicken stecken bleibt. In einer Welt, in der Menschen zu Rollen und Beziehungen zu Erwartungen werden, wird Eurydike zu einem Spiegel für Fragen unserer Zeit: Was bedeutet Freiheit? Und wie entkommen wir einem System, das uns definiert, bevor wir uns selbst finden können? Mit feinem Gespür für das Märchenhafte und das Zeitlose öffnet Choreograph Fran Díaz den Raum, um Eurydike neu zu entdecken – als Symbol für den Widerstand gegen das Verlorengehen im Strudel aus Vorgaben, Träumen und Sehnsüchten, die nicht die eigenen sind. Musikalische Leitung: Yura Yang Choreographie: Fran Díaz Bühne: Laura Løwe Kostüme: Anna Philippa Müller Dramaturgie: Anna Diepold Dauer: 1 3/4 Stunden | 1 Pause ab 15 Jahren
Aufführungen | Oper

Regina

Oper Leipzig

Oper in drei Akten | Libretto vom Komponisten Hoch lebe die Freiheit! 1848, als der Freimaurer Albert Lortzing seine beeindruckende letzte Oper »Regina« schreibt, ist Revolution. Und genau die und ihre sozialen Unruhen sind der Inhalt und das Besondere dieses Werkes, das Lortzing nach seiner Frau benannte: Zwei politisch aktive Fabrikarbeiter lieben Regina, die Tochter des Fabrikbesitzers Simon. Doch sie gehören unterschiedlichen Lagern an. Der eine, Stephan, besetzt als radikaler Aufrührer die Fabrik und hält Regina in seiner Gewalt. Sie ist jedoch mit dem friedliebenderen Richard verlobt. Dieser politische Konflikt führt soweit, dass Stephan bereit ist, alle und alles in die Luft zu sprengen. Wie weit wird Regina gehen, um den Frieden wiederherzustellen? Lortzings Revolutionsoper wurde aufgrund ihrer Brisanz lange unter Verschluss gehalten und selbst bei ihrer Uraufführung 1899 weit nach Lortzings Tod nur zensiert aufgeführt. Lortzing wusste, wie es ist, hart zu arbeiten und trotzdem nicht genug zu haben. Doch hielt die bürgerliche Künstlerfamilie um Ehefrau und Kollegin Regina und ihre vielen Kinder stets zusammen. Dieser Opern-Rarität haftet etwas Einzigartiges an, und der Wunsch nach Frieden und Freiheit könnte heute aktueller nicht sein. Die Zeitschrift »Signale« schrieb 1849 über den Träumer Lortzing und seine Oper: »›Regina‹ wird er vorläufig aufbewahren bis auf bessere Zeiten.« Musikalische Leitung: Constantin Trinks Inszenierung: Bernd Mottl Bühne: Friedrich Eggert Kostüme: Alfred Mayerhofer Licht: Thomas Hupe Dramaturgie: Inken Meents In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln ab 15 Jahren Dauer: 2 3/4 Stunden

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