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Aufführungen / Theater Schauspiel Leipzig Leipzig, Bosestraße 1
Aufführungen / Theater Lofft Leipzig Leipzig, Spinnereistr. 7
Aufführungen | Aufführung

Music Game

Händel-Festspiele Halle

Oper wird zum Live-Game: In einer interaktiven Spielanordnung über Sprache und das gegenseitige Verstehen taucht das Publikum in eine Fabelwelt ein und wird zum Mitspieler in einem Game. Seit Anbeginn der Menschheit sind nicht nur Tiere, Pflanzen und Vögel, sondern auch Menschen unterwegs. Das Kollektiv Kobakant entwickelt gemeinsam mit der Regisseurin Alicia Geugelin und zwei Sängerinnen ein theatral-digitales Spiel, das sich mit dem Kommen und Gehen auseinandersetzt und dabei in verschiedene Perspektiven reinschlüpfen lässt. Wie ist bei aller Unterschiedlichkeit eine Verständigung miteinander möglich? Im Music Game kann das live und interaktiv in verschiedenen Rollen ausprobiert werden. Künstleriche Leitung: KOBAKANT Inszenierung: Alicia Geugelin Dramaturgie: Julia Schinke Ticket Preise: 5,00 € Anmeldung über museumspaedagogik@haendelhaus.de Eine Produktion des UFO – Junge Oper Urban der Deutschen Oper am Rhein. In Kooperation mit der Stadt Halle (Saale)
Aufführungen | Oper

Ariodante (mit Marionetten)

Händel-Festspiele Halle

Opera in drei Akten, HWV 33 (1735) Libretto nach Antonio Salvis Ginevra, principessa di Scozia (1708), basierend auf Ludovico Ariostos Versepos Orlando furioso (1516) In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Ariodante bildet den Abschluss der Trilogie, die aus der Zusammenarbeit der lautten compagney BERLIN unter Wolfgang Katschner mit dem Mailänder Marionettentheater Carlo Colla & Figli hervorgegangen ist. Die 2022 erstmals aufgeführte Produktion bringt Händels Ariodante in einer Form auf die Bühne, die Nähe schafft – reduziert im Ausdruck, aber eindringlich in der Wirkung. Die Geschichte dreht sich um ein Verlöbnis, das durch Intrige und Täuschung zu zerbrechen droht. Händel entwirft kein Heldendrama im klassischen Sinn, sondern seziert mit großer Klarheit die psychologischen Bruchstellen einer Figur, die zwischen Selbstzweifel und Kontrollverlust taumelt. In der Marionette wird diese Fragilität spürbar gemacht: Nicht Kraft, sondern das Scheitern an der eigenen Rolle steht im Mittelpunkt. Ariodante zeigt, wie durch das scheinbar Unpersönliche der Puppe ein umso schärferes Bild von Männlichkeit entstehen kann. Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner Inszenierung: Franco Citterio, Giovanni Schiavolin Bühne, Licht: Franco Citterio Kostüme: Cecilia Di Marco, Maria Grazia Citterio Solist:innen: Re: Magnus Piontek, Ginevra: Hanna Herfurtner, Ariodante: Coline Dutilleul, Lurcanio, Odoardo: Gwilym Bowen, Polinesso: Julia Böhme, Dalinda: Frieda Jolande Barck Compagnia Marionettistica Carlo Colla & Figli lautten compagney BERLIN Ticket Preise: 80/65/30 € Hinweis: Es steht ein Bustransfer für die Hin- und Rückfahrt zur Verfügung. Tickets dafür müssen separat erworben werden. Bei der Buchung der Veranstaltung werden Ihnen die Bustickets als Option angeboten. Mit freundlicher Unterstützung der Orbis Real Estate GmbH
Aufführungen | Performance

Young Handel Dreaming

Händel-Festspiele Halle

Das Performance-Kollektiv Guricht (Halle–Berlin) widmet sich nicht zum ersten Mal der Welt Georg Friedrich Händels. Bereits für eine zeitgenössische Fassung von Alcina im Rahmen der Händel-Festspiele komponierte Thies Streifinger ein spannungsvolles Zusammenspiel aus Barock- und elektronischer Musik, Tanz und Videokunst. Ralf Wendt wiederum co-kuratierte für die Festspiele das Kunstfest electric renaissance, bei dem Burghard Vogel gemeinsam mit internationalen Musikerinnen und Musikern Videokunst präsentierte. 2026 richtet das Kollektiv den Blick auf den jungen Händel: Es erkundet – spielerisch und spekulativ – die Sorgen und Zweifel des angehenden Komponisten in der Welt des Barock. In vielstimmigen Klangbildern und einem außergewöhnlichen Instrumentarium lässt die Live-Performance den jugendlichen Händel in der besonderen Atmosphäre des Planetariums Halle neu aufscheinen. Guricht: Thies Streifinger Ralf Wendt Burghard Vogel Ticket Preise: 15,00 €
Aufführungen | Film

Stadt der verlorenen Seelen

Händel-Festspiele Halle

Rosa von Praunheims queeres Kult-Musical Stadt der verlorenen Seelen (1983) porträtiert das schillernde Leben einer Gruppe exzentrischer US-amerikanischer Cabaret-Performer. Drag Queens, Tänzer und Akrobaten sowie Menschen aus marginalisierten Communities – darunter Schwarze, Juden, Schwule und Transsexuelle – suchen in Berlin soziale Akzeptanz und kreative Freiräume. Rosa von Praunheim verzichtete bewusst auf klassische Schauspielprofis und setzte stattdessen auf reale Persönlichkeiten aus der queeren Subkultur, deren eigene Biografien und Erfahrungen dem Film seine besondere Authentizität verleihen. Publikumsgespräch mit Oliver Sechting Ticket Preise: 8,50/7,50 € In Kooperation mit dem Luchs Kino am Zoo und der AIDS-Hilfe Halle / Sachsen-Anhalt Süd e. V.
Aufführungen | Oper

Agrippina

Händel-Festspiele Halle

Dramma per musica in drei Akten, HWV 6 (1709) Libretto mutmaslich von Vincenzo Grimani, basierend auf Tacitus‘ Annales und Suetonius‘ Vita divi Claudii Das alte Rom als Opernstoff – was soll man da erwarten? Einen etwas trotteligen Kaiser, der vom Feldzug siegreich zurückkehrt und bei der schonen Poppea entspannen will, einen Feldherrn, der sie aufrichtig liebt, einen windigen Thronfolger in spe, der ihr ebenfalls nachsteigt, und zwei überforderte Höflinge ohne allzu viel Moral. All diese Figuren sind verstrickt im Netz der skrupellosen Kaiserin, die mit Schmeichelei, Verstellung und Luge ihrem Sohn den Thron sichern will. Im bitterbos-komischen Intrigenspiel mit rasant wechselnden Konstellationen kommen weder Manner noch Frauen gut weg. Der einzige Aufrichtige, der Feldherr Ottone, dem Liebe mehr bedeutet als Macht, gerat zwischen alle Fronten. Für Handel war Agrippina, entstanden kurz vor seiner Abreise aus Italien, der erste große Opernerfolg. Bis heute überzeugt die scharfzüngige Polit-Satire mit musikalischer Raffinesse: Zahlreiche in Italien entstandene Hits verarbeitet Händel hier zu einem unwiderstehlichen Opernerlebnis. Musikalische Leitung: Laurence Cummings Inszenierung: Walter Sutcliffe Bühne: Aleksandar Denić Kostüme: Frank Schönwald Dramaturgie: Boris Kehrmann Solist:innen: Claudio: Ki-Hyun Park, Agrippina: Romelia Lichtenstein, Nerone: Leandro Marziotte, Poppea: Vanessa Waldhart, Ottone: Christopher Ainslie, Pallante: Lars Conrad, Narciso: Annika Westlund, Lesbo: Michael Zehe Chor der Oper Halle Händelfestspielorchester Halle Ticket Preise: 65/55/45/35/20 € Eine Produktion der Oper Halle im Rahmen der Händel-Festspiele
Aufführungen | Film

Peter von Kant

Händel-Festspiele Halle

Peter von Kant (2022) von François Ozon ist eine moderne, schwule Neuinterpretation des Fassbinder-Klassikers "Die bitteren Tränen der Petra von Kant". Im Mittelpunkt steht der einst gefeierte Regisseur Peter, der sich in den jungen Schauspieler Amir verliebt – und prompt in Machtspiele, Eifersucht und Enttäuschung verwickelt. Elegant inszeniert wird das leidenschaftliche Kammerspiel in Kölner Kulisse zu einem intensiv-ironischen Drama über Liebe, Abhängigkeit und den Preis des Ruhms. Mit Publikumsgespräch Ticket Preise: 9/8 € In Kooperation mit dem Zazie Kino & Bar
Aufführungen | Film

Coming Out

Händel-Festspiele Halle

In Coming Out (1989, DDR) erzählt Regisseur Heiner Carow die Geschichte des jungen Lehrers Philipp Klarmann, der zwischen seiner Beziehung mit der schwangeren Tanja und seiner Liebe zu Freund Matthias hin- und hergerissen ist. In einem emotionalen und mutigen Selbstfindungsprozess outet er sich schließlich einer Gesellschaft, die Homosexualität tabuisiert. Der vielfach ausgezeichnete Film ist ein mutiges Plädoyer für Toleranz und Individualität in schwierigen Zeiten. Publikumsgespräch mit Matthias Freihof und Dirk Kummer In Kooperation mit dem Puschkino Ticket Preise: 8/7 €
Aufführungen | Film

Kurzfilmabend

Händel-Festspiele Halle

Der Format Filmkunst e. V. lädt regelmäßig zu Abenden ein, an denen zumeist regionale Filmschaffende ihre Kurzfilmproduktionen zeigen und vorstellen. Anlässlich der Händel- Festspiele wollen wir uns diesmal mit Mannsbilder[n] – Helden, Herrscher, Herzensbrecher beschäftigen. Seien Sie gespannt auf einen Abend im gemütlichen Ambiente unseres Ladengeschäfts mit Kleinoden der Filmkunst aus unserer Sammlung und darüber hinaus. In Kooperation mit dem Format Filmkunst e. V. freier Eintritt
Aufführungen | Oper

Giustino (mit Marionetten)

Händel-Festspiele Halle

Opera in drei Akten, HWV 37 (1737) Libretto von unbekannter Hand, nach einem Text von Nicolò Beregan (1683), bearbeitet von Pietro Pariati (1711) und überliefert in einer anonymen Fassung von 1724, basierend auf Prokopios von Caesareas Anekdota (um 550) In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner Inszenierung: Eugenio Monti Colla Bühne, Licht: Franco Citterio Kostüme: Eugenio Monti Colla, Cecilia Di Marco Solist:innen: Giustino: Benno Schachtner, Anastasio, Fortuna: Johanna Kaldewei, Arianna: Maria Ladurner, Leocasta: Julia Böhme, Vitaliano: Gwilym Bowen, Amanzio, Polidarte: Cornelius Uhle Compagnia Marionettistica Carlo Colla & Figli lautten compagney BERLIN Giustino ist der zweite Teil der Trilogie, die in Zusammenarbeit der lautten compagney BERLIN und dem Mailänder Marionettentheater Carlo Colla & Figli entstanden ist. Die Produktion wurde 2017 im Goethe-Theater Bad Lauchstädt erstmals gezeigt und kehrt 2026 nun in neuer Konstellation auf die Bühne zurück. Die Oper erzählt vom märchenhaften Aufstieg des vermeintlichen Bauernsohns Giustino zum Kaiser – ein barockes Abenteuer mit Seemonster, Bär und königlichen Intrigen, getragen von musikalischer Leichtigkeit und überbordender Bühnenfantasie. Doch gerade durch die Abstraktion des Figurenspiels wird aus dem Heldendrama eine vielschichtige Reflexion über Macht, Identität und männliche Projektion. So öffnet sich ein Deutungsraum, in dem sich die „Mannsbilder“ der Opernwelt neu betrachten lassen – ganz im Sinne des diesjährigen Festspielthemas. Ticket Preise: 80/65/30 € Hinweis: Es steht ein Bustransfer für die Hin- und Rückfahrt zur Verfügung. Tickets dafür müssen separat erworben werden. Bei der Buchung der Veranstaltung werden Ihnen die Bustickets als Option angeboten. Mit freundlicher Unterstützung der Orbis Real Estate GmbH
Aufführungen | Szenische Lesung

Die Nachtigall des Zaren

Händel-Festspiele Halle

Lesung: Corinna Harfouch Countertenor: Hubert Wild Laute: Stefan Maaß Halbszenische Lesung nach dem gleichnamigen Buch von Christine Wunnicke über das aufregende Leben des Kastraten Filippo Balatri (2010), verwoben mit Musik von Georg Friedrich Händel, Henry Purcell, Antonio Vivaldi und Georg Philipp Telemann sowie Heinrich Albert, Sperontes (Johann Sigismund Scholtze), Johann Philipp Krieger, Michel Lambert, Giovanni Battista Brevi und Giovanni Battista Bassani Das Leben des Kastraten Filippo Balatri (1682–1756) liest sich wie ein barockes Abenteuer: Geboren als Sohn einer verarmten Familie in Pisa, wurde er zum Leib-Eunuchen des Zaren Peter des Großen in Moskau. 1700 schickte der Zar eine diplomatische Gesandtschaft nach Kalmückien – unter ihnen auch Balatri. Angekommen in der Steppe war Ayuki Khan, Herrscher der Kalmücken, so bezaubert von Balatris Sopranstimme, dass er ihn am liebsten behalten hätte. Zum Abschied schenkte er dem Wundersänger einen so kostbaren Goldstoff, dass angeblich sogar Ludwig XIV. neidisch wurde. Später bereiste Balatri als gefeierter Sänger ganz Europa – und lernte 1713 in London Händel kennen. Diese und weitere wundersame Wendungen hielt er in ausführlichen Tagebüchern fest, die nahezu einzigartige Einblicke in das Leben eines Kastraten der Barockzeit gewähren. Die Schriftstellerin Christine Wunnicke rekonstruierte seine Handschriften in ihrem Buch Die Nachtigall des Zaren. Bei den Händel-Festspielen erweckt Schauspielerin Corinna Harfouch Balatris Worte zum Leben und Hubert Wild verleiht ihm eine Stimme, begleitet von Stefan Maaß an der Laute. Ticket Preise: 35 €
Aufführungen | Oper

Rinaldo (mit Marionetten)

Händel-Festspiele Halle

Opera seria in drei Akten, HWV 7 a (1711) Libretto von Giacomo Rossi nach einem Szenario von Aaron Hill, basierend auf Torquato Tassos Versepos Gerusalemme liberata (1575) In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Wenn Männer buchstäblich zu Marionetten werden, eröffnet sich ein überraschend neuer Blick auf Händels Heldenwelt – eine Welt, in der barocke Musik und jahrhundertealtes Figurentheater auf einzigartige Weise verschmelzen. Zum ersten Mal zeigen die Händel-Festspiele alle drei Inszenierungen, die aus der künstlerischen Zusammenarbeit der lautten compagney BERLIN und ihres Leiters Wolfgang Katschner mit dem Mailänder Puppentheater Carlo Colla & Figli hervorgegangen sind. Rinaldo eröffnet die Trilogie mit einem bildgewaltigen Spiel aus Perspektiven und Formen, das bereits 2011 begeisterte. Die abstrakte Marionettenfigur wird hier zum gebrochenen Sinnbild der komplexen „Mannsbilder“ der Barockoper. Gleichzeitig setzt diese Inszenierung einen bewussten Kontrapunkt zur parallelen Neuproduktion an der Oper Halle. Selten lässt sich so unmittelbar erleben, wie unterschiedlich man sich Händels Männerfiguren nähern kann. Musikalische Leitung: Wolfgang Katschner Inszenierung & Kostüme: Eugenio Monti Colla Bühne, Licht: Franco Citterio Solist:innen: Goffredo: Johannes Wieners, Almirena: Johanna Falkinger, Rinaldo: Nicolas Tamagna, Eustazio: Benno Schachtner, Argante, Mago cristiano: Florian Götz, Armida: Danae Kontora Compagnia Marionettistica Carlo Colla & Figli lautten compagney BERLIN Ticket Preise: 80/65/30 € Hinweis: Es steht ein Bustransfer für die Hin- und Rückfahrt zur Verfügung. Tickets dafür müssen separat erworben werden. Bei der Buchung der Veranstaltung werden Ihnen die Bustickets als Option angeboten. Mit freundlicher Unterstützung der Orbis Real Estate GmbH
Aufführungen | Oper

Rinaldo

Händel-Festspiele Halle

Gegen Ende des 11. Jahrhunderts zog ein Heer schlecht ausgerüsteter Ritter ins Heilige Land, getrieben von der vagen Vorstellung, Jerusalem für die Christenheit zurückzuerobern. Die politischen Ergebnisse dieser wahnwitzigen Unternehmung waren nicht von Dauer, doch die Abenteuer der Kreuzritter inspirierten immer wieder Dichter und Musiker. Auch Händel griff den Stoff auf. In seiner Version versucht die Zauberin Armida, den Kreuzritter Rinaldo von der Eroberung Jerusalems abzuhalten: Sie entführt seine Geliebte Almirena und lockt ihn in ihr Schloss, wo Versuchungen und Gefahren lauern. Doch Rinaldo erweist sich – anders als viele andere Männerfiguren bei Händel – als erstaunlich pflichtbewusster Held. Händel zog für Rinaldo alle Register: Die Oper ist voll mit Ohrwürmern und spektakulären Effekten – von einem feuerspeienden Drachen bis zu lebenden Vögeln. Rinaldo wurde ein voller Erfolg – und markiert Händels glanzvollen Einstand auf der Londoner Opernbühne. Händelfestspielorchester Halle Musikalische Leitung: Michael Hofstetter Inszenierung: Walter Sutcliffe Bühne: Hartmut Schörghofer Kostüme: Dorota Karolczak Dramaturgie: Toni Burghard Friedrich Solisten: Goffredo: Yulia Sokolik, Almirena: Franziska Krötenheerdt, Rinaldo: Christopher Lowrey, Eustazio: Constantin Zimmermann, Argante: Ki-Hyun Park, Armida: Vanessa Waldhart, Ein christlicher Magier, Herold: Aco Bišćević Ticket Preise: 85 / 75/ 60 / 45 / 35 €
Aufführungen | Oper

Carmen

Oper Leipzig

Opéra comique in vier Akten | Text von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée Für Carmen ist das höchste Gut ihre Freiheit. ­Niemals will sie sich den Zwängen der Gesellschaft unter­werfen. Der angepasste Sergeant Don José ist fasziniert von dieser Frau, die sich einfach nimmt, was sie will. Er gibt alles für sie auf, seine Jugendliebe Micaëla, seine Stellung beim Militär und schließt sich sogar einer Schmugglerbande an. Er ist besessen von Carmen, die schon bald das Interesse an ihm verliert und dem ­todesmutigen Stierkämpfer Escamillo verfällt. José ist verzweifelt und will Carmen zurück, um jeden Preis. Mit seiner »Carmen« gelang Georges Bizet 1875 ein wahrer Coup. Das Stück ist bis heute eine der meist­gespielten Opern aller Zeiten. Betörende Melodien und mitreißende Rhythmen treffen auf eine starke Titel­heldin. Diese stellt das Gegenbild zu den passiven, sich aufopfernden Frauenfiguren dar, die die Opernwelt im 19. Jahrhundert kannte. Musikalische Leitung: Matthias Foremny Inszenierung: Lindy Hume Bühne, Kostüme: Dan Potra Kampf-Choreografie: Jochen Schmidtke Licht: Matthew Marshall Choreinstudierung: Thomas Eitler-de Lint Einstudierung Kinderchor: Sophie Bauer Dramaturgie: Nele Winter Chor der Oper Leipzig Kinderchor der Oper Leipzig Komparserie der Oper Leipzig Gewandhausorchester In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer: ca. 3 Stunden | Eine Pause ab 15 Jahren
Aufführungen | Oper

Undine

Oper Leipzig

Romantische Zauberoper in vier Aufzügen | Libretto vom Komponisten, nach der Erzählung »Undine« von Friedrich de la Motte Fouqué Undinen, weibliche Wasserwesen, können nur durch die Vermählung mit einem irdischen Mann eine unsterbliche Seele erlangen. Doch welcher Preis ist dafür zu zahlen? Was macht eine Seele aus? Die Geschichte einer Liebe auf Leben und Tod beginnt in einer abgeschiedenen Fischerhütte eines alten Ehepaares und deren Ziehtochter Undine. Als Ritter Hugo Zuflucht vor einem Unwetter in dieser Hütte findet, verlieben er und Undine sich ineinander und heiraten. Noch bevor es gemeinsam zurück in die Stadt gehen soll, flüstert Undine ihrem frisch Angetrauten warnend zu: »O halte fest an deinem Glauben und bleibe deinem Schwure treu, dass ich dein Glück, dein alles sei!«, denn wenn Undines Liebe verraten wird, so heißt es in den alten Märchen, muss sie den treulosen Mann töten und ins Wasser zurückkehren, aus dem sie einst gekommen ist. Vor fast 180 Jahren musste Albert Lortzing das Stadttheater Leipzig aus tragischen Gründen verlassen, doch seine Musik ist untrennbar mit Leipzig verbunden und kehrt stets voller Poesie und Kraft zurück! Albert Lortzing selbst gibt dazu an: »Diese Oper muss gefallen. Ich versichere dir, dass Musikstücke vorkommen, deren Effekte ich nicht geahnt hätte.« Musikalische Leitung: Yura Yang Inszenierung: Tilman Köhler Bühne: Karoly Risz Kostüme: Susanne Uhl Dramaturgie: Marlene Hahn Choreinstudierung: Thomas Eitler-de Lint Chor der Oper Leipzig Gewandhausorchester In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer: ca. 3 1/4 Stunden | Eine Pause ab 14 Jahren Alle Vorstellungen mit Einführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Aufführungen | Oper

Regina

Oper Leipzig

Premiere: 25.4.2026 Oper in drei Akten | Libretto vom Komponisten Hoch lebe die Freiheit! 1848, als der Freimaurer Albert Lortzing seine beeindruckende letzte Oper »Regina« schreibt, ist Revolution. Und genau die und ihre sozialen Unruhen sind der Inhalt und das Besondere dieses Werkes, das Lortzing nach seiner Frau benannte: Zwei politisch aktive Fabrikarbeiter lieben Regina, die Tochter des Fabrikbesitzers Simon. Doch sie gehören unterschiedlichen Lagern an. Der eine, Stephan, besetzt als radikaler Aufrührer die Fabrik und hält Regina in seiner Gewalt. Sie ist jedoch mit dem friedliebenderen Richard verlobt. Dieser politische Konflikt führt soweit, dass Stephan bereit ist, alle und alles in die Luft zu sprengen. Wie weit wird Regina gehen, um den Frieden wiederherzustellen? Lortzings Revolutionsoper wurde aufgrund ihrer Brisanz lange unter Verschluss gehalten und selbst bei ihrer Uraufführung 1899 weit nach Lortzings Tod nur zensiert aufgeführt. Lortzing wusste, wie es ist, hart zu arbeiten und trotzdem nicht genug zu haben. Doch hielt die bürgerliche Künstlerfamilie um Ehefrau und Kollegin Regina und ihre vielen Kinder stets zusammen. Dieser Opern-Rarität haftet etwas Einzigartiges an, und der Wunsch nach Frieden und Freiheit könnte heute aktueller nicht sein. Die Zeitschrift »Signale« schrieb 1849 über den Träumer Lortzing und seine Oper: »›Regina‹ wird er vorläufig aufbewahren bis auf bessere Zeiten.« Musikalische Leitung: Constantin Trinks Inszenierung: Bernd Mottl Bühne: Friedrich Eggert Kostüme: Alfred Mayerhofer Licht: Thomas Hupe Dramaturgie: Inken Meents In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln ab 15 Jahren
Aufführungen | Ballett

Romeo und Julia

Oper Leipzig

Ballett von Lauren Lovette | Sergej Prokofjew: Romeo und Julia, op. 64 (1935/36, revidiert 1940) Ballett in 3 Akten von Sergej Prokofjew, Adrian Pietrowski, Leonid Lawrowski und Sergej Radlow Mitreißende Musik und die wohl größte Liebesgeschichte des literarischen Kanons – »Romeo und Julia« ist eines der beliebtesten Ballette überhaupt. Die Erzählung von junger, ungestümer Liebe und tiefsitzendem altem Hass ist unzählige Male für die Bühne, für Film und Fernsehen adaptiert worden. Die amerikanische Choreographin Lauren Lovette legt in ihrer ersten Arbeit für das Leipziger Ballett den Fokus auf den Kern der Tragödie: die Beziehungen und Gefühle zwischen den Figuren, die wir alle kennen und deren bekannter Geschichte wir folgen dürfen. In Shakespeares einnehmendem Drama findet sich die Liebe in all ihren Formen – sei sie romantisch, platonisch oder familiär – und wird der Katalysator für größtes Glück und tiefsten Schmerz. Das Bühnen- und Kostümbild von Thomas Mika ermöglicht eine zeitlose Perspektive auf Liebe, Tragödie, Freundschaft und Verlust und verwebt den Zauber der Erzählung mit dem des Theaters selbst. Musikalische Leitung: Yura Yang / Olivia Lee-Gundermann Choreographie: Lauren Lovette Bühne, Kostüm: Thomas Mika Licht: Michael Röger Dramaturgie: Anna Diepold Fotographische Umsetzung Bühnenbild: Ida Zenna Leipziger Ballett Gewandhausorchester Dauer: 2 1/4 Stunden ab 13 Jahren
Aufführungen | Oper

Tristan und Isolde

Oper Leipzig

Handlung in drei Aufzügen | Text vom Komponisten In seinem späten Musikdrama erzählt Richard Wagner die tragische Geschichte zweier Liebender, denen ein Zusammensein einzig im Tod vergönnt ist. Der Komponist schrieb seine Oper unter dem Einfluss seiner glühenden, doch unerfüllten Liebe zu Mathilde Wesendonck – so kommt es nicht von ungefähr, dass Wagner mit »Tristan und Isolde« eines seiner anrührendsten und sinnlichsten Werke schuf. Musikalische Leitung: Ivan Repušić Inszenierung: Enrico Lübbe Co-Regie: Torsten Buß Bühne: Étienne Pluss Kostüme: Linda Redlin Video: fettfilm Licht: Olaf Freese Dramaturgie: Nele Winter Choreinstudierung: Thomas Eitler-de Lint Einstudierung Kinderchor: Sophie Bauer Leitung Komparserie: Esther Maria Rose Herren des Opernchores Kinderchor der Oper Leipzig Gewandhausorchester In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Spieldauer: ca. 4 3/4 Stunden | Zwei Pausen ab 17 Jahren Einführung in deutscher und englischer Sprache
Aufführungen | Oper

Madama Butterfly

Oper Leipzig

Japanische Tragödie in drei Akten Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa Nach dem Schauspiel von David Belasco und John Luther Long Diese Oper, die Puccini selbst als sein liebstes und bestes Werk ansah, lässt keinen kalt. Im Sommer 1900 erlebte der Komponist in einem Londoner Theater das Schauspiel »Madame Butterfly« von David Belasco, das ihn nachhaltig beeindruckte. Es verband eine menschliche Tragödie von nahezu antikem Ausmaß mit den Reizen einer fernen Kultur. Wie Belascos Stück spielt auch Puccinis 1904 uraufgeführte Oper in der Gegenwart: In Gestalt des amerikanischen Marineleutnants Pinkerton bricht die westliche Welt in die festgefügte, durch strenge Bräuche geprägte japanische Gesellschaft ein. Die Scheinehe, die Pinkerton mit der jungen Geisha Cio-Cio-San, genannt »Butterfly«, eingeht, ist für ihn ein exotisches Liebesabenteuer. Für Cio-Cio-San bedeutet sie die Hoffnung ihres Lebens. Fasziniert vom Hauch einer anderen, freieren Welt, der ihren Geliebten umgibt, ist sie bereit, mit allen bisherigen Bindungen zu brechen. Unbeirrt glaubt sie an Pinkertons Rückkehr, als dieser Japan längst verlassen hat. Sein Besuch des Inselreichs nach drei Jahren führt zur Katastrophe. Mit »Madama Butterfly« gelang Puccini eines der größten Meisterwerke seiner Zeit, in dem lyrischer Schmelz, emotionale Verdichtung und exotisches Kolorit auf bestrickende Weise zusammenfließen, ohne die Darstellung der Wahrheit zu verschleiern. Regie führt Aron Stiehl, der im Sommer 2013 in Bayreuth für seine Inszenierung von Wagners »Liebesverbot« und ebenso bei der anschließenden Leipziger Premiere dieser Produktion gefeiert wurde. Musikalische Leitung: Christoph Gedschold Inszenierung: Aron Stiehl Bühne: Frank-Philipp Schlößmann Kostüme: Sven Bindseil Einstudierung Chor: Alessandro Zuppardo Dramaturgie: Marita Müller Chor: Chor der Oper Leipzig Orchester: Gewandhausorchester In Originalsprache. Mit deutschen Übertiteln Dauer: ca.2 3/4 Stunden | Eine Pause ab 15 Jahren
Aufführungen | Oper

La Traviata

Oper Leipzig

Melodramma in drei Akten | Text von Francesco Maria Piave nach dem Roman »Die Kameliendame« von Alexandre Dumas Liebe, Eifersucht und Tod. Was braucht es mehr zu einem gelungenen Opernabend? Nicht viel, sagen Andreas Homoki und sein Bühnenbildner Frank Philipp Schlößmann. Ihre Inszenierung von Giuseppe Verdis Kultoper ist auf das Wesentliche reduziert, sodass in den Vordergrund tritt, was wirklich zählt: große Gefühle und große Musik. Musikalische Leitung: Christoph Gedschold / Yura Yang Inszenierung: Andreas Homoki Bühne: Frank Philipp Schlößmann Kostüme: Gabriele Jaenecke Licht: Michael Röger Chor der Oper Leipzig Gewandhausorchester Empfohlen für Kinder und Jugendliche ab 15 Jahren In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Spieldauer: ca. 2 1/4 Stunden | Eine Pause
Aufführungen | Oper

Coming Up for Air

Oper Leipzig

Uraufführung: 14.3.2026 Oper in drei Akten | Libretto von Jessica Walker nach dem Roman von Sarah Leipciger | In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln Drei Welten, drei Gewässer, drei Leben verschmelzen zu einem Atem: Anouk, eine junge Schriftstellerin, ringt um jeden Atemzug, denn sie ist an Mukoviszidose erkrankt. Der Kampf um Atem, führt sie auf einen Weg in die Vergangenheit, in ein anderes Land, zu einer anderen Frau. Gebannt rekonstruiert sie die mysteriöse Geschichte der »Inconnue de la Seine«, der geheimnisumwobenen unbekannten Toten aus der Seine. Als Anouk in diese französische Tragödie eintaucht, erkennt sie die Verbindungen zwischen ihrem Leben, dem der Unbekannten und dem eines norwegischen Puppenmachers. Dieser, vom Verlust seines ertrunkenen Sohnes gezeichnet, entwickelt eine Puppe, mit der die Mund-zu-Mund-Beatmung erlernt werden kann. Für das Gesicht der Puppe wählt er die Totenmaske der »Inconnue de la Seine« – ihr Lächeln soll fortan Leben retten. Diese Oper verbindet drei Leben über den Fluss der Zeit hinweg. Der in Leipzig lebende Komponist Bernd Franke, der musikalische sowie gesellschaftliche und topographische Grenzen auslotet, erschuf eine lebensbejahende Oper, die von Hoffnung getragen ist und zwischen Zeiten und Ländern wandelt. Am Ende ist alles eins und wir sind ein Teil davon. Musikalische Leitung: Matthias Foremny Inszenierung: Florentine Klepper Bühne: Dirk Becker Kostüme: Anna Sofie Tuma Video: Philipp Ludwig Stangl Dramaturgie: Marlene Hahn Kompositionsauftrag von der Oper Leipzig, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung

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